Bei schweren Gefechten in der jemenitischen Provinz Marib sind nach offiziellen Angaben mindestens 40 Huthi-Rebellen ums Leben gekommen.
Jemen
Menschen blicken auf einen zerstörten Bus im Jemen. (Archivbild) - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Die aufständischen Huthis werden vom Iran unterstützt und beherrschen weite Teile des Nordjemen samt der Hauptstadt Sanaa.

Bei schweren Gefechten in der jemenitischen Provinz Marib sind nach offiziellen Angaben mindestens 40 Huthi-Rebellen ums Leben gekommen. In der ölreichen Provinz toben seit Februar schwere Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstruppen, die an Seite eines von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses kämpfen. Seit Samstagabend hätten die Huthis Stellungen der Regierungstruppen und ihrer Verbündeten angegriffen, sagte Oberstleutnant Abdel-Rakib al-Schadadi der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag. Die Huthi-Rebellen bestätigten die Zahl der Opfer zunächst nicht.

Mit ihrer seit Monaten laufenden Offensive auf Marib wollen sie eine strategisch wichtige Stadt einnehmen, von wo ein Grossteil der Energieressourcen des Landes kontrolliert wird. Es ist die letzte Gegend im Norden, die noch von Regierungstruppen beherrscht wird.

Der Konflikt hat das ohnehin stark verarmte Land in die schwerste humanitäre Krise weltweit gestürzt. Mit dem Kampf um Marib droht die Lage sich noch zu verschärfen: Fast drei Millionen Menschen sind der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) zufolge vor Kämpfen in andere Teilen des Landes nach Marib geflüchtet. «Oft leben sie in fürchterlichen Zuständen», schrieb MSF am Sonntag auf Twitter. Wegen der Kämpfe in Marib wurden viele dieser Familien erneut vertrieben.

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