Astrazeneca wächst dank starkem Onkologiegeschäft
Der britische Pharmakonzern Astrazeneca hat im zweiten Quartal mehr verdient. Rückenwind lieferten insbesondere die Verkäufe von Krebsmedikamenten.

Der Reingewinn stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um gut 2 Prozent auf 2,5 Milliarden US-Dollar, wie Astrazeneca am Montag mitteilte. Der Umsatz erhöhte sich um 6 Prozent auf 15,4 Milliarden Dollar.
Besonders stark entwickelte sich das Onkologiegeschäft. Dort legten die Einnahmen um 16 Prozent zu, unter anderem dank der Brustkrebsmedikamente Enhertu und Truqap. Auch in den Bereichen Atemwegs- und Immunerkrankungen sowie seltene Krankheiten verzeichnete Astrazeneca deutliche Zuwächse.
Der Reingewinn fiel damit besser aus als von Analysten erwartet. Belastet wurde die Entwicklung dagegen vom Medikament Farxiga zur Behandlung unter anderem von chronischen Nierenerkrankungen, Herzinsuffizienz und Diabetes. Das Mittel sieht sich insbesondere in den USA zunehmendem Wettbewerb ausgesetzt.
Anfang Juli hatten enttäuschende Ergebnisse einer klinischen Studie zu einer seltenen Herzerkrankung für Sorgen bei den Anlegern gesorgt. Konzernchef Pascal Soriot bekräftigte dennoch das Ziel, bis 2030 einen Jahresumsatz von 80 Milliarden Dollar zu erreichen.
Im vergangenen Jahr hatte Astrazeneca zudem Investitionen von 50 Milliarden Dollar in den USA bis 2030 angekündigt. Bis dahin soll rund die Hälfte des Konzernumsatzes in den Vereinigten Staaten erzielt werden. 2025 hatte Astrazeneca einen Umsatz von 58,74 Milliarden Dollar verbucht.
Die Astrazeneca-Aktie legte am Montagmorgen in London kurz nach Handelsbeginn um mehr als 1 Prozent zu.






