Trump: Erwägen Angriffe zurückzufahren

Der Iran-Krieg dauert bereits seit bald drei Wochen. Mehrere hochrangige Politiker und Militärs wurden von Israel und den USA getötet.

Hormus
Der Iran blockiert derzeit die für den Ölhandel wichtige Strasse von Hormus. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Am 28. Februar griffen Israel und die USA den Iran an und starteten den Krieg.
  • Der Iran schlägt grossflächig zurück und attackiert auch Ziele in den Golfstaaten.
  • Im Ticker von Nau.ch verpasst du keine Entwicklung im Nahen Osten.

Am 28. Februar griffen die USA und Israel den Iran an. Seither wurden mehrere hochrangige Militärs und Politiker, darunter der Oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei, getötet. Zudem greift Israel wieder Stellungen der Hisbollah im Libanon an.

Der Iran schlägt grossflächig zurück und attackiert auch die Golfstaaten sowie deren Energieinfrastruktur. Zudem blockiert das Land die für den Ölhandel wichtige Strasse von Hormus, was zu starken Preisanstiegen und grossen Unsicherheiten führt.

Bereitet dir der Krieg im Nahen Osten Sorgen?

Wie lange der Krieg noch dauern wird, ist unklar. Donald Trump hat angetönt, dass er nach wenigen Wochen beendet sein werde. Doch die politischen Ziele der USA und auch Israels sind weiterhin nicht bekannt.

Im Ticker von Nau.ch bleibst du auf dem Laufenden:

22.53: US-Präsident Donald Trump erwägt, die Militärangriffe auf den Iran zurückzufahren. Die USA stünden kurz davor, die eigenen Ziele in dem Krieg zu erreichen, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social.

Hilfsorganisation: Humanitäre Notlage nimmt rapide zu

21.50: Der Leiter des Norwegischen Flüchtlingsrats (NRC), Jan Egeland, warnt vor einer dramatischen Verschlechterung der humanitären Lage im Iran. Schätzungen zufolge seien mehr als drei Millionen Menschen im Land auf der Flucht, sagte Egeland dem arabischen Fernsehsender Al Jazeera.

Der Iran sei riesig und der Bedarf wachse rasant, so der NRC-Generalsekretär. Seine Hilfsorganisation sei «überlastet, überfordert und unterfinanziert». Schiffs- und Flugverkehr seien unterbrochen, sodass lokale und internationale Gruppen Schwierigkeiten hätten, dringend benötigte Hilfsgüter ins Land zu bringen.

Trump: «Ich will keine Waffenruhe»

21.10: Donald Trump hat sich gegenüber Reportern zum Iran-Krieg geäussert und gesagt: «Ich will keine Waffenruhe.»

Man könne zwar einen Dialog führen, an einer Waffenruhe ist der US-Präsident aber nicht interessiert. Denn er wolle «die andere Seite vernichten».

Bericht: USA bereiten sich auf Bodeneinsatz vor

20.20: Unter Berufung auf Quellen aus dem Pentagon berichtet «CBS», dass sich die USA auf einen Bodeneinsatz vorbereiten. «Detaillierte Vorbereitungen» seien getroffen worden. Hochrangige Militärkommandanten hätten konkrete Anträge dafür eingereicht.

Donald Trump sagte kürzlich noch, er werde keine Truppen irgendwo stationieren. Er fügte aber hinzu, dass er anderslautende Pläne sicher nicht verraten werde.

USA dürfen britische Militärbasen nutzen

19.45: Grossbritannien erlaubt den USA die Nutzung ihrer Militärbasen. Sie dürfen verwendet werden, um iranische Stellungen anzugreifen, die die Strasse von Hormus bedrohen. DAs Büro von Premier Starmer teilt mit, dass das Abkommen zur kollektiven Selbstverteidigung solche US-Einsätze umfasse.

Bislang erlaubte London die Nutzung seiner Stützpunkte nur für defensive Operationen. Nach einer Kabinettssitzung weitet die britische Regierung die Nutzungsrechte nun aus.

SMI verbucht dritten Wochenverlust in Folge

18.37: Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran dauert inzwischen knapp drei Wochen an. An den Aktienmärkten hat der Konflikt deutliche Spuren hinterlassen. Auch der Schweizer Leitindex beendet eine weitere Handelswoche klar im Minus.

Durch die Schliessung der Strasse von Hormus sind vor allem die Preise für Gas und Öl deutlich gestiegen. Dies hat die Märkte nach unten gezogen. Auch der Schweizer Leitindex SMI konnte sich dem Sog nicht entziehen.

Seit Kriegsausbruch hat er drei Wochen in Folge deutliche Verluste verbucht. In der laufenden Woche belief sich das Minus auf 4,0 Prozent und seit Kriegsausbruch auf rund 12 Prozent.

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Der SMI gerät nach einem schwachen Handelstag unter Druck und zeigt eine insgesamt negative Marktentwicklung. (Symbolbild) - keystone

Auch wenn es am Freitag im frühen Handel zunächst nach einer leichten Erholung aussah, drehte sich die Stimmung am Nachmittag deutlich. Dabei belastete vor allem ein Bericht des Wall Street Journal, wonach die USA weitere Kriegsschiffe und auch 2000 bis 2500 zusätzliche Bodentruppen für «amphibische Landungsoperationen» in der Region entsenden wollen.

An den Märkten verstärkten diese Nachrichten die Befürchtungen, dass die USA die für den Ölexport des Irans zentrale Insel Kharg angreifen könnten. Dieses Szenario hatte US-Präsident Donald Trump zuvor auch schon beiläufig ins Spiel gebracht.

Am Ende resultierte am Freitag im SMI ein Tagesverlust von 1,1 Prozent auf 12'320 Punkte, nachdem er zwischenzeitlich auf bis zu 12'565 Punkte gestiegen war. Auch an anderen europäischen Märkten ging es deutlich abwärts. So büsste der deutsche Dax 1,9 Prozent, der französische CAC 1,8 Prozent und der britische FTSE 1,5 Prozent ein.

Lage am europäischen Erdgasmarkt beruhigt sich etwas

18.19: Die Lage am europäischen Erdgasmarkt hat sich etwas beruhigt. Der Preis für europäisches Erdgas gab nach den Turbulenzen am Vortag etwas nach. An der Börse in Amsterdam sank der Preis für den richtungweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat am Nachmittag um 3 Prozent auf 59,04 Euro je Megawattstunde (MWh).

Am Donnerstag war der Gaspreis noch zeitweise bis auf 71,45 Euro gestiegen. Allerdings hatte er im Tagesverlauf schon einen Teil seiner Gewinne wieder abgegeben. Israel hatte am Mittwoch das wichtige Gasfeld «South Pars», das vom Iran und Katar ausgebeutet wird, bombardiert. Als Reaktion attackierte der Iran die für den Weltmarkt bedeutenden Flüssiggasanlagen im katarischen Industriegebiet Ras Laffan.

Ras Laffan
Eine Gasanlage in Katar. (Symbolbild) - keystone

Die Aussage von US-Präsident Donald Trump, dass Israel dieses Gasfeld nicht erneut angreifen werde, sorgte für etwas Entspannung am Erdgasmarkt. Die Unsicherheit bleibt jedoch hoch. Schliesslich gehen die gegenseitigen Angriffe unvermindert weiter, und ein Ende des Kriegs ist nicht in Sicht.

Der TTF-Preis hatte vor Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran bei 31 Euro gelegen. Er hat sich also seitdem fast verdoppelt.

Nato zieht wegen Iran-Krieg Soldaten aus dem Irak ab

17.46: Die Nato hat wegen der angespannten Sicherheitslage im Nahen Osten das Personal ihrer Irak-Mission nach Europa verlegt. «Ich möchte dem Irak und allen Alliierten danken, die die sichere Verlegung unterstützt haben», teilte Nato-Oberbefehlshaber Alexus Grynkewich mit.

Die Mission werde nun vorerst vom operativen Führungskommando des Bündnisses in Neapel aus fortgesetzt. Zur Zahl der in Sicherheit gebrachten Personen gab es zunächst keine offiziellen Angaben. Aus Bündniskreisen hiess es, es seien einige Hundert betroffen gewesen.

ARCHIV - Der Oberste Alliierte Befehlshaber Europa (SACEUR), General Alexus G. Grynkewich, spricht zu den Medien im Nato-Hauptquartier. Foto: Virginia Mayo/AP/dpa/Archivbild
ARCHIV - Der Oberste Alliierte Befehlshaber Europa (SACEUR), General Alexus G. Grynkewich, spricht zu den Medien im Nato-Hauptquartier. Foto: Virginia Mayo/AP/dpa/Archivbild - Keystone/AP/Virginia Mayo

Die Evakuierungsaktion der Nato folgt darauf, dass der von den USA und Israel angegriffene Iran zuletzt auch Ziele im Irak beschossen hatte. Das Land grenzt an den Iran und beherbergt mehrere westliche Militärstützpunkte.

Ziel des 2018 gestarteten Nato-Einsatzes im Irak ist es vor allem, ein Wiedererstarken der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu verhindern. Dazu wurden bislang etwa irakische Militärausbilder geschult. Auch Deutschland beteiligt sich an dem Einsatz. So waren in der Vergangenheit Bundeswehrsoldaten unter anderem als Berater an einer Panzertruppenschule eingesetzt und begleiteten die Einführung von Simulatoren.

Israelische Bodeneinsätze im Libanon dauern an

17.26: Bei ihren Bodeneinsätzen im Südlibanon hat die israelische Armee nach eigenen Angaben mit Unterstützung aus der Luft mehrere Mitglieder der Hisbollah getötet. Wie Israels Militär weiter mitteilte, wurden seit dem Beginn «gezielter Bodeneinsätze» vor rund einer Woche auch Stellungen der Miliz zerstört und Waffen sichergestellt.

Aus libanesischen Sicherheitskreisen hiess es, es gebe derzeit heftige Kämpfe zwischen der Hisbollah und israelischen Soldaten in der Stadt Chiam. Diese hätten sich inzwischen in den Norden der Stadt verlagert, da Israels Armee immer weiter vordringe. Insgesamt sei das Militär aus dem südlichen Nachbarland bereits sieben Kilometer tief im Libanon vorgerückt.

Die Hisbollah-Miliz feuerte indes erneut Raketen und Drohnen Richtung Israel.

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Anwohner beobachten, wie ein Gebäude im Zentrum von Beirut, Libanon, am Donnerstag, dem 12. März 2026, von einem gezielten israelischen Angriff getroffen wird. - keystone

Deutschland und andere Länder warnen derweil vor einer grösseren Bodenoffensive im Libanon, die auch viele Einwohner dort fürchten. Der französische Aussenminister Jean-Noël Barrot betonte bei einem Besuch in Israel Frankreichs Vorbehalte dagegen. Israels Aussenminister Gideon Saar sagte nach einem gemeinsamen Treffen, die libanesische Regierung und das Militär des Nachbarlandes unternähmen nicht genug gegen die Hisbollah.

Israels Armee hatte am Montag mitgeteilt, dass sie in den vergangenen Tagen «begrenzte und gezielte Bodeneinsätze» im Süden des Nachbarlandes begonnen habe. Anfang März hatte die Hisbollah in den Iran-Krieg an der Seite Teherans eingegriffen und erstmals seit Beginn einer Waffenruhe im November 2024 Israel wieder mit Raketen angegriffen. Vor der Waffenruhe hatte es einen einjährigen Krieg gegeben.

Die vom Iran unterstützte Miliz sollte eigentlich gemäss einer Waffenruhevereinbarung entwaffnet werden. Dies ist bislang nicht geschehen.

Polen zieht seine Soldaten aus dem Irak ab

17.00: Polen zieht wegen des Iran-Kriegs sein Militärkontingent aus dem Irak ab. Diese Entscheidung habe man nach der Analyse potenzieller Risiken getroffen, schrieb Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz auf X.

Mehr als hundert Soldaten und Soldatinnen seien bereits nach Polen zurückgekehrt, sagte ein Sprecher des Oberkommandos der Streitkräfte der Nachrichtenagentur PAP. Mehrere Dutzend wurden demnach nach Jordanien verlegt, um den Betrieb des Kontingents aufrechtzuerhalten.

polen
Der polnische Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz. (Archivbild) - keystone

Das EU- und Nato-Land Polen unterstützte die USA im Irakkrieg 2003 mit 2000 Soldaten und gehörte damals mit anderen Ländern aus Mittelosteuropa zur «Koalition der Willigen». Zeitweise übernahm Polen auch Verantwortung für eine Besatzungszone im Irak.

Zuletzt umfasste das polnische Militärkontingent im Nahen Osten nach Angaben des Nationalen Sicherheitsrats von Dezember 350 Soldatinnen und Soldaten, die ausser im Irak auch in Jordanien sowie in Kuwait und Katar im Einsatz waren.

Chamenei bleibt unsichtbar – Iran wartet auf erste Rede

16.18: Der erste öffentliche Auftritt des neuen iranischen Revolutionsführers, Modschtaba Chamenei, lässt weiter auf sich warten.

Viele Menschen im Iran hatten mit Spannung erwartet, ob er zum Neujahrsfest live sprechen würde. Doch das Staatsfernsehen zeigte lediglich ein Standbild mit seinem Porträt und einer iranischen Flagge. Dazu wurde eine Rede verlesen, die ihm zugeschrieben wurde.

Modschtaba Chamenei iran krieg
Die Rede des obersten Führers Modschtaba Chamenei wurde im staatlichen Fernsehen verlesen. - keystone

Modschtaba Chamenei ist seit seiner Ernennung zum neuen Religionsführer am 8. März nicht öffentlich in Erscheinung getreten – weder mit einer Audio- noch mit einer Videobotschaft. Laut Aussage der US-Regierung ist er verletzt. Nähere Informationen gibt es bislang nicht.

Energielieferungen nach drei Kriegswochen massiv unter Druck

16.10: Die Öl- und Gaslieferungen vom Persischen Golf werden wegen des Iran-Kriegs nach Einschätzung von Experten noch für Monate massiv gestört sein. Der Geschäftsführer der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, sagte der britischen «Financial Times», der Krieg sei «die grösste Bedrohung für die globale Energiesicherheit in der Geschichte». Politiker und Märkte unterschätzten das Ausmass der Ausfälle.

Es fehle jetzt doppelt so viel Gas, wie die Menge, die Europa durch die 2022 eingestellten Lieferungen aus Russland verloren habe, so der IEA-Chef. Es könne mehr als sechs Monate dauern, bis die Öl- und Gaslieferungen vom Golf wiederhergestellt seien.

South Pars
Dieses Archivfoto vom 16. März 2019 zeigt Erdgasaufbereitungsanlagen am South-Pars-Gasfeld an der Nordküste des Persischen Golfs in Asaluyeh, Iran. - keystone

Die Instandsetzung massiv beschädigter Förderanlagen im katarischen Industriegebiet Ras Laffan wird laut QatarEnergy bis zu fünf Jahre dauern. Das teilte der Staatskonzern auf X mit. Der Iran hatte die Anlagen als Reaktion auf israelische Angriffe auf das wichtige Gasfeld «South Pars» attackiert.

In Kuwait sind indes nach Drohnenangriffen Teile der Ölraffinerie Mina al-Ahmadi abgeschaltet worden. Dabei sei in einigen Anlagen der Raffinerie Feuer ausgebrochen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur unter Berufung auf die Kuwait Petroleum Corporation (KPC).

Trump bezeichnet Nato-Länder als «Feiglinge»

15.18: US-Präsident Trump hat seinem Ärger über die Nato Luft gemacht. Ohne die USA sei das Bündnis ein «Papiertiger».

Feiglinge
Trump hält das Nato-Bündnis für Feiglinge. - Truth Social / @realDonaldTrump

«Jetzt, da dieser Kampf militärisch gewonnen ist – und das bei äusserst geringer Gefahr für sie –, beschweren sie sich über die hohen Ölpreise, die sie zahlen müssen, wollen aber nicht dabei helfen, die Strasse von Hormus zu öffnen – ein einfaches militärisches Manöver, das der einzige Grund für die hohen Ölpreise ist», wettert Trump.

«Feiglinge, und wir werden uns daran erinnern», schreibt der Republikaner weiter.

Hilfsorganisation: Humanitäre Notlage im Iran nimmt rapide zu

14.17: Der Leiter des Norwegischen Flüchtlingsrats (NRC), Jan Egeland, warnt vor einer dramatischen Verschlechterung der humanitären Lage im Iran.

Schätzungen zufolge seien mehr als drei Millionen Menschen im Land auf der Flucht, sagte Egeland dem arabischen Fernsehsender Al Jazeera.

Lage
Die humanitäre Lage im Iran verschärft sich zunehmend. - keystone

Der Iran sei riesig und der Bedarf wachse rasant, so der NRC-Generalsekretär. Seine Hilfsorganisation sei «überlastet, überfordert und unterfinanziert».

Oberster Militärsprecher des Irans warnt vor weltweiten Angriffen

13.58: Der oberste Militärsprecher des Irans hat gemäss einer Stellungnahme im iranischen Staatsfernsehen vor weltweiten Angriffen auf «Parks, Erholungsgebiete und Touristenziele» gewarnt.

«Aufgrund der uns vorliegenden Informationen sind ab sofort selbst Parks, Erholungsgebiete und Touristenziele weltweit nicht mehr sicher für Sie», sagte General Abolfazl Schekarchi. Der Militärsprecher bezog sich dabei auf die «Feinde des Irans».

Israels Armee beginnt neue Luftangriffe im Iran

12.02: Die israelische Armee greift eigenen Angaben zufolge erneut Ziele im Iran an.

Das Militär habe neue Bombardements auf Stellungen der iranischen Führung in der Gegend der Stadt Nur im Norden des Landes begonnen, hiess es in einer Mitteilung am Mittag. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt.

USA eröffnen «Schlacht um Hormus»

10.47: Die USA und ihre Verbündeten haben ihre Bemühungen zur Wiederöffnung der Strasse von Hormus verstärkt, wie «The Wall Street Journal» schreibt.

USA
Die USA haben offenbar damit begonnen, die Blockade der Strasse von Hormus zu durchbrechen. - X

Die Amerikaner lassen offenbar tieffliegende Kampflugzeuge, begleitet von Apache-Helikoptern, über die Seewege fliegen. So wolle man iranische Schiffe zerstören und die Blockade durchbrechen.

Gemäss US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sollen bereits über 120 Schiffe beschädigt oder gar zerstört worden sein.

Israels Armee: Angriffe in Syrien zum Schutz dortiger Drusen

10.29: Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge in der Nacht zum Freitag nach neuer Gewalt in Syrien im Nachbarland Ziele der dortigen Regierung angegriffen. Das israelische Militär sprach von Attacken auf drusische Zivilisten in Suwaida.

Demo
Syrische Demonstrierende am 18. März. - keystone

Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Grossbritannien meldete am Morgen ein Wiederaufflammen der Gewalt zwischen Angehörigen der drusischen Minderheit und sunnitischen Stammesgruppen, die von der syrischen Führung unterstützt würden, in der Gegend.

Wie viele Opfer es bei den jüngsten Angriffen und Kämpfen seit Montag gegeben habe, sei noch unklar. In der Stadt Suwaida selbst sei am Morgen ein Wohnhaus von einem Geschoss getroffen worden. Zwei Menschen wurden den Angaben zufolge dabei verletzt.

Teile von Ölraffinerie in Kuwait nach Drohnenangriff abgeschaltet

10.11: In Kuwait sind nach Drohnenangriffen Teile einer Ölraffinerie abgeschaltet worden.

Wie die staatliche Nachrichtenagentur unter Berufung auf die Kuwait Petroleum Corporation (KPC) berichtete, wurde die Ölraffinerie Mina al-Ahmadi am frühen Freitagmorgen (Ortszeit) Ziel mehrerer Drohnenangriffe.

Öl
Die Ölraffinerie Mina al-Ahmadi wurde am Freitagmorgen angegriffen. - keystone

Dabei sei in einigen Anlagen der Raffinerie Feuer ausgebrochen. Ersten Informationen zufolge gibt es keine Verletzten oder Tote infolge der Angriffe.

Irans Führung an Geheimdienst: Feinden Sicherheit entziehen

10.10: Die iranische Führung hat die Mitarbeiter des Geheimdienstes dazu aufgerufen, den «Feinden im In- und Ausland» die Sicherheit zu entziehen.

Chamenei Iran Krieg
Der neue Oberste Führer Modschtaba Chamenei gilt als eng mit den Revolutionsgarden verbunden. - keystone

In einer Mitteilung auf dem X-Profil des neuen obersten Führers, Modschtaba Chamenei, hiess es weiter, nach dem Tod von Geheimdienstchef Ismail Chatib müssten die «übrigen Beamten und Mitarbeiter dieses sensiblen Ministeriums» diese Lücke ausgleichen.

Kein schnelles Ende des Iran-Kriegs

06.57: Auch rund drei Wochen nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe gegen den Iran ist die Führung in Teheran weiter zu Gegenangriffen in der Lage. In der Nacht attackierte die Islamische Republik erneut gleich mehrfach den Erzfeind Israel mit Raketensalven.

Donald Trump
Der Krieg im Iran dürfte noch länger andauern. Noch vor zwei Wochen hatte US-Präsident Donald Trump behauptet, man habe gewonnen. - keystone

Auch mehrere Golfstaaten, die US-Militärstützpunkte beherbergen, sahen sich wieder Beschuss mit Raketen und Drohnen ausgesetzt. Dabei hatte US-Präsident Donald Trump noch vor rund zwei Wochen behauptet: «Wir haben gewonnen.»

Iran richtete drei Personen öffentlich hin

03.00: Während der Proteste im Januar hat das iranische Regime Tausende Menschen getötet und unzählige festgenommen. Jetzt wurden drei Teilnehmer der Proteste, darunter der 19-jährige Ringer Saleh Mohammadi, öffentlich hingerichtet. Dies berichten verschiedene Menschenrechtsorganisationen.

Nach der Festnahme wurde Mohammadi im Gefängnis gefoltert, bis er ein Geständnis ablegte. Er gab zu, zusammen mit den beiden anderen Männern zwei Polizisten getötet zu haben. Auch wurde ihnen «Kriegsführung gegen Gott» vorgeworfen. Deswegen wurden sie zum Tode verurteilt.

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Der Iran hat drei Teilnehmer der Proteste im Januar öffentlich hingerichtet. - Screenshot X

Menschenrechtler Nima Far sprach gegenüber «Fox» von einem «offenen politischen Mord». Der Iran nehme Athleten bewusst ins Visier, um die Gesellschaft zu terrorisieren.

Amnesty International bezeichnet den Prozess gegen Mohammadi und die beiden anderen Männer als Farce. Das Schnellverfahren weise «keinerlei Ähnlichkeiten mit einem sinnvollen Prozess» auf.

EU-Staaten wollen auf Migrationskrise vorbereitet sein

02.50: Die Europäischen Staats- und Regierungschefs wollen sich angesichts der eskalierenden Lage im Nahen Osten nicht von einer möglichen Migrationskrise überraschen lassen.

«Wir werden nicht zulassen, dass sich 2015 wiederholt», sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach dem EU-Gipfel in Brüssel. Bisher beobachte man wegen der Situation keine Migrationsbewegungen in Richtung Europa, aber die EU müsse vorbereitet sein.

Von der Leyen
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. - keystone

In den Abschlusserklärungen der Staats- und Regierungschefs heisst es, die EU sei bereit, ihre diplomatischen, rechtlichen, operativen und finanziellen Instrumente zu nutzen, um «unkontrollierte Migrationsbewegungen» zu verhindern. «Die Sicherheit und die Kontrolle der Aussengrenzen der Europäischen Union werden weiter gestärkt.»

Israels Luftwaffe fliegt weitere Angriffswelle im Iran

02.30: Israels Luftwaffe greift weiter im Iran an. Die Streitkräfte hätten eine neue «Welle» an Attacken im ganzen Land begonnen, teilte die israelische Armee in der Nacht mit. Ziel sei «Infrastruktur des iranischen Terrorregimes», hiess es in einer kurzen Mitteilung auf Telegram ohne nähere Einzelheiten.

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Israel fliegt eine neue Angriffswelle gegen den Iran. - keystone

Kurz zuvor hatte der Iran gleich mehrere Raketensalven auf Israel abgefeuert. Berichte über Verletzte oder grössere Schäden gab es nicht.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte zuvor noch laut der Zeitung «Times of Israel» gesagt: «Der Iran ist schwächer denn je.» Nach knapp drei Wochen Krieg könne der Iran kein Uran mehr anreichern und auch keine ballistischen Raketen mehr herstellen.

EU-Staaten fordern Aussetzen von Angriffen auf Energie

01.50: Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union fordern im Iran-Krieg ein Aussetzen der Angriffe auf Anlagen des Energie- und Wasser-Sektors. Darauf verständigten sie sich bei einem Gipfel in Brüssel. Sie riefen zudem alle Parteien «zur Deeskalation und zu grösstmöglicher Zurückhaltung, zum Schutz der Zivilbevölkerung und der zivilen Infrastruktur sowie zur uneingeschränkten Achtung des Völkerrechts» auf.

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