Papua-Neuguinea vor der Corona-Katastrophe

    Keystone-SDA
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    Papua-Neuguinea,

    Die Regierung von Papua-Neuguinea steht unmittelbar vor einer Katastrophe mit dem Coronavirus. Das erste Massengrab für die Toten wurde gestattet.

    papua neuguinea schweres erdbeben
    Port Moresby, die Hauptstadt von Papua-Neuguinea. - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Papua-Neuguinea hat ein riesiges Corona-Problem.
    • Die Leichenhallen sind restlos überfüllt und das erste Massengrab wurde stattgegeben.
    • Weniger als ein Prozent der Bevölkerung ist gegen das Virus geimpft.

    Papua-Neuguinea steuert nach Ansicht von Experten auf eine Corona-Katastrophe zu. Die Infektionszahlen in dem Pazifikstaat sind zuletzt dramatisch gestiegen. Gleichzeitig sind weniger als ein Prozent der neun Millionen Einwohner vollständig gegen das Virus geimpft ist.

    Im Port Moresby General Hospital sei die Leichenhalle mittlerweile restlos überfüllt, berichtete der Sender Radio New Zealand am Dienstag.

    Dort stapelten sich rund 300 Leichen, während die Räumlichkeiten nur für maximal 60 Tote angelegt seien.

    Massengrab für Corona-Tote wurde gestattet

    Der Chef der Pandemiebekämpfung in Papua-Neuguinea, David Manning, habe nun ein Massenbegräbnis von 200 Leichen gestattet. Berichten zufolge soll die Beerdigung noch in dieser Woche stattfinden. Trotz der eskalierenden Lage wollten die Behörden aber derzeit noch keinen Lockdown anordnen. Stattdessen setzte man auf «eine wirksame medizinische Reaktion» und die Impfkampagne, so die örtliche Zeitung «The National» am Dienstag.

    Papua Neuguinea
    Der Pazifikstaat Papua-Neuguinea versinkt im Corona-Chaos. Die Leichenhallen im Port Moresby General Hospital sind restlos überfüllt. - Google Maps

    Jedoch sei das Gesundheitssystem extrem schwach, hinzu komme eine weit verbreitete Impfskepsis. Dazu kommt noch die Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante, teilte das Rote Kreuz mit.

    Sieben von zehn Personen sind positiv im Spital

    Die Fallzahlen in dem nur 160 Kilometer nördlich von Australien liegenden Staat sind in den vergangenen Wochen stark gestiegen. Beobachter glauben, dass die Dunkelziffer noch viel höher ist.

    «Es gibt wenig Tests, aber was es gibt, zeichnet ein wirklich schreckliches Bild», heisst es beim medizinischen Forschungsinstitut Burnet Institute. Von den landesweit 1848 Tests zwischen dem 27. September und dem 3. Oktober seien 82 Prozent positiv ausgefallen.

    Mittlerweile würden sieben von zehn Personen, die sich im grössten Krankenhaus von Port Moresby mit Symptomen vorstellten, positiv getestet.

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