Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat seine einflussreiche Schwester Kim Yo Jong ins höchste Entscheidungsgremium des abgeschotteten Staats aufgenommen.
Kim Jong Un Schwester
Kim Jong Un, Machthaber von Nordkorea, und dessen Schwester Kim Yo Jong nehmen am 27. April 2018 am ersten Gipfeltreffen mit Südkoreas Präsident Moon teil. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Kim Jong Un holt seine Schwester ins oberste Entscheidungsgremium.
  • Kim Yo Jong ist seit Jahren die Beraterin von Machthaber und Bruder Kim Jong Un.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat seine einflussreiche Schwester Kim Yo Jong ins höchste Entscheidungsgremium des abgeschotteten Staats aufgenommen.

Wie die amtliche Nachrichtenagentur KCNA am Donnerstag berichtete, wählten die Abgeordneten der Obersten Volksversammlung (Parlament) in Pjöngjang unter anderen Kim Yo Jong zum neuen Mitglied der Kommission für Staatsangelegenheiten. Ihr Bruder ist Vorsitzender des Machtorgans.

Führerin Nummer zwei

Kim Yo Jong, deren Alter in Südkorea auf 34 Jahre geschätzt wird, gilt schon seit einigen Jahren als enge Beraterin ihres um einige Jahre älteren Bruders. Offiziell ist sie Vizeabteilungsleiterin des Zentralkomitees der in Nordkorea herrschenden Arbeiterpartei.

Im August des vergangnen Jahres hatte Südkoreas Geheimdienst mitgeteilt, Kim Jong Un habe einen Teil seiner Machtbefugnisse an einige enge Vertraute inklusive seiner Schwester übertragen. Die Schwester sei mittlerweile anscheinend die «De-facto-Führerin Nummer zwei» und nun für die Politik Pjöngjangs gegenüber Südkorea und den USA verantwortlich.

Kim Yo Jong
Kim Yo Jong, Schwester des nordkoreanischen Machthabers Jong Un. (Archivbild) - dpa

Neben Kim Yo Jong wurden sechs weitere Funktionäre im Zuge einer grösseren personellen Umbesetzung zu neuen Mitgliedern der Kommission für Staatsangelegenheiten befördert. Der Abgeordnete Kim Tok Hun wurde den Berichten zufolge zum Stellvertreter Kim Jong Uns in dem Gremium gewählt.

Die im Ausland auch als Scheinparlament bezeichnete Oberste Volksversammlung tritt nur ein- oder zweimal jährlich zusammen, um Beschlüsse der Staatsführung und der Partei zu billigen.

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