Tochter von Kim Jong-un fährt Panzer – Spekulation um Nachfolge
Die 13-jährige Tochter von Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un ist bei einer Militärübung in einem Panzer zu sehen. Wird sie die Nachfolge ihres Vaters antreten?

Das Wichtigste in Kürze
- Die Tochter von Kim Jong-un chauffiert ihren Vater bei einer Militärübung.
- Staatsmedien veröffentlichen die Bilder und nähren damit Nachfolgespekulationen.
- Kim Ju-ae tritt zunehmend öffentlich an der Seite ihres Vaters auf.
- Sie hat allerdings eine mächtige Rivalin im Rennen um die Nachfolge.
Es sind aussergewöhnliche Bilder aus Nordkorea: Die 13-jährige Tochter von Diktator Kim Jong-un steuert bei einer Militärübung einen Panzer.
Die Szenen wurden von staatlichen Medien veröffentlicht und befeuern Spekulationen über die Nachfolge des Machthabers.
Die staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtete am Freitag über die Übung. Kim Jong-un überwachte dabei ein Manöver mit Panzern und Infanterieeinheiten.
Auf den Bildern ist zu sehen, wie seine Tochter Kim Ju-ae aus der Luke eines fahrenden Panzers blickt. Ihr Vater sitzt gemeinsam mit drei Militärangehörigen auf dem Fahrzeug.
Kim Ju-ae tritt immer häufiger öffentlich auf
Die Tochter des Diktators ist in den vergangenen Monaten zunehmend an der Seite ihres Vaters in der Öffentlichkeit zu sehen. Staatliche Medien bezeichnen sie als Kims «geliebtestes» Kind. Das berichtet die britische «Daily Mail».
Kürzlich besuchten beide gemeinsam eine Munitionsfabrik und nahmen dort an Schiessübungen teil. Zudem wohnten sie einem Test von Mehrfachraketenwerfern bei.
Im September reiste Kim Ju-ae mit ihrem Vater nach Peking. Offizielle Angaben zu ihrem Namen oder Alter macht das Regime jedoch nicht.
Laut «Focus» sollen Kim Jong-un und seine Frau Ri Sol-ju insgesamt drei Kinder haben. Demnach wurde der erste Sohn 2010 geboren, Kim Ju-ae kam 2012 oder 2013 zur Welt. Ein weiteres Kind soll 2017 geboren worden sein.
Der ehemalige Basketballspieler Dennis Rodman, ein exzentrischer Freund des nordkoreanischen Machthabers, behauptet, Kim Ju-ae bereits 2013 getroffen zu haben. Erst im November 2022 wurde sie dann erstmals in nordkoreanischen Staatsmedien öffentlich gezeigt.
Südkoreas Geheimdienst spekulierte im Februar, dass Kim Jong-un seine Tochter als mögliche Nachfolgerin aufbauen könnte.
Es gibt berechtigte Zweifel
Mehrere Experten bezweifeln diese Einschätzung, berichtet «Daily Mail». Sie verweisen auf das vergleichsweise junge Alter des Machthabers sowie die stark männerdominierte Machtstruktur Nordkoreas.
In einer patriarchalisch geprägten Erbmonarchie erscheine eine weibliche Nachfolge derzeit unwahrscheinlich.

Kim Ju-ae hat zudem eine mögliche Rivalin: Kim Yo Jong, die Schwester des Machthabers. Die 38-Jährige gilt als ehrgeizig und könnte laut Beobachtern im Falle eines Machtwechsels selbst Anspruch auf die Führung erheben.
Beziehungen mit USA und Südkorea bleiben angespannt
Nordkorea führte die Militärparade eigenen Angaben zufolge als Reaktion auf gemeinsame Truppenübungen der USA und Südkoreas durch. Die beiden Verbündeten beendeten ihre elftägigen Manöver am Donnerstag, setzen ihre Feldübungen jedoch fort.
Die Kim-Dynastie steht seit Jahrzehnten im Zentrum internationaler Aufmerksamkeit. Kim Jong-un übernahm 2011 im Alter von 27 Jahren die Macht und baute seither das Nuklearprogramm massiv aus.
Wiederholte Raketentests haben die Spannungen mit der internationalen Gemeinschaft weiter verschärft. Die Frage seiner Nachfolge ist daher entscheidend für die Stabilität in der Region.




















