Alexej Nawalny hat Putin für seine Teilmobilmachung kritisiert. Jetzt muss der Kremlkritiker erneut in Einzelhaft.
Kremlkritiker Alexej Nawalny muss erneut in Einzelhaft.
Kremlkritiker Alexej Nawalny muss erneut in Einzelhaft. - Vladimir Kondrashov/AP/dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Alexej Nawalny muss wieder in Einzelhaft.
  • Er hatte Putin vorgeworfen, «Hunderttausende in seine Verbrechen» zu verstricken.
  • Es ist bereits das fünfte Mal, dass er in die Isolationszelle geschickt wird.

Der inhaftierte Kremlkritiker Alexej Nawalny ist nach seiner Kritik an der von Präsident Wladimir Putin befohlenen Teilmobilmachung erneut in Einzelhaft verlegt worden. «Was ich zur Mobilisierung gesagt habe, hat nicht gefallen – also kriegst Du, Nawalny, zwölf Tage (Karzer)!», sagte der Oppositionelle am Freitag dem Internetportal Mediazona zufolge während einer Gerichtsverhandlung.

In einer Verhandlung zuvor am Mittwoch hatte er Putin vorgeworfen, «Hunderttausende in seine Verbrechen» zu verstricken, indem er sie in den Krieg gegen die Ukraine schicke. Nawalny wurde damit bereits das fünfte Mal hintereinander in die Isolierzelle geschickt.

Nawalny seit 2021 im Gefängnis

Der 46-Jährige betonte, dass er sich davon nicht einschüchtern lassen wolle. Am Freitag wiederholte er daher seine Vorwürfe gegen Kremlchef Wladimir Putin. «Putin fesselt Hunderttausende mit Blut, seinen Mobilmachungen und »Referenden«», kritisierte der Politiker.

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Nawalny in einem Glaskasten für die Angeklagten. - Moscow's Babushkinsky district court press service/AFP

Nawalny sitzt seit 2021 im Gefängnis, nachdem er nach einem gescheiterten Giftanschlag gegen ihn in seine Heimat zurückgekehrt war. Nach Angaben von Amnesty International wird dem russischen Oppositionellen, der wegen angeblichen Betrugs zu neun Jahren Haft verurteilt wurde, unter anderem der vertrauliche Austausch mit seinem Anwalt verweigert.

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