Nach dem Tod eines Journalisten haben vier oppositionelle georgische Fernsehkanäle eine 24-stündige Sendepause eingelegt. Sie wollten damit gegen die Regierung der Schwarzmeer-Republik protestieren, der sie Tatenlosigkeit und mangelnden Schutz von Medienschaffenden vorwerfen.
Saakaschwili-Anhänger in Tiflis
Saakaschwili-Anhänger in Tiflis - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Sender TV Pirveli, für den der gestorbene Alexander Laschkarawa arbeitete, forderte in einer Mitteilung am Mittwoch den Rücktritt von Regierungschef Irakli Garibaschwili.

Laschkarawa war Anfang vergangener Woche im Streit um eine Demo für die Rechte von Schwulen und Lesben von homophoben Aktivisten zusammengeschlagen worden. Er wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht und einige Tage später entlassen. Am Sonntag wurde er tot in seiner Wohnung in der Hauptstadt Tiflis aufgefunden. Bei anschliessenden Protesten wurden mehrere Journalisten vorübergehend festgenommen.

Die Ex-Sowjetrepublik Georgien strebt zwar mit einer prowestlichen Politik in die EU, allerdings gibt es in dem Land mit einer einflussreichen orthodoxen Kirche starke konservative Kräfte, die sich schwertun mit liberalen Ideen.

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