In zwei Dörfern im Osten der Demokratischen Republik Kongo wurden in der Nacht 50 Personen getötet. Islamisten werden für den Angriff verantwortlich gemacht.
Demokratische Republik Kongo
Einsatz von Militärs der Demokratischen Republik Kongo. - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Mindestens 28 Zivilisten sind im Dorf Boga und 22 weitere im Dorf Tchabi getötet worden.
  • Mutmasslich sind die Täter Islamisten aus dem Umfeld des Islamischen Staates.

Bei nächtlichen Angriffen sind im Osten der Demokratischen Republik Kongo mindestens 50 Zivilisten getötet worden.

Ein örtlicher Vertreter der Zivilgesellschaft machte Islamisten aus dem Umfeld der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) für die Attacken verantwortlich. Präsident Félix Thisekedi hatte am 6. Mai über die Gebiete Nord-Kivu und Ituri einen 30-tägigen Belagerungszustand verhängt. Militärs und Polizisten übernahmen daraufhin die Vollmachten von zivilen Behörden.

Mindestens 28 Zivilisten seien im Dorf Boga und 22 weitere im Dorf Tchabi getötet worden. Dies erklärte die Gruppe Kivu Security Tracker. Ein Anführer der Zivilgesellschaft vor Ort legte die Angriffe der Gruppierung Allied Democratic Forces (ADF) zur Last. Bei dieser handelt es sich ursprünglich um eine islamistische Gruppe aus Uganda.

Derzeit verübt die ADF von allen 122 bewaffneten Milizen im Osten Kongos die meisten Anschläge. Innerhalb von sechs Tagen soll sie 78 Menschen getötet haben. Am 11. März hatte die US-Regierung erklärt, es gebe eine Verbindung zwischen der ADF und der IS-Miliz.

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