Mindestens 31 Tote bei Wirbelsturm auf Madagaskar

    Keystone-SDA
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    Madagaskar,

    Auf dem südostafrikanischen Inselstaat Madagaskar hat ein Wirbelsturm Behörden zufolge mindestens 31 Menschen getötet und schwere Verwüstungen angerichtet. Mehrere Personen würden vermisst, mindestens 36 Menschen seien verletzt worden, teilte das Nationale Amt für Risikomanagement und Katastrophenschutz (BNGRC) mit. Zyklon «Gezani», der am Dienstagabend das Festland erreichte, war mit einer Geschwindigkeit von bis zu 270 Kilometern pro Stunde über die Insel gefegt.

    Menschen begutachten die Schäden des Zyklons «Gezani» in Toamasina. Foto: Hery Nirina Rabary/AP/dpa
    Menschen begutachten die Schäden des Zyklons «Gezani» in Toamasina. Foto: Hery Nirina Rabary/AP/dpa - Keystone/AP/Hery Nirina Rabary

    Das komplette Ausmass der Zerstörung könne noch nicht endgültig bestimmt werden, hiess es. Es seien laut der Behörde jedoch geschätzt mehr als 250.000 Menschen von dem Unwetter betroffen. Am Morgen hatte sich die durchschnittliche Windgeschwindigkeit auf etwa 110 Kilometer pro Stunde reduziert.

    Besonders stark von den heftigen Windböen und Regenfällen betroffen war die nordöstliche Hafenstadt Toamasina, mit rund einer halben Million Einwohnern die zweitgrösste Stadt Madagaskars. Dort wurden der Behörde zufolge 90 Prozent aller Häuser beschädigt.

    Die Strassen der Wirtschaftsmetropole seien von umgestürzten Bäumen, Strommasten und Trümmern blockiert. Ein durch den Sturm stark gestörtes Telekommunikationsnetz und unterbrochene Stromversorgung erschwerten die Rettungsmassnahmen. In der Region Atsinanana, in der Toamasina liegt, sei die Infrastruktur zu etwa 80 Prozent zerstört worden. Hier seien ersten Zählungen zufolge etwa 6.000 Menschen obdachlos geworden.

    Der für seine Vanille-Produktion bekannte Inselstaat mit rund 30 Millionen Einwohnern, der im Indischen Ozean vor der Küste Mosambiks liegt, ist regelmässig von schweren Tropenstürmen betroffen. Vor etwa drei Jahren verwüstete Tropensturm «Freddy» Madagaskar sowie die Nachbarländer Mosambik und Malawi auf dem Festland. Mehr als 500 Menschen kamen ums Leben.

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