Hamas

Militärischer Hamas-Arm ruft zu Marsch auf Jerusalem auf

Keystone-SDA
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Israel,

Der militärische Arm der Hamas ruft zum Marsch auf Jerusalem auf, um die Al-Aksa-Moschee zu befreien. Muslime sollten sich nicht von Grenzen aufhalten lassen.

ARCHIV - Das Gelände der Al-Aksa-Moschee. Foto: Mahmoud Illean/AP/dpa
ARCHIV - Das Gelände der Al-Aksa-Moschee. Foto: Mahmoud Illean/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Mahmoud Illean

Das Wichtigste in Kürze

  • Der militärische Arm der Hamas ruft in einer Audio-Aufnahme zum Marsch auf Jerusalem auf.
  • Dort soll die auch Juden heilige Al-Aksa-Moschee «befreien».
  • Im Ramadan beten dort Zehntausende Muslime, bislang blieb es friedlich.

Der militärische Arm der islamistischen Terrororganisation Hamas hat am Mittwoch eine Audio-Aufnahme veröffentlicht, auf der Muslime auf der ganzen Welt zur Befreiung der Al-Aksa-Moschee in Jerusalem aufgerufen werden. Zu hören sein soll darauf der Anführer Mohammed Deif, zu sehen ist nur ein Schatten. Weder die Authentizität noch das genaue Datum der Aufnahme, die im Telegram-Kanal der Al-Aksa-Brigaden veröffentlicht wurde, liessen sich zunächst klären.

Muslime in verschiedenen arabischen Ländern wurden darin aufgerufen, «in Richtung Palästinas zu marschieren, jetzt, nicht morgen». Sie sollten sich nicht von Grenzen, Staatsgebilden und Restriktionen daran hindern lassen, «an der Befreiung von Al-Aksa teilzunehmen», hiess es in der 35 Sekunden langen Aufnahme.

Al Aksa
Die Al-Aksa-Moschee wird streng bewacht. Der militärische Arm der Hamas will die auch den Juden heilige Stätte nun «befreien». - keystone

Deif gilt gemeinsam mit dem Hamas-Chef im Gazastreifen, Jihia al-Sinwar, als Planer des beispiellosen Massakers in Israel am 7. Oktober. In einer seltenen Botschaft hatte Deif an jenem Tag eine «Militäroperation» gegen Israel angekündigt.

Die Al-Aksa-Moschee steht auf dem Tempelberg (Al-Haram al-Scharif) in Jerusalem, der drittheiligsten Stätte im Islam. Die Anlage ist aber auch Juden heilig, weil dort früher zwei jüdische Tempel standen.

Zehntausende von Muslimen beten dort während des Fastenmonats Ramadan. Es war befürchtet worden, es könnte dabei wegen des Gaza-Kriegs zu neuer Gewalt kommen. Die Hamas hatte zu Protesten aufgerufen. Bisher verliefen die Gebete jedoch weitgehend friedlich.

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