Staaten drängen Israel zu Rücknahme von Siedlungsplänen

    Keystone-SDA
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    Mehrere westliche Staaten drängen Israel dazu, die Siedlungsprojekte nicht voranzutreiben. Sie appellieren auch an die Wirtschaftsunternehmen.

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    Die israelischen Siedlungsprojekte im Westjordanland sind äusserst umstritten. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Israel will seine Siedlungen im Westjordanland weiter ausbauen.
    • Dadurch würde das Gebiet faktisch in zwei Teile geteilt.
    • Mehrere westliche Staaten fordern Israel auf, davon abzusehen.

    Deutschland und sechs weitere Staaten fordern Israel auf, die Pläne für ein äusserst umstrittenes Siedlungsprojekt im Westjordanland zurückzunehmen. In einem von der Bundesregierung veröffentlichten gemeinsamen Statement der Länder hiess es weiter, die Ausweitung der Siedlungen im Westjordanland müsse beendet werden.

    Durch das Siedlungsprojekt rücke nicht nur eine Friedenslösung in weitere Ferne; auch Israels internationales Ansehen werde weiter beschädigt. Neben Deutschland stehen Frankreich, Grossbritannien, Italien, Kanada, die Niederlande und Norwegen hinter der Erklärung.

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    Israel will im sogenannten Siedlungsgebiet E1 1200 weitere Wohneinheiten bauen lassen. - keystone

    Das israelische Bauministerium hatte am späten Dienstagabend eine Ausschreibung für den Bau von mehr als 1200 Wohneinheiten für das Projekt veröffentlicht. Konkret geht es um das sogenannte E1-Gebiet zwischen Ost-Jerusalem und der Siedlung Maale Adumim. Das Gebiet gilt als einer der sensibelsten Punkte im Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern.

    Insgesamt geplant sind 3400 Wohneinheiten. Eine Bebauung in dem Gebiet würde das Westjordanland faktisch in einen nördlichen und einen südlichen Teil aufspalten. Damit würde die Schaffung eines zusammenhängenden Territoriums für einen künftigen palästinensischen Staat erschwert oder gar unmöglich gemacht.

    Unter internationalem Druck hatte Israel die Pläne für E1 in der Vergangenheit immer wieder verschoben. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte die Pläne bereits am Mittwoch scharf kritisiert.

    Warnung auch an Wirtschaftsunternehmen

    Deutschland, Italien, Grossbritannien, Frankreich, Kanada, Norwegen und die Niederlande warnten in ihrem Statement Wirtschaftsunternehmen, sich auf Bauausschreibungen zu bewerben. «Sie sollten sich der rechtlichen und auch der rufschädigenden Folgen bewusst sein, einschliesslich des Risikos, sich selbst an schweren Verstössen gegen das Völkerrecht zu beteiligen», hiess es weiter. Die Entscheidung der israelischen Regierung, Ausschreibungen für den Bau des E1-Siedlungsprojekts zu veröffentlichen, bezeichneten sie als inakzeptabel.

    Das Völkerrecht besage eindeutig, dass israelische Siedlungen im Westjordanland rechtswidrig seien. Dies sei die Haltung der internationalen Gemeinschaft, die auch durch den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen bekräftigt werde, hiess es weiter.

    Kommentare

    User #2025 (nicht angemeldet)

    Wo bleiben die Sanktionen gegen diese Landräuber

    User #2208 (nicht angemeldet)

    F Israel chai

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    f
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