Hamas

Kushner trifft Hamas und al-Sisi – Gespräche über Gaza

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Ägypten,

Jared Kushner, US-Unterhändler und Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, hat in Ägypten Gespräche über die Zukunft des Gazastreifens geführt. Er traf in El Alamein den ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi, wie die ägyptische Präsidentschaft mitteilte. Auch der ägyptische Aussenminister Badr Abdel-Atti und Geheimdienstchef Hassan Raschad seien zugegen gewesen.

ARCHIV - Jared Kushner (r), US-Unterhändler und Schwiegersohn von Präsident Donald Trump (l), spricht während einer Sitzung des Friedensrats. Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa/Archivbild
ARCHIV - Jared Kushner (r), US-Unterhändler und Schwiegersohn von Präsident Donald Trump (l), spricht während einer Sitzung des Friedensrats. Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa/Archivbild - Keystone/AP/Mark Schiefelbein

Kushner werde in Ägypten auch eine Hamas-Delegation treffen, verlautete aus Kreisen der islamistischen Terrororganisation. Die Zusammenkunft sei vom ägyptischen Geheimdienst vermittelt worden. Anschliessend reise Kushner weiter zu Gesprächen in Israel. Er wollte dort nach Medienberichten unter anderem den Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu treffen.

Netanjahu hatte vor einer Woche gesagt, Israel lehne einen Fahrplan des sogenannten «Board of Peace» für den im Krieg grossflächig zerstörten Gazastreifen ab. «Die israelische Armee wird keinerlei Abzug vollziehen, bis die Hamas entwaffnet ist», sagte Netanjahu. Ausserdem bekräftigte der Regierungschef seine Ablehnung eines unabhängigen palästinensischen Staates. Der ranghohe Hamas-Vertreter Bassem Naim sagte dagegen, die Hamas bleibe dem Gaza-Fahrplan verpflichtet.

Nach dem Fahrplan des Rats sollen Israel und die Hamas die Kämpfe einstellen. Eine palästinensische Übergangsverwaltung soll mit Unterstützung einer internationalen Stabilisierungstruppe die Kontrolle über Verwaltung und Sicherheit übernehmen. Erst nach einer schrittweisen und international verifizierten Übergabe aller Waffen durch die Hamas nach Sektoren werde von Israel ein Abzug aus dem Gazastreifen erwartet, «Schritt für Schritt, in Phasen, letztendlich bis zum Gaza-Grenzzaun», hatte der Hohe Vertreter des Friedensrats, Nikolaj Mladenow, am Montag gesagt.

In einer gemeinsamen Erklärung kritisierten die Aussenminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Katars, Jordaniens, Indonesiens, Pakistans, der Türkei, Saudi-Arabiens und Ägyptens die Zurückweisung des Fahrplans und die Ablehnung der Zweistaatenlösung durch Israel. «Diese Positionen kommen einer direkten Ablehnung des Gesamtplans gleich, gefährden dessen Umsetzung und untergraben grundlegend die gemeinsamen Bemühungen um einen gerechten und dauerhaften Frieden», hiess es in der Mitteilung am Sonntagabend.

Zugleich wiesen die Minister darauf hin, wie wichtig ein anhaltendes Engagement der USA sei, um die vollständige Einhaltung der im Gesamtplan vorgesehenen Verpflichtungen durch Israel sicherzustellen und durchzusetzen.

Kommentare

User #6021 (nicht angemeldet)

Doch wieder kein Erfolg für USA und Netanjahui hat immer gleichen Druck und Hartkopf und nie mehr Solidarität mit Gaza und Hamas zusammen.

User #5114 (nicht angemeldet)

Kushner ist korrupt und höchst umstritten. Er hat auch schon Käufe in Albanien getätigt. Sein Vater wurde bereits verurteilt.

Weiterlesen

hitze
81 Interaktionen
Spitäler ausgelastet
Zürich Windräder
743 Interaktionen
Widerstand

MEHR IN POLITIK

bub
3 Interaktionen
Jemen
ceuta
10 Interaktionen
Aufatmen in Ceuta
4 Interaktionen
Pratteln BL
trump
40 Interaktionen
Bericht

MEHR HAMAS

armee
Gaza/Tel Aviv
gaza
Gaza/Tel Aviv
14 Interaktionen
Gaza/Tel Aviv
Hamas
112 Interaktionen
Sie stimmt zu

MEHR AUS ÄGYPTEN

Kairo
5 Interaktionen
Kairo
6 Interaktionen
Nahe Luxor