Unbekannter filmt Walliser Fussballfrauen beim Duschen
Die Spielerinnen des FC Naters wurden unter der Dusche gefilmt. Der Verein ergriff Massnahmen, die Betroffenen reichten Anzeige gegen Unbekannt ein.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Spielerinnen des FC Naters entdeckten beim Duschen eine Handykamera.
- Eine unbekannte Person filmte sie von aussen durch ein Fenster und floh.
- Die Fussballerinnen reichten Strafanzeige gegen Unbekannt ein, der Verein befragte seine Spieler.
Spanner-Skandal im Oberwallis: Ein Unbekannter filmte die Seniorinnen des FC Naters Oberwallis nach dem Training beim Duschen. Die Fussballerinnen haben Anzeige erstattet.
Der Vorfall ereignete sich Anfang August, wie «Pomona» berichtete. Die Spielerinnen gingen nach dem Training wie gewohnt in die Kabine und unter die Duschen. Dann entdeckten sie eine Hand mit einem Mobiltelefon am kleinen Fenster.
Sofort gingen sie nach draussen, um die Person zu stellen. Doch diese war bereits verschwunden.
Der Verein bestätigt gegenüber «Pomona» den Vorfall und informierte intern. Die Frauen seien durch ein Fenster gefilmt worden, während sie sich in der Dusche befanden. Die verdächtige Person habe noch nicht identifiziert werden können.
Vereinssprecher: «Wir tolerieren solches Verhalten nicht»
Vereins-Mediensprecher Johnny Schalbetter spricht von einem «schweren Eingriff in die Privatsphäre», den der FC Naters aufs Schärfste verurteile. Man nehme die Angelegenheit sehr ernst und unterstütze die betroffenen Frauen.
In einem ersten Schritt wurde ihnen eine andere Garderobe zugeteilt. Zudem wurden in Absprache mit der Gemeinde an den betroffenen Fenstern Sichtschutzfolien angebracht.
Zudem nahm der Verein intern Abklärungen auf: Alle Spieler, die an jenem Abend auf der Sportanlage waren, wurden befragt.
Man habe zudem deutlich gemacht, dass ein solches Verhalten im Club keinen Platz habe, sagt Schalbetter. «Wir tolerieren das nicht.»
Spielerinnen reichten Anzeige ein
Die betroffenen Spielerinnen haben mittlerweile Anzeige gegen Unbekannt eingereicht. Die Behörden befassen sich mit dem Fall.
Vereins-Sprecher Schalbetter sagt: «Es wäre wünschenswert, dass man herausfindet, wer das war.» Ob dies gelinge, sei aber fraglich.
Denn an jenem Abend fand gleich neben dem Sportplatz das Genderbüebu-Open-Air statt. Deshalb waren sehr viele Leute rund um den Trainingsplatz unterwegs.












