Netanjahu kündigt Intensivierung von Angriffen auf Teheran an

Israel und die USA griffen den Iran an, Chamenei wurde getötet. Der Iran reagierte mit Gegenschlägen auf zahlreiche Länder. Jetzt beklagt Israel Todesopfer.

Benjamin Netanjahu
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat eine weitere Intensivierung der militärischen Angriffe auf Teheran angekündigt. (Archivbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit Samstagmorgen greifen Israel und die USA den Iran an.
  • Ajatollah Ali Chamenei wurde dabei getötet.
  • Der Iran hat mit Gegenschlägen auf US-Militärbasen in der Region geantwortet.
  • Unter anderem wurde auch ein Öltanker angegriffen.

Am Samstagmorgen startete Israel mit US-Unterstützung einen grossen Angriff auf den Iran, zahlreiche Städte wurden ins Visier genommen.

Der iranische Oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei sowie zahlreiche ranghohe Militärs wurden dabei getötet.

Wird das iranische Regime jetzt stürzen?

Als Reaktion auf die Angriffe schoss der Iran unzählige Raketen auf Israel und Länder, in denen die USA Militärbasen haben.

Hochgerechnet fast 1000 Schweizer Reisende weltweit sitzen am Samstag aufgrund der militärischen Eskalation zwischen den USA, Israel und dem Iran laut dem Touring Club Schweiz (TCS) fest.

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Netanjahu kündigt Intensivierung von Angriffen auf Teheran an

17.10: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat eine weitere Intensivierung der militärischen Angriffe auf Teheran angekündigt. Die israelische Armee greife bereits mit «zunehmender Stärke» im Herzen der iranischen Hauptstadt an, sagte Netanjahu in einer Videobotschaft. Dies werde sich in den kommenden Tagen jedoch noch weiter verstärken.

Benjamin Netanjahu.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. (Archivbild) - keystone

Nach einem Treffen mit Verteidigungsminister Israel Katz, dem Generalstabschef Ejal Zamir und dem Leiter des Auslandsgeheimdienstes Mossad, David Barnea, habe er die Anweisung gegeben, die Offensive fortzusetzen. In dieser setze Israel «wie nie zuvor» die gesamte Kraft der Armee ein, sagte Netanjahu. Dabei gehe es darum, «unser Überleben und unsere Zukunft zu sichern».

Er betonte, die enge Zusammenarbeit Israels mit den USA bei den gemeinsamen Angriffen im Iran ermögliche es, das zu tun, worauf er bereits seit 40 Jahren hoffe: «Dem Terrorregime einen entscheidenden Schlag zu versetzen.» Dies habe er versprochen und dies werde Israel nun tun.

Minister: Chamenei-Nachfolge binnen zwei Tagen möglich

16.58: Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi hält es für möglich, dass ein neuer geistlicher Führer im Iran innerhalb von Tagen feststeht. «Es könnte schon in einem oder zwei Tagen zur Wahl eines obersten Führers kommen», sagte Araghtschi dem Nachrichtensender Al-Jazeera in einem exklusiven Interview.

Araghtschi verurteilte die Tötung des bisherigen Staatsoberhaupts und Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei durch die israelisch-amerikanischen Angriffe als «beispiellos und eine schwere Verletzung internationalen Rechts».

Iran
Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi. - keystone

Bis ein neues Staatsoberhaupt gewählt ist, soll ein dreiköpfiger Rat seine Aufgaben übernehmen. Diese Rolle fällt laut offiziellen Angaben Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi sowie dem Mitglied des Wächterrats, ⁠Alireza ⁠Arafi, zu. Für die Wahl ist ein sogenannter Expertenrat, ein Gremium aus 88 einflussreichen Geistlichen, zuständig.

Wer Chamenei nachfolgen könnte, ist unklar. Öffentlich hatte sich der Religionsführer dazu nicht geäussert. In den vergangenen Jahren war immer wieder dessen Sohn Modschtaba genannt worden, der bislang kaum in der Öffentlichkeit stand. Dem Staatsapparat dürfte es jedoch schwerfallen, mitten im Krieg das Machtgefüge neu zu ordnen.

Weiter Angriffe auf Golfstaaten: Tote, Verletzte und Schäden

16.47: Der Iran greift weiter Ziele in den arabischen Golfstaaten an. Mehrere Staaten melden Schäden, Verletzte oder Tote. In den Vereinigen Arabischen Emiraten (VAE) wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums bisher mindestens drei Menschen getötet. 58 weitere Personen seien verletzt worden.

Insgesamt seien 541 iranische Drohnen erfasst worden. Ein Grossteil sei zerstört oder abgefangen worden. 21 von ihnen hätten jedoch zivile Ziele getroffen. Bisher seien 165 ballistische Raketen aus dem Iran in Richtung der VAE festgestellt worden, hiess es.

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Eine schwarze Rauchwolke steigt aus einem Lagerhaus im Industriegebiet von Sharjah City in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf, nachdem am Sonntag, dem 1. März 2026, Berichte über iranische Angriffe in Dubai, Vereinigte Arabische Emirate, eingegangen sind. - keystone

In Kuwait fielen nach Angaben des Elektrizitätsministeriums infolge herabfallender Trümmerteile beim Abfangen von Drohnen mehrere Stromleitungen aus. In verschiedenen Gebieten sei der Strom teilweise unterbrochen gewesen. Die Behörden erklärten, insgesamt seien 97 iranische ballistische Raketen sowie 283 Drohnen in Richtung des Landes gestartet worden.

Auch Bahrain meldete weitere Schäden. Nach Angaben des Innenministeriums wurde ein Hotel in der Hauptstadt Manama getroffen. Es habe Schäden gegeben, Verletzte seien jedoch nicht gemeldet worden. Die US-Botschaft in Bahrain riet ihren Staatsbürgern, Hotels in der Hauptstadt zu meiden, da diese mögliche Ziele weiterer Angriffe sein könnten. Die Behörden forderten die Bevölkerung zudem auf, Hauptverkehrsstrassen zu meiden.

Das US-Militär unterhält in den Golfstaat mehrere Stützpunkte. US-Interessen in den Ländern gelten als Ziel der iranischen Gegenangriffe.

Reederei MSC verlegt alle Schiffe im Nahen Osten in Sicherheit

16.39: Die weltweit grösste Containerreederei MSC mit Sitz in Genf hat angesichts der angespannten Sicherheitslage im Nahen Osten sämtliche Buchungen für Frachttransporte in die Region bis auf Weiteres ausgesetzt. Zudem habe das Unternehmen Schiffe im Golfgebiet sowie auf dem Weg dorthin angewiesen, sichere Schutzräume anzusteuern, teilte die Mediterranean Shipping Company (MSC) am Sonntag mit.

Die Sicherheit der Besatzungen habe oberste Priorität, schrieb MSC. Die Lage werde laufend beobachtet, und man arbeite mit den zuständigen Behörden zusammen, um den sicheren Betrieb zu gewährleisten.

MSC
Ein Schiff der Mediterranean Shipping Company (MSC). (Archivbild) - keystone

Buchungen für den Nahen Osten sollen wieder aufgenommen werden, sobald sich die Sicherheitslage verbessere. Kunden würden informiert, falls alternative Häfen für das Entladen von Fracht bestimmt würden, sollte die Situation weitere operative Anpassungen erfordern.

Hintergrund der Massnahmen sind Einschränkungen für den Schiffsverkehr in den strategisch wichtigen Meerengen von Hormus und Bab al-Mandab, die zentrale Routen für den globalen Handel zwischen Europa und Asien darstellen. Die Reederei betreibt aktuell knapp 1000 Containerschiffe und beschäftigt über 200'000 Personen.

Bund weitet Reisewarnungen für den Nahen Osten aus

16.23: Das EDA weitet seine Reisewarnungen für den Nahen Osten aus. Neu rät es auch von touristischen und nicht dringenden Reisen nach Bahrain, Jordanien, Katar, Kuwait, Saudi-Arabien und in die Vereinigten Arabischen Emirate ab.

Das teilte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Sonntag auf X mit. Die neuen Warnungen erfolgen nach der Eskalation der Lage nach den Angriffen der USA und Israels auf Iran in der Nacht auf Samstag.

In deren Folge hatte der Bund bereits von Reisen nach Israel abgeraten. Für den Iran gilt ein solcher Hinweis schon seit einiger Zeit.

US-Central Command: Drei US-Soldaten bei Angriffen getötet

16.04: «Im Rahmen der Operation Epic Fury wurden drei US-Soldaten getötet und fünf schwer verletzt.» Das teilt das US-Central Command auf X mit.

Mehrere weitere Soldaten erlitten leichte Splitterverletzungen und Gehirnerschütterungen und werden derzeit wieder in den Dienst zurückgeführt. Die grösseren Kampfhandlungen würde andauern.

US-Central Command
Der Post des US-Central Command auf X. - X @CENTCOM

Centcom teilte auch mit, dass die US-Streitkräfte bei dem Einsatz namens «Gewaltiger Zorn» ein iranisches Kriegsschiff ins Visier genommen hätten. «Das Schiff sinkt derzeit an einem Pier in Tschahbahar auf den Grund des Golfes von Oman.» Das Militär hatte angekündigt, Ziele priorisiert zu haben, «von denen eine unmittelbare Bedrohung ausging».

Unter anderem seien Kommando- und Kontrollzentren der Islamischen Revolutionsgarden, iranische Luftverteidigungsanlagen, Raketen- und Drohnenstartplätze sowie Militärflugplätze ins Visier genommen worden, hiess es.

Irans Ex-Präsident Ahmadinedschad getötet

14.52: Der ehemalige iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad ist bei einem Luftangriff in Teheran getötet worden. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Ilna befand sich der 69-Jährige zum Zeitpunkt des Angriffs gemeinsam mit Leibwächtern in seinem Haus im Osten der Hauptstadt.

iran Mahmud Ahmadinedschad
Irans Ex-Präsident Mahmud Ahmadinedschad gilt als kontrovers. - Instagram/@dr.ahmadinejad

Ahmadinedschad führte den Iran von 2005 bis 2013. Zu Beginn galt er als Favorit des herrschenden schiitischen Klerus sowie der Hardliner und Konservativen im Parlament. Gegen Ende seiner Amtszeit wuchs die Kritik an seinem Kurs.

Seine harte Linie in der Atompolitik löste internationale Sanktionen aus, die das Land in eine schwere Wirtschaftskrise führten.

Israel: NeunTote bei iranischen Raketenangriffen

13.53: Die Behörden in Israel geben bekannt, dass bei einem israelischen Angriff auf die Stadt Beit Shemesh neun Menschen getötet wurden. Zunächst hatte der Rettungsdienst sechs Tote gemeldet, wie «Sky News» berichtet.

Nach Angaben des Senders N12 kamen sie beim Einschlag einer Rakete in einem Gebäude in der Stadt Bet Schemesch ums Leben. Weitere Menschen erlitten Verletzungen. Die Stadt liegt westlich von Jerusalem. Auch Einwohner von Tel Aviv berichteten von lauten Explosionen bei den neuen Raketenangriffen.

Israel
Ein Feuerwehrmann versucht, ein brennendes Auto an der Stelle zu löschen, an der eine iranische Rakete eingeschlagen ist, in Tel Aviv, Israel. - keystone

Am Samstag war bei einem Raketeneinschlag in Tel Aviv eine Frau getötet worden.

Saudis drohen dem Iran mit Vergeltung

13.37: Am Samstag griff der Iran US-Luftwaffenstützpunkte in Saudi-Arabien an. Nun drohen die Saudis dem iranischen Regime mit Vergeltung, sollte es zu weiteren Angriffen aus Teheran kommen.

Mohammed bin Salman
Mohammed bin Salman, Kronzprinz von Saudi-Arabien: Sein Land droht mit Gegenschlägen gegen den Iran. - keystone

Darüber berichtet der US-Sender CNN. Saudi-Arabien behält sich demnach Gegenschläge gegen den Iran vor.

Zypern weist Berichte über iranische Raketen zurück

12.43: Die Regierung der EU-Inselrepublik Zypern hat Berichte zurückgewiesen, wonach iranische Raketen in Richtung der Mittelmeerinsel abgefeuert wurden. Regierungssprecher Konstantinos Letymbiotis schrieb am Sonntag auf der Plattform X, entsprechende Darstellungen träfen nicht zu.

Im Zusammenhang mit Aussagen und Medienberichten über einen Abschuss von Raketen in Richtung Zyperns werde klargestellt, «dass dies nicht der Fall ist und es keinerlei Hinweise darauf gibt, dass eine Bedrohung für das Land bestanden hat», erklärte Letymbiotis. Die zuständigen Behörden verfolgten die Lage fortlaufend und sehr aufmerksam, hiess es weiter.

Zuvor hatte der britische Verteidigungsminister John Healey vor der Gefahr «zunehmend wahlloser iranischer Vergeltungsangriffe» gewarnt. Dem britischen Sender Sky News sagte er, es seien zwei iranische Raketen in Richtung Zypern abgefeuert worden.

Grossajatollah ruft zu Vergeltung nach Chamenei-Tod auf

12.40: Ein einflussreicher iranischer Geistlicher hat Muslime weltweit zur Vergeltung für den Tod von Religionsführer Ali Chamenei aufgerufen. Grossajatollah Nasser Makarem Schirasi erklärte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim in einer religiösen Stellungnahme (Fatwa), die «Hauptverantwortlichen für dieses Verbrechen» seien die USA und Israel.

Grossajatollah Nasser Makarem Schirasi
Grossajatollah Nasser Makarem Schirasi ruft zu Vergeltung auf. - Website von Nasser Makarem Schirasi

«Rache ist die religiöse Pflicht aller Muslime auf der Welt, damit das Böse dieser Verbrecher von der Erde getilgt wird», hiess es weiter.

Makarem Schirasi hatte bereits im Juni vergangenen Jahres US-Präsident Donald Trump indirekt mit dem Tod gedroht. Trump hatte zuvor gesagt, Chamenei sei ein leichtes Ziel. Der Grossajatollah erklärte daraufhin in einer religiösen Stellungnahme, dass Drohungen gegen Chamenei im Islam mit dem Tod bestraft würden.

Makarem Schirasi zählt als Mardscha zu den höchsten religiösen Autoritäten im Zwölfer-schiitischen Islam, der im Iran Staatsreligion ist. Die Schiiten bilden nach den Sunniten die zweitgrösste Glaubensrichtung im Islam.

China verurteilt Tötung von Chamenei scharf

12.24: Die Tötung von Irans Religionsführer Ali Chamenei hat scharfe Kritik aus China ausgelöst. Das Vorgehen verletze die Souveränität Irans in schwerwiegender Weise und missachte die Ziele und Grundsätze der Charta der Vereinten Nationen, teilte das Aussenministerium in Peking mit. China lehne ein solches Vorgehen entschieden ab und verurteile es nachdrücklich, hiess es weiter.

Peking rufe dazu auf, alle militärischen Handlungen unverzüglich einzustellen, eine weitere Eskalation der Spannungen zu vermeiden und Frieden sowie Stabilität im Nahen Osten und in der Welt zu wahren.

Putin: Tötung Chameneis ist Verstoss gegen Moral und Völkerrecht

12.21: Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Tötung des iranischen Religionsführers Ali Chamenei als einen «zynischem Verstoss gegen alle Normen der menschlichen Moral und des Völkerrechts» kritisiert. In einem vom Kreml veröffentlichten Schreiben bekundete er dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian sein Beileid.

Wladimir Putin
Wladimir Putin trauert um seinen Verbündeten Ali Chamenei. - keystone

Chamenei werde in Russland als «herausragender Staatsmann» in Erinnerung bleiben, der einen enormen persönlichen Beitrag für die freundschaftlichen russisch-iranischen Beziehungen geleistet und sie auf die Ebene einer umfassenden strategischen Partnerschaft gebracht habe.

Putin bat darum, der Familie und Freunden Chameneis sowie der Regierung und dem iranischen Volk sein Beileid zu übermitteln und seine Unterstützung zuzusichern.

Israel weist Schuld an Angriff auf iranische Schule zurück

12.06: Israel hat eine Verantwortung für einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran zurückgewiesen.

Die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna hatte berichtet, bei einem Raketenangriff im Süden des Landes seien mehr als 100 Schülerinnen ums Leben gekommen. Getroffen worden sei eine Grundschule für Mädchen in der Provinz Hormusgan.

Iran
Am Samstag wurde im Iran eine Schule angegriffen. - keystone

«Zu diesem Zeitpunkt sind uns keine israelischen oder amerikanischen Angriffe dort bekannt», sagte der israelische Militärsprecher Nadav Schoschani. «Ich weiss, dass die Amerikaner nachprüfen, ich weiss, dass wir nachprüfen», ergänzte der Sprecher.

«Und was ich weiss, ist, dass wir in der Lage waren – und das wird auch von den Amerikanern und den Iranern bestätigt – 40 Personen auszuschalten, die sich vor uns versteckt hatten, auf sehr präzise Weise, mehr als tausend Meilen entfernt.»

Das sagte Schoschani offenbar mit Blick auf die Tötung des iranischen Staatsoberhaupts und Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei. Dies könnten nicht viele Armeen auf der Welt und es bedeute, «dass wir extrem präzise operieren».

Die Angaben beider Kriegsparteien lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Unicef: Angriff auf Schule wäre Verstoss gegen Völkerrecht

11.58: Das Kinderhilfswerk Unicef ist «zutiefst besorgt» über die Bombardierungen im Iran. «Es gibt Berichte über Angriffe auf Schulen im Iran, darunter eine Mädchenschule in Minab», teilte das Kinderhilfswerk in Köln mit. «Angriffe auf Zivilpersonen und zivile Objekte, einschliesslich Schulen, stellen einen Verstoss gegen das Völkerrecht dar.»

Schule
Ein Mann hält einen Kinderrucksack, während Rettungskräfte und Anwohner die Trümmer nach einem israelisch-amerikanischen Angriff auf eine Mädchengrundschule durchsuchen. - keystone

Nach iranischen Angaben sind bei einem Raketenangriff im Süden des Landes mindestens 108 Schülerinnen ums Leben gekommen. Getroffen worden sei eine Grundschule für Mädchen in der Provinz Hormusgan, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Dutzende weitere Schülerinnen seien verletzt worden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Unicef rief zur sofortigen Einstellung der Kampfhandlungen auf. Zudem appellierte das Kinderhilfswerk an alle Konfliktparteien, grösstmögliche Zurückhaltung zu üben und ihren Verpflichtungen nach dem humanitären Völkerrecht und den Menschenrechten nachzukommen. Dazu gehöre insbesondere der Schutz der Zivilbevölkerung und der Dienstleistungen, auf die Kinder zum Überleben angewiesen seien.

Netanjahu ruft Iraner zum Aufstand auf

11.38: Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Bevölkerung im Iran in einer auf Farsi verbreiteten Videobotschaft zum Sturz der politischen Führung in Teheran aufgerufen. Die Ansprache wurde allem Anschein nach mit Künstlicher Intelligenz (KI) auf Farsi erstellt.

Benjamin Netanjahu
Benjamin Netanjahu ruft zum Widerstand auf. - keystone

«Bürger des Irans, lasst euch diese Gelegenheit nicht entgehen», sagte Netanjahu dort.

Er rief die Iraner auf, auf die Strasse zu gehen, «um die Sache zu vollenden, um das Terrorregime zu stürzen, das euer Leben zur Hölle gemacht hat». Netanjahu kündigte zudem an, Israel werde in den kommenden Tagen «Tausende Ziele des terroristischen Regimes» angreifen, um die «Bedingungen für das mutige Volk des Irans zu schaffen, sich von den Ketten der Tyrannei zu befreien».

Irans Präsident: Ermordung von Chamenei offene Kriegserklärung

11.31: Irans Präsident Massud Peseschkian hat die gezielte Tötung von Religionsführer Ali Chamenei als offene Kriegserklärung bezeichnet. Diese richte sich gegen alle Muslime, insbesondere aber gegen alle Schiiten weltweit.

Präsident Massud Peseschkian
Präsident Massud Peseschkian - keystone

Peseschkian erklärte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna: «Der Iran betrachtet die Vergeltung und Blutrache an den Tätern und Drahtziehern dieses Verbrechens als Pflicht und legitimes Recht.» Chamenei sei ein «Märtyrer», dessen Standhaftigkeit ihn in die Geschichtsbücher eingeschrieben habe.

Iran soll Raketen Richtung Zypern schiessen

11.02: Zwei iranische Raketen sollen in Richtung der Mittelmeerinsel Zypern abgefeuert worden sein. Das sagt der britische Verteidigungsminister John Healey gegenüber «Sky News».

John Healey
Der britische Verteidigungsminister John Healey sagt, zwei iranische Raketen seien in Richtung Zypern abgefeuert worden. - keystone

Grossbritannien hat im EU-Mitgliedstaat mehrere Militärbasen.

Doch: «Wir sind ziemlich sicher, dass sie nicht auf unsere Stützpunkte abgezielt waren», sagt Healey.

Er fügte jedoch hinzu, dass dies «zeigt, wie wahllos» die iranischen Vergeltungsmassnahmen seien.

Grossbritannien hatte sich nicht an den israelisch-amerikanischen Angriffen auf den Iran beteiligt.

Israel greift Ziele im Herzen von Teheran an

10.15: Erneut hat es in der iranischen Hauptstadt Teheran laute Explosionen gegeben. Die israelische Armee teilte mit, man greife «Ziele des iranischen Terrorregimes im Herzen von Teheran an». Einwohner berichteten, es handele sich offenbar um Angriffe im Stadtzentrum.

Die israelische Armee gab an, sie habe im Verlauf des vergangenen Tages grossangelegte Angriffe im Iran ausgeführt, «um die Lufthoheit herzustellen und den Weg nach Teheran zu ebnen».

Iranischer Generalstabschef bei Luftangriffen getötet

10.04: Der Iran bestätigt den Tod hochrangiger Militärs bei israelisch-amerikanischen Luftangriffen. Darunter sei auch Generalstabschef Abdolrahim Mussawi, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Tasnim. Den Angaben zufolge kamen sie während einer Sitzung des Verteidigungsrats ums Leben.

Generalstabschef Abdolrahim Mussawi
Generalstabschef Abdolrahim Mussawi wurde getötet. - Wikimedia Commons/Fars Media Corporation (CC BY 4.0)

Getötet wurden ausserdem der Oberkommandierende der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC), Mohammed Pakpur, sowie Verteidigungsminister und Unterstützungsminister der Streitkräfte, Asis Nassirsadeh. Auch der Militärberater des Obersten Führers und Sekretär des Verteidigungsrats, Ali Schamchani, gehört zu den Todesopfern.

Öltanker in der Strasse von Hormus angegriffen

09.57: Der Handelshafen von Dukm im Oman ist mit zwei Drohnen angegriffen worden. Eine der Drohnen habe eine Arbeiterunterkunft getroffen, wobei ein ausländischer Arbeiter verletzt worden sei, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Oman News Agency unter Berufung auf Sicherheitsquellen.

hormus
Die Strasse von Hormus (rot markiert) ist das wichtigste Nadelöhr für den Ölexport nach Asien (China, Indien, Japan), Westeuropa und in die USA. - OpenStreetMap

Die zweite Drohne sei in der Nähe von Treibstofftanks abgestürzt. Dabei habe es weder Verletzte noch Schäden gegeben, hiess es weiter. Die Regierung des Oman verurteilte den Angriff.

Vor der Küste des Golfstaats Oman ist nach staatlichen Angaben ein Öltanker angegriffen worden. Der Tanker «Skylight» sei etwa neun Kilometer vor der omanischen Küste bei Musandam attackiert worden, meldete die Nachrichtenagentur Oman News Agency unter Berufung auf das omanische Zentrum für maritime Sicherheit. Dabei seien vier Personen verletzt worden. Die 20-köpfige Besatzung des Schiffs unter der Flagge des pazifischen Inselstaats Palau sei evakuiert worden. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.

Der Vorfall ereignete sich nahe der Strasse von Hormus. Die iranische Nachrichtenagentur hatte gestern gemeldet, dass die iranischen Revolutionsgarden den Schiffsverkehr der strategisch wichtigen Meerenge eingeschränkt haben. Demnach erhielten Schiffe wiederholt Funkmeldungen, in denen ihnen die Durchfahrt untersagt wurde. Die Besatzungen würden aufgefordert, die Maschinen zu stoppen und sich auf ein mögliches Entern vorzubereiten, hiess es.

Die Strasse von Hormus ist eine der wichtigsten Engstellen des weltweiten Energiehandels. Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich die Meerenge. Jede Störung könnte die Energiepreise steigen lassen und die internationalen Märkte verunsichern.

09.55: Mehrere Tote nach Protesten am US-Konsulat in Pakistan

Nach der Tötung von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei sind bei Protesten am US-Konsulat in der pakistanischen Millionenstadt Karachi mehrere Demonstranten ums Leben gekommen.

«Wir haben mindestens neun Leichen erhalten», sagte Jasso Ram, Sprecher des Zivilkrankenhauses von Karatschi, der Deutschen Presse-Agentur. Demnach könne die Zahl der Opfer noch steigen. Mehr als 25 Menschen, die bei den Zusammenstössen verletzt worden waren, würden behandelt.

CIA spürte Aufenthaltsort von Chamenei auf

09.45: Der US-Auslandsgeheimdienst CIA hat laut einem Bericht der «New York Times» eine wichtige Rolle vor dem Angriff auf Irans obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei gespielt.

Ali Chamenei
Ali Chamenei wurde bei einem Angriff getötet. - keystone

Die US-Zeitung berichtete unter Berufung auf mehrere nicht genannte Personen, die mit dem Einsatz vertraut sein sollen, der Auslandsgeheimdienst habe Chamenei über Monate verfolgt und dabei Kenntnisse über seine Aufenthaltsorte und Gewohnheiten erlangt.

Die CIA soll erfahren haben, dass am Samstagmorgen in einem Gebäudekomplex im Herzen Teherans ein Treffen hochrangiger iranischer Offizieller stattfinden sollte und sich Chamenei dort aufhalten würde. Daraufhin sollen die USA und Israel den Zeitpunkt ihrer Angriffe auf den Iran angepasst haben. Ursprünglich sei laut dem Zeitungsbericht geplant gewesen, nachts anzugreifen.

Auseinandersetzungen nahe US-Botschaft in Bagdad

08.52: Nach der Tötung von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei haben Demonstranten in der irakischen Hauptstadt Bagdad versucht, in das streng gesicherte Regierungsviertel mit der US-Botschaft vorzudringen.

Demonstranten
Demonstranten versuchen, die US-Botschaft in Bagdad (Irak) zu stürmen. - Screenshot X/@le_Parisien

Nach Angaben von Augenzeugen hatten sich am Eingang zur sogenannten Grünen Zone Hunderte Menschen zum Protest versammelt. Sicherheitskräfte lösten die Menge gewaltsam auf.

Die Demonstranten versuchten demnach, die Sicherheitsbarrieren zu überwinden, um zur US-Botschaft innerhalb der Grünen Zone zu gelangen. Laut Augenzeugen setzten die Sicherheitskräfte Schlagstöcke, scharfe Munition, Tränengas und Wasserwerfer ein, um die Demonstranten auseinanderzutreiben.

Iran: Pläne der USA und Israels vereitelt

08.35: Nach den schweren Angriffen im Iran und der Tötung des Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei hat der Generalsekretär des Sicherheitsrats, Ali Laridschani, das Vorhaben der USA und Israels als «vereitelt» bezeichnet.

«Die USA und Israel haben sich verkalkuliert und wollten mit gezielten Angriffen auf militärische Einrichtungen und der Tötung hochrangiger Funktionäre Unruhe und einen Machtwechsel im Iran auslösen», sagte Laridschani laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Die Bevölkerung habe jedoch geschlossen reagiert und diese Pläne vereitelt, behauptete er.

Zugleich kündigte Laridschani an, die iranischen Streitkräfte würden die Angriffe auf US‐Stützpunkte in der Region fortsetzen.

Iraner feiern Tod von Chamenei auf den Strassen

08.14: Irans Staatsoberhaupt und oberster Religionsführer, Ajatollah Ali Chamenei, ist tot. Viele Iranerinnen und Iraner reagieren darauf mit Freude.

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Im iranischen Galleh Dar wird Chameneis Tod gefeiert. - X /@MohamadAhwaze

Auf Social Media zeigen Videos, wie Regime-Gegner auf den Strassen feiern. Eines davon aus der südiranischen Stadt Galleh Dar wurde von CNN verifiziert und lokalisiert.

Iran
Im staatlichen TV wird wegen des Tods von Chamenei geweint. - Irans Staatsfernsehen

In staatlichen Medien dagegen zeigen Moderatoren Trauer über den Tod des Ober-Mullahs. Der Iran hat eine 40-tägige Staatstrauer angekündigt.

Israels Armee: Iran greift erneut mit Raketen an

08.11: Der Iran hat nach Angaben des israelischen Militärs am Morgen erneut Raketen auf den jüdischen Staat abgefeuert. Die Abwehrsysteme seien aktiviert, um sie abzuwehren, teilte die Armee mit.

Die Bevölkerung wurde aufgerufen, in die Schutzräume zurückzukehren. In mehreren Gebieten des Landes heulten erneut die Sirenen.

In den vergangenen 24 Stunden mussten Millionen Menschen nach Armeeangaben bereits rund 20 Mal wegen Raketenangriffen des Erzfeindes Iran in die Schutzräume eilen.

Trump warnt den Iran vor Vergeltungsschlägen

07.11: US-Präsident Donald Trump hat den Iran nach den amerikanisch-israelischen Luftangriffen vor Vergeltungsschlägen gewarnt. «Das sollten sie besser nicht tun», schrieb der Republikaner in Grossbuchstaben auf der Plattform Truth Social. Sollte das passieren, werde man «mit einer noch nie zuvor gesehenen Stärke» zurückschlagen.

Donald Trump
Donald Trump warnt den Iran von weiteren Gegenschlägen. - keystone

Nach der Tötung von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei bei amerikanisch-israelischen Luftangriffen hatten die Revolutionsgarden des Landes Rache geschworen. «In Kürze werden die grössten militärischen Einsätze in der Geschichte der iranischen Streitkräfte gegen Israel und US-Stützpunkte in der Region beginnen», hiess es in einer Presseerklärung der Elitestreitmacht der Islamischen Republik.

Erneute Explosionen in Golfstaaten

07.05: Nach der Tötung von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei durch amerikanisch-israelische Angriffe sind in den arabischen Golfstaaten erneut Explosionen zu hören. Augenzeugen in der katarischen Hauptstadt Doha zufolge waren am Morgen mehrere Knallgeräusche zu hören. Der katarische Nachrichtensender Al-Jazeera meldete mindestens elf Explosionen in Doha.

Doha
Die katarische Hauptstadt Doha. - keystone

Auch in Manama, der Hauptstadt von Bahrain wurden Explosionen gemeldet. Augenzeugen berichteten von mindestens vier lauten Knallgeräuschen. Auf Social Media wurden in dem Zuge Bilder eines getroffenen und beschädigten Hotels in Manama verbreitet. Sie liessen sich zunächst nicht unabhängig verifizieren.

Israels Armee gibt nach Raketenbeschuss wieder Entwarnung

07.04: Israels Armee hat nach gemeldeten Raketenangriffen des Irans wieder Entwarnung gegeben.

Die Menschen in allen Teilen des Landes dürften die Schutzräume wieder verlassen, sollten sich aber weiter in ihrer Nähe aufhalten, teilte die Armee am Morgen mit. Zuvor waren Luftabwehrsysteme im Einsatz gewesen, um die Angriffe abzuwehren.

Chamenei-Berater: Ein Trio soll Iran vorübergehend führen

06.39: Im Iran soll nach der Tötung von Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei vorübergehend ein dreiköpfiger Rat das Land führen. Die Verantwortung für die Übergangsphase sollen Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi und ein Mitglied des Wächterrats übernehmen.

Das erklärte ein Berater des getöteten Chameneis, Mohammed Mochber, der Nachrichtenagentur Mehr zufolge. Auch die iranische Nachrichtenagentur Irna berichtete darüber.

Das Trio soll die Aufgaben Chameneis übernehmen, bis der sogenannte Expertenrat, ein Gremium aus 88 einflussreichen Geistlichen, einen Nachfolger benennt. Laut der Verfassung müsse der Expertenrat umgehend einen neuen Führer bestimmen und vorstellen, sagte Mochber.

Wer Chamenei nachfolgen könnte, ist unklar. Öffentlich hatte sich der Religionsführer dazu nicht geäussert. In den vergangenen Jahren war immer wieder dessen Sohn Modschtaba genannt worden, der bislang kaum in der Öffentlichkeit stand. Dem Staatsapparat dürfte es zudem schwerfallen, mitten im Krieg das Machtgefüge neu zu ordnen.

Wieder Raketenalarm in Israel

05.44: In Israel haben am frühen Morgen erneut die Sirenen geheult. Es seien Raketen aus dem Iran in Richtung Israel abgefeuert worden, gab die israelische Armee bekannt.

Die Luftwaffe sei im Einsatz, um die Bedrohung abzuwehren. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, den Anweisungen des Heimatschutzkommandos zu folgen. Zuvor hatten israelische Kampfflugzeuge ihre Angriffswellen gegen militärische Ziele im Iran fortgesetzt.

Trump: Chance für friedliche Lösung nach Angriffen grösser

04.47: US-Präsident Donald Trump meint: Die schweren Angriffe Israels und der USA auf den Iran haben die Chance auf eine diplomatische Lösung des Konflikts erhöht.

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Donald Trump verfolgt die Angriffe auf den Iran von Florida aus. - keystone

Dieser Weg sei jetzt deutlich leichter als noch vor einem Tag. Das sagte Trump dem Sender CBS News zufolge in einem Telefoninterview. «Weil sie heftig verprügelt werden.»

Israels Armee: Mehr als 30 weitere Ziele im Iran angegriffen

03.40: Die israelische Luftwaffe hat im Iran nach eigenen Angaben mehr als 30 weitere Ziele bombardiert. Dutzende Kampfflugzeuge hätten eine weitere Angriffswelle gegen ballistische Raketenstellungen und die Luftabwehrsysteme im Westen und im Zentrum des Irans abgeschlossen.

Ziele seien unter anderem Raketenabschussanlagen, Einrichtungen der Staatsführung und militärische Kommandozentren gewesen. Die Armee werde ihre Angriffe zur Schwächung der Militärkapazitäten des Irans fortsetzen.

Irans Revolutionsgarden kündigen Rache an

03.24: Irans Revolutionsgarden haben Rache für den Tod von Staatsoberhaupt und Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei angekündigt. «Die Mörder des Imams der Nation werden einer harten, entschiedenen und abschreckenden Strafe nicht entgehen.» Das heisst es in einer von der libanesischen Hisbollah-Miliz verbreiteten Erklärung der Elitestreitmacht des Irans.

Iran
Die iranischen Revolutionsgarden. - keystone

Die Revolutionsgarden, die Streitkräfte der Islamischen Republik und die Basidsch-Milizen würden «inneren und äusseren Verschwörungen entschieden entgegentreten» und die Aggressoren «mit einer abschreckenden und beispielhaften Antwort bestrafen.»

Das heisst es in der Erklärung weiter. Alle Teile der Gesellschaft werden darin aufgerufen, sich an der Landesverteidigung zu beteiligen und vor der Welt «Solidarität und nationale Einheit zu demonstrieren».

Menschen in den USA gehen nach Iran-Angriffen auf die Strasse

03.15: Nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran haben sich in den Vereinigten Staaten in mehreren Städten Menschen auf den Strassen versammelt. Grössere Demonstrationen fanden unter anderem in Washington, New York und Los Angeles statt.

iran usa
In den USA gibt es nach den Angriffen auf den Iran Proteste. - keystone

Teils kritisierten die Demonstrierenden das Vorgehen der USA und forderten Frieden für die Region. Andere feierten dagegen den Schlag gegen die iranische Führung.

Teil des Schweizer Botschaftspersonals wartet auf Ausreise

03.03: Das Aussendepartement hat am Samstag vier der zehn verbliebenen Mitarbeitenden der Botschaft in Teheran in die Schweiz zurückgeschickt. Wegen des gesperrten Luftraums war ihr Abflug vorerst jedoch nicht mehr möglich, wie die Nahostchefin des Aussendepartements sagte.

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Rauch steigt nach einem Angriff über Teheran auf. - keystone

«Sobald wie möglich werden sie zu den anderen in die Botschaft zurückkehren oder ausreisen.» Das sagte Monika Schmutz Kirgöz, Chefin der Abteilung Naher Osten und Nordafrika im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), in einem am Sonntag veröffentlichten Interview mit der «SonntagsZeitung».

Die vier Mitarbeitenden sassen demnach bereits im Flugzeug. Zurzeit seien sie in einem Hotel in der Nähe des Flughafens untergebracht. «Unserem Personal in den betroffenen Ländern geht es den Umständen entsprechend gut», sagte Schmutz Kirgöz.

Staatsmedien bestätigten Tod von Chamenei

02.55: Das iranische Staatsfernsehen und die staatliche Nachrichtenagentur bestätigen den Tod von Ajatollah Ali Chamenei. Er sei als «Märtyrer» getötet worden.

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Ajatollah Ali Chamenei ist tot. - keystone

Die Webseite Al-Arabiya berichtete unter Berufung auf die iranische Nachrichtenagentur Fars, eine Tochter Chameneis, ein Schwiegersohn, eine Schwiegertochter und ein Enkel seien ums Leben gekommen. Dem Sender Al-Jazeera zufolge berief sich Fars dabei auf Chamenei nahestehende Quellen.

Trump über künftige Iran-Spitze: «Einige gute Kandidaten»

02.43: US-Präsident Donald Trump sieht nach eigenen Angaben «einige gute Kandidaten» für die künftige Führung des Irans.

Auf die Frage, ob es jemanden im Iran gebe, den er gerne an der Spitze des Landes sehen würde, sagte Trump dem Sender CBS News nach dessen Angaben in einem Telefoninterview: «Ja, ich denke schon. Es gibt einige gute Kandidaten.»

G7-Aussenminister beraten über Lage im Iran

02.40: Die Aussenminister der G7-Länder wirtschaftsstarker Demokratien haben sich nach Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe gegen Ziele im Iran auf eine enge Abstimmung verständigt.

USA: Angriff auf Iran von internationalem Recht gedeckt

02.30: Die USA sehen ihren Angriff auf den Iran eigenen Angaben zufolge im Einklang mit internationalem Recht.

Die Vereinigten Staaten hätten in enger Abstimmung mit Israel rechtmässige Massnahmen gemäss Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen ergriffen. Dies sagte der UN-Botschafter der USA, Mike Waltz, bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats in New York. Artikel 51 der UN‐Charta verankert das Recht eines Landes auf Selbstverteidigung.

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Der US-Botschafter bei den UN, Mike Waltz, rechtfertigt den Angriff auf den Iran. - keystone

Waltz argumentierte, «das Regime im Iran» sei verantwortlich für eine Reihe bewaffneter Angriffe auf die Vereinigten Staaten und Israel, Verstösse gegen die UN-Charta sowie Bedrohungen des internationalen Friedens und der Sicherheit im Nahen Osten. «Es hat sogar versucht, Präsident (Donald) Trump zu ermorden», behauptete er. Das US-Justizministerium hatte dem Iran im November 2024 vorgeworfen, eine Ermordung Trumps geplant zu haben. Der Iran wies das damals vehement zurück.

Israels Armee beginnt neue Angriffswelle

02.05: Die israelische Armee hat in der Nacht nach eigenen Angaben eine neue Angriffswelle gegen Ziele im Iran begonnen. Ins Visier genommen würden Abschussstellungen für ballistische Raketen sowie die Luftabwehrsysteme des Erzfeindes, teilte die Armee in der Nacht mit.

Die Armee hatte zuvor eine weitere Angriffswelle beendet, bei der unter anderem ein wichtiges Militärdepot für ballistische Raketen attackiert worden sei.

Drohne trifft Flughafen in Bahrain

01.50: Bei einem Drohnenangriff auf den internationalen Flughafen in Bahrain ist Sachschaden entstanden. Es gebe aufgrund des Angriffs auf den Flughafen nahe der Hauptstadt Manama keine Todesopfer, erklärte das Innenministerium auf der Plattform X. Das Gelände werde gesichert.

Israel gibt nach Raketenalarm Entwarnung

01.37: Israels Armee hat nach einem gemeldeten Raketenangriff des Irans in der Nacht Entwarnung gegeben. Die Menschen in allen Teilen des Landes dürften die Schutzräume wieder verlassen, sollten sich aber weiter in ihrer Nähe aufhalten, teilte die Armee mit.

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Israel wehrt iranische Raketen ab. - keystone

Hegseth: Komplexester Lufteinsatz der Geschichte

01.30: US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat die Angriffe seines Landes gegen den Iran als «tödlichsten, komplexesten und präzisesten Lufteinsatz der Geschichte» bezeichnet. Der Iran habe seine Chance bekommen, einen Deal zu schliessen, sie aber nicht genutzt, schrieb er auf der Plattform X. «Jetzt leiden sie unter den Folgen.»

Israels Armee: Iran greift erneut mit Raketen an

01.00: Der Iran hat nach Angaben des israelischen Militärs erneut Raketen auf den jüdischen Staat abgefeuert. Die Luftabwehrsysteme seien aktiviert, um die Bedrohung abzuwehren, teilte die Armee in der Nacht mit.

Sie gab auch weitere Angriffe auf iranische Raketenstellungen bekannt. So sei ein wichtiges Depot für ballistische Raketen vom Typ Ghadr H-1 mit Hunderten Kilogramm Sprengstoff in Qom attackiert worden. Der Angriff habe die wichtigsten Offensivfähigkeiten der iranischen Staatsführung «erheblich geschwächt», hiess es.

Brand an Luxushotel in Dubai

00.40: Bei einem mutmasslich iranischen Drohnenangriff ist es an einem bekannten Luxushotel in Dubai zu einem Brand gekommen.

An der Fassade des Burj al Arab, ein über 300 Meter hoher Wolkenkratzer, sei es zu einem «kleinen Brand» gekommen. Dies teilte das Medienbüro von Dubai mit. Zivilschützer hätten umgehend reagiert und das Feuer unter Kontrolle gebracht, hiess es. Verletzte habe es nicht gegeben.

Eine Tote nach Raketeneinschlag in Tel Aviv

00.15: Bei einem iranischen Raketenangriff auf Israel ist am Abend eine Frau in Tel Aviv getötet worden. Nach Angaben des Rettungsdienstes starb sie an den Folgen ihrer schweren Verletzungen. Mindestens 21 Menschen seien bei dem Raketeneinschlag zudem verletzt worden, die meisten von ihnen leicht.

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In Tel Aviv wurde ein Gebäude bei einem israelischen Angriff getroffen. - keystoe

Schah-Sohn ruft Staatskräfte zum Umsturz auf

00.05: Der Sohn des 1979 gestürzten Schahs von Persien, Reza Pahlavi, hat die Sicherheitskräfte im Iran zum Umsturz aufgerufen. «Es ist eure letzte Gelegenheit, euch dem Volk anzuschliessen», schrieb der Exil-Politiker auf X nach der Erklärung von US-Präsident Donald Trump, dass Irans oberster Führer getötet worden sei. «Jeder Versuch der Überreste des Regimes, einen Nachfolger für Chamenei zu bestimmen, ist von vornherein zum Scheitern verurteilt.»

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Schah-Sohn Reza Pahlavi hofft auf einen Umsturz im Iran. - keystone

Er forderte die Sicherheitskräfte auf, einen Übergang zu einer freien und prosperierenden Zukunft zu unterstützen. «Der Tod des verbrecherischen Chamenei bringt zwar die Gerechtigkeit für das vergossene Blut nicht zurück, doch er kann ein Balsam für die verbrannten Herzen der Gerechtigkeit suchenden Familien sein», fügte Pahlavi hinzu.

Marco Rubio sagt Israel-Reise ab

00.03: US-Aussenminister Marco Rubio wird seine Reise nach Israel nicht wie geplant antreten. Aufgrund der aktuellen Umstände werde Rubio am Montag nicht nach Israel reisen, teilte ein Vertreter des Ministeriums auf X mit. Er machte keine Angaben dazu, ob die Reise zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden soll.

Verletzte nach «Vorfall» an Flughafen Dubai

00.01: Bei einem mutmasslich iranischen Raketenangriff am internationalen Flughafen von Dubai sind vier Menschen verletzt worden. Das Medienbüro der Metropole bestätigte einen «Vorfall», bei dem vier Mitarbeiter verletzt worden seien.

In einer der Wartehallen des Flughafens in den Vereinigten Arabischen Emiraten habe es geringe Schäden gegeben.

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