Der Drogenboss «Jaguar» des Sinaloa-Kartells ist von den mexikanischen Behörden an die USA ausgeliefert worden.
Verhaftung
Der mexikanische Drogenboss gehört zum Sinaloa-Kartell. Es gilt als das mächtigste Drogenkartell in Mexiko. - Pixabay
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Das Wichtigste in Kürze

  • Dem Drogenboss «Jaguar» werden schwerste Gewaltverbrechen vorgeworfen.
  • Nun wurde er von den mexikanischen Behörden an die USA ausgeliefert.
  • Sein früherer Chef war der Drogenboss «El Chapo».

Die mexikanischen Behörden haben einen Drogenboss an die USA ausgeliefert. Dies teilte das US-Justizministerium am Dienstag (Ortszeit) mit. José Antonio Torres Marrufo, alias «Jaguar», werden schwerste Gewaltverbrechen vorgeworfen.

Torres Marrufo gilt als eine der führenden Figuren des Sinaloa-Kartells. Dessen früherer Boss Joaquín «El Chapo» Guzmán war im Februar in einem Prozess in New York für schuldig befunden worden. Nun muss «El Chapo» lebenslang hinter Gitter.

Das Sinaloa-Kartell gilt als das mächtigste Drogenkartell in Mexiko. Es soll in grossen Mengen Kokain, Marihuana und andere Drogen in die USA schmuggeln.

Zahlreiche Anklagepunkte gegen den Drogenboss

Torres Marrufo war schon im April 2012 zusammen mit Guzmán und anderen Kartellangehörigen in den USA angeklagt worden. Er sollte noch am Mittwoch vor einem Bundesgericht in El Paso (Texas) erscheinen.

Ihm wird vorgeworfen, im September 2009 die Entführung und Ermordung eines Mannes aus Texas veranlasst zu haben. Das Kartell machte diesen für den Verlust einer Ladung von rund 300 Kilo Marihuana verantwortlich. Die Ladung war von der US-Grenzpolizei beschlagnahmt worden.

Der verstümmelte Körper des Mannes wurde in der mexikanischen Grenzstadt Juárez entdeckt. Laut Anklage wurden im Mai 2010 bei einer Hochzeitsfeier der Bräutigam, dessen Bruder und dessen Onkel entführt, gefoltert und ermordet. Dies auf Befehl Marrufos.

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