Meteorologen warnen: 2027 könnte «Jahr mit Rekord-Hitze» werden
Laut Meteorologen könnte sich ab Mitte 2026 ein Super-El-Niño entwickeln. Dieser dürfte schon dieses Jahr, aber vor allem 2027 für extreme Hitze sorgen.

Das Wichtigste in Kürze
- Ab Mitte 2026 dürfte El-Niño einsetzen. Dieser könnte besonders stark werden.
- Als Folge könnte es mehr Hitze, Dürren, Waldbrände oder Überschwemmungen geben.
- Meteorologen rechnen für 2026 und 2027 global mit Rekord-Temperaturen
Ab Jahresmitte könnte sich ein sogenanntes Super-El-Niño-Phänomen entwickeln. Das erklärte die Weltorganisation für Meteorologie (WMO).
El Niño ist ein natürliches Klimaphänomen, bei dem die Meeresoberflächentemperaturen im äquatorialen Pazifik über dem Durchschnitt liegen. Dadurch verändern sich die Wetter- und Klimamuster weltweit.
Heisst: Als Folge könnte es mehr Hitze, Dürren, Waldbrände oder Überschwemmungen geben. Laut der WMO tritt ein El Niño alle zwei bis sieben Jahre auf und hält etwa neun bis zwölf Monate.
El Niño könnte für Rekord-Temperaturen sorgen
Den letzten El Niño gab es der Organisation zufolge 2023 und 2024. Er trug dazu bei, dass 2024 das heisseste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen war.
Doch dieses Jahr scheint sich laut Daniel Swain vom «California Institute for Water Resources» etwas Grösseres anzubahnen: Für 2026 und 2027 rechnet er deshalb global mit Rekord-Temperaturen, wie die «Bild» schreibt.
Noch einen Schritt weiter geht Jeff Berardelli, Chefmeteorologe und Klimaexperte des US-Senders WFLA-TV: «Ich glaube, wir werden Wetterereignisse erleben, wie wir sie in der modernen Geschichte noch nie gesehen haben.»
2027 könnten die Auswirkungen stärker zu spüren sein
Klimatologe Tido Semmler vom irischen Wetterdienst denkt aber, dass die Auswirkungen des El Niños 2027 stärker zu spüren sein werden. Denn: «Die Erdatmosphäre braucht Zeit, um auf El Niño zu reagieren», wird er von der «Bild» zitiert.
Für 2027 sieht er deshalb «ein erhöhtes Risiko, ein Jahr mit Rekord-Hitze zu werden. Wenn sich El Niño in der zweiten Jahreshälfte von 2026 entwickelt.»
Bisher doppelt so viele Waldbrände wie im gleichen Zeitraum 2024
Bereits jetzt gab es im laufenden Jahr doppelt so viel durch Waldbrände zerstörtes Land als im gleichen Zeitraum des Jahres 2024. Weltweit sind über 150 Millionen Hektar abgebrannt.

Laut Theodore Keeping, Experte für Waldbrände am Imperial College London, könnte ein starker El Niño «das Brandrisiko im weiteren Jahresverlauf massiv erhöhen». Dabei habe die globale Feuersaison in vielen Regionen noch gar nicht ihren Höhepunkt erreicht.


















