In Japan hat ein Mann sich am Mittwoch in der Nähe des Büros von Ministerpräsident Fumio Kishida selbst in Brand gesetzt.
Weil er gegen die Pläne eines Staatsbegräbnisses für den ermordeten japanischen Premierminister, Shinzo Abe (Bild), war, hat sich ein Mann in Tokio selbst angezündet. (Archivbild)
Weil er gegen die Pläne eines Staatsbegräbnisses für den ermordeten japanischen Premierminister, Shinzo Abe (Bild), war, hat sich ein Mann in Tokio selbst angezündet. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/AP/Eugene Hoshiko
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Das Wichtigste in Kürze

  • Der Mann habe sich angezündet, nachdem er der Polizei gesagt habe, er sei gegen die Pläne eines Staatsbegräbnisses für den ermordeten ehemaligen Regierungschefs Shinzo Abe, berichtete der Sender TV Asahi.

Weder die Polizei, noch das Büro des Ministerpräsidenten wollten den Vorfall zunächst kommentieren.

Dem Sender zufolge wurde ein Polizist beim Versuch das Feuer zu löschen verletzt. Die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete übereinstimmend mit anderen Medien, die Polizei sei gerufen worden, weil ein Mann in Flammen gestanden habe. Demnach wurde eine Nachricht in der Nähe des Mannes gefunden, die dessen Widerstand gegen das Begräbnis ausdrückte.

Abe war im Juli bei einer Wahlkampfveranstaltung erschossen worden. Zu seinem Staatsbegräbnis am 27. September erwartet die Regierung dutzende Staats- und Regierungschefs aus aller Welt. Staatsbegräbnisse sind selten in Japan und die Entscheidung für eine solche Zeremonie für Abe ist unter den Japanern umstritten. Umfragen zufolge ist mehr als die Hälfte von ihnen dagegen.

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