Die westafrikanische Staatengemeinschaft Ecowas verhängte strikte Sanktionen, die von der Militärjunta in Mali als «illegal» bezeichnet wurden. Diese reagiert.
Junta und Ecowas-Delegation bei Gesprächen in Mali
Junta und Ecowas-Delegation bei Gesprächen in Mali - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Ecowas Staats- und Regierungschefs kündigten strikte Sanktionen an.
  • Dies zuungunsten von Mali.
  • Der Staat nannte die verhängten Massnahmen «illegal und illegitim».

Die verhängten Sanktionen der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas wurden von der Militärjunta in Mali als «illegal und illegitim» bezeichnet. Zudem kündigte die Interimsregierung des Sahelstaates die Schliessung aller Grenzen zu den Ecowas-Mitgliedsländern an.

Zuvor hatten die Ecowas-Staats- und Regierungschefs Grenzschliessungen angekündigt. Dasselbe galt für das Einfrieren aller nicht lebenswichtigen Handelsbeziehungen und Finanzmittel Malis bei der Ecowas-Zentralbank.

Alle Botschafter der Staatengruppe werden zudem aus Malis Hauptstadt Bamako abgezogen.

Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft zeigt sich enttäuscht

Der Krisenstaat hat seit 2012 drei Militärputsche erlebt und ist politisch äusserst instabil. Die Ecowas-Staats- und Regierungschefs hatten sich enttäuscht über die Ankündigung der Interimsregierung gezeigt. Dies, da die Neuwahlen in Mali statt Ende Februar erst in vier Jahren abgehalten werden sollen.

Assimi Goïta
Assimi Goïta ist Malis Präsident. - dpa

In der Abschlusserklärung wird die von der Interimsregierung vorgeschlagene Frist bis zu Neuwahlen von vier Jahren als «total inakzeptabel» kritisiert: «Dieser Zeitplan bedeutet lediglich, dass eine illegitime militärische Übergangsregierung das malische Volk die nächsten fünf Jahre in Geiselhaft nehmen wird.»

Der französischen Ex-Kolonie mit ihren 20 Millionen Einwohnern machen seit Jahren islamistische Terrorgruppen zu schaffen. Die deutschen Streitkräfte sind in Mali mit gut 1350 Soldaten als Teil der EUTM sowie der UN-Friedensmission Minusma im Einsatz.

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