Libyens Wahlkommission lehnt Kandidatur von Gaddafi-Sohn ab

    Keystone-SDA
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    Libyen,

    Gadaffi-Sohn Saif al-Islam al-Gadaffi wird nicht zur Wahl in Libyen zugelassen. Er ist einer von 25, welche die Bedingungen für eine Kandidatur nicht erfüllen.

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    Saif al-Islam Gaddafi (links) reicht seine Präsidentschaftskandidatur ein. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Saif al-Islam al-Gaddafi wird nicht zur Wahl in Libyen zugelassen.
    • Grund ist seine Verurteilung.

    Die libysche Wahlkommission hat die Kandidatur eines Sohnes des früheren Langzeitherrschers Muammar al-Gaddafi bei der Präsidentenwahl abgelehnt. Saif al-Islam al-Gaddafi gehöre zu insgesamt 25 Bewerbern, die die Bedingungen für eine Kandidatur nicht erfüllten. So teilte die Wahlkommission am Mittwochabend mit.

    Als Grund führte sie an, dass dieser bereits einmal verurteilt worden war. Die abgelehnten Bewerber können die Entscheidung jedoch anfechten.

    Internationaler Strafgerichtshof fordert Auslieferung

    Der Gaddafi-Sohn hatte die brutale Niederschlagung von Protesten gegen seinen später getöteten Vater im Jahr 2011 unterstützt.

    Ihm wurde vorgeworfen, im Rahmen der Aufstände zur Tötung friedlicher Demonstranten aufgerufen zu haben. Seit 2014 fordert der Internationale Strafgerichtshof seine Auslieferung, um ihm wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit den Prozess zu machen. 2015 wurde er von einem Gericht in Tripolis in Abwesenheit zum Tode verurteilt.

    Gaddafi hatte seine Kandidatur bei der für den 24. Dezember geplanten Wahl vor zehn Tagen eingereicht. Dabei zeigte er sich das erste Mal seit Jahren in der Öffentlichkeit. Wegen anhaltender Auseinandersetzungen zwischen den politischen Kontrahenten ist derzeit unklar, ob die Wahl am geplanten Datum stattfindet.

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