«Lächerlich»: Iran widerspricht Trump bei Waffenruhe-Frage
Im Nahen Osten tobt der Krieg weiter. Nun spricht Trump erneut von einem baldigen Ende und sagt: «Es braucht keinen Deal mit Iran».

Das Wichtigste in Kürze
- Seit einem Monat tobt im Nahen Osten ein Krieg.
- Die USA haben einen Friedensplan vorgelegt, den Teheran gekontert hat.
- Im Ticker erfährst alles zu den neusten Entwicklungen rund um den Iran-Krieg.
In der fünften Woche des Kriegs setzen Israel und die USA ihre Angriffe im Iran fort, während Teheran mit Raketen auf Israel und Ziele in den Golfstaaten reagiert. Der Iran hält zudem die für den globalen Ölhandel zentrale Strasse von Hormus weiterhin faktisch geschlossen.
Die USA und der Iran stehen indirekt miteinander in Kontakt, doch eine Vereinbarung scheint in weiter Ferne. In der Nacht auf Mittwoch hat Donald Trump nun angekündigt, dass er trotzdem ein baldiges Ende für die US-Angriffe im Nahen Osten sehe.
Laut dem US-Präsidenten brauche es nämlich für einen Rückzug keinen Deal mit Teheran. Auch zur Strasse von Hormus äusserte er sich und meinte, dass diese nach dem Ende der US-Militäraktion Sache anderer Länder sein werde,
«Ich denke, es wird sehr sicher sein, aber wir haben damit nichts zu tun», sagte Trump im Weissen Haus.
Im Ticker von Nau.ch bleibst du zu den neusten Entwicklungen rund um den Iran-Krieg auf dem Laufenden.
Medien: Grösster Raketenangriff auf Israel seit Kriegsbeginn
17.28: Der Iran hat Israel kurz vor Beginn des Pessach-Festes massiv mit Raketen angegriffen. Allein in Tel Aviv gab es nach Angaben von Augenzeugen sechsmal Raketenalarm innerhalb einer Stunde.

Die «Times of Israel» berichtete unter Berufung auf die Armee, dass es sich um den grössten iranischen Raketenangriff auf Israel seit Beginn des Krieges gehandelt habe.
Etwa zehn ballistische Raketen seien auf Zentralisrael abgefeuert worden. Über mögliche Opfer und Schäden lagen bislang keine bestätigten Informationen vor.
Krisenschalte zur Blockade der Strasse von Hormus
16.51: Die britische Aussenministerin Yvette Cooper beruft eine Krisensitzung zur vom Iran weitestgehend blockierten Strasse von Hormus mit internationalen Partnern ein.
Premierminister Keir Starmer sagte während einer Pressekonferenz, die Partner würden noch im Laufe dieser Woche zusammenkommen.

«Dort werden wir alle tragfähigen diplomatischen und politischen Massnahmen prüfen, die wir ergreifen können, um die Freiheit der Schifffahrt wiederherzustellen, die Sicherheit der festgesetzten Schiffe und Seeleute zu gewährleisten und den Transport lebenswichtiger Güter wieder aufzunehmen», sagte er.
Das Nachrichtenportal «Politico» berichtete unter Berufung auf eine Regierungsquelle, das Treffen sei für diesen Donnerstag geplant.
Iran widerspricht Trump
16.48: Der Iran hat US-Präsident Donald Trump widersprochen, nachdem dieser behauptete, der Iran habe eine Waffenruhe angeboten.

Die Äusserungen Trumps seien haltlos und falsch, erklärte das iranische Aussenministerium im Staatsfernsehen. Auch die Strasse von Hormus sei weiterhin unter der Kontrolle Irans.
Man werde sie auch nicht wegen des «lächerlichen Schauspiels des US-Präsidenten» öffnen, so Iran weiter.
UN-Hochkommissar: Bürgerrechte wegen Nahost-Krieg bedroht
15.42: In vielen Ländern des Nahen und Mittleren Ostens ist die Meinungsfreiheit nach UN-Angaben wegen des Kriegs in Gefahr.
Volker Türk, der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, berichtete von rund 3000 Festnahmen seit Kriegsbeginn.

In der gesamten Region würden Regierungen Sicherheitsmassnahmen verschärfen sowie die Rede- und Versammlungsfreiheit stark einschränken, kritisierte der österreichische UN-Diplomat.
Der Krieg begann Ende Februar mit israelischen und US-Angriffen auf Israel. Nicht nur Israel, sondern auch verschiedene Golfstaaten sind seitdem zu Zielen iranischer Gegenschläge geworden.
Swiss plant wegen Nahostkrise mehr Flüge nach Europa
15.27: Wegen ausfallender Flüge in den Nahen Osten verstärkt die Fluggesellschaft Swiss über die Sommermonate ihre Kurzstreckenverbindungen in Europa.
Die neuen Flüge führen zu Ferienreisezielen in Südeuropa und nach Stockholm, wie die Swiss am Mittwoch mitteilte.

Zwischen Mai und September 2026 würden insgesamt 74 zusätzliche Verbindungen zwischen der Schweiz und verschiedenen europäischen Destinationen durchgeführt, heisst es.
So könne die Fluggesellschaft frei gewordene Kapazitäten aus den gestrichenen Verbindungen in den Nahen Osten neu nutzen.
Trump: «Iran hat um Waffenruhe gebeten»
15.04: Donald Trump hat behauptet, der Iran habe ihn um eine Waffenruhe gebeten. Auf Truth Social schreibt der US-Präsident:
«Der neue Präsident des iranischen Regimes, deutlich weniger radikal und wesentlich intelligenter als seine Vorgänger, hat soeben die Vereinigten Staaten von Amerika um eine Waffenruhe gebeten.»

Und weiter: «Wir werden das prüfen, sobald die Strasse von Hormus offen, frei und sicher ist. Bis dahin vernichten wir Iran vollständig – oder, wie man sagt, schicken ihn zurück in die Steinzeit!!!»
Israel: Haben hochrangigen Hisbollah-Kommandeur getötet
13.46: Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben einen hochrangigen Kommandeur der Hisbollah in der libanesischen Hauptstadt Beirut getötet. Es soll sich dabei um den Kommandeur der «südlichen Front», Jusuf Ismail Haschem, gehandelt haben.
Er habe eine zentrale Rolle in der Hisbollah gespielt. Die Schiitenorganisation äusserte sich zunächst nicht selbst. Libanesische Medien berichteten jedoch, die Hisbollah habe seinen Tod bestätigt.

Bei dem Angriff in der Nacht in einem Viertel am südlichen Stadtrand wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums insgesamt sieben Menschen getötet. 26 weitere Personen seien verletzt worden. Nach Angaben der Hisbollah war unter den Toten auch Mohammad Baqir Al-Nabulsi, ein bekanntes Hisbollah-Mitglied.
Der Angriff ereignete sich kurz nach Mitternacht. Eine Reporterin der Deutschen Presse-Agentur (dpa) berichtete von mindestens drei Explosionen, die über der Hauptstadt zu hören gewesen seien.
Anschlagsversuch auf Bank of America in Paris: Ermittler prüfen Iran-Spur
12.33: Nach dem vereitelten Anschlag auf eine US-Bank in Paris am Wochenende sieht die Anti-Terrorstaatsanwaltschaft eine Verbindung zu einer proiranischen Gruppierung.
Diese habe zuvor in sozialen Medien ein Propagandavideo veröffentlicht und die Pariser Zentrale der Bank of America als Ziel benannt, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Die Vorgehensweise ähnele der anderer Anschläge in europäischen Ländern, die die bislang unbekannte Gruppierung Harakat Ashab al-Jamin al-Islamia in den vergangenen Wochen für sich reklamiert habe.
Trump droht in Interview mit Nato-Austritt
11.38: US-Präsident Donald Trump zieht nach eigenen Angaben einen Austritt der USA aus der Nato ernsthaft in Betracht.
Als Grund nennt er die aus seiner Sicht unzureichende Unterstützung der Verbündeten für den US-Militäreinsatz gegen den Iran, wie der «Daily Telegraph» berichtet.

Auf die Frage, ob er die Mitgliedschaft infrage stelle, sagte Trump: «Oh ja, das geht über eine blosse Überlegung hinaus.»
Er habe schon länger Zweifel an der Verlässlichkeit des Bündnisses. «Ich habe immer gewusst, dass sie ein Papiertiger ist – und Putin weiss das auch», so Trump.
Iran-Krieg bremst Wachstum in Deutschland und treibt Inflation
11.02: Die Folgen des Iran-Kriegs bremsen das Wirtschaftswachstum in Deutschland aus. Führende Forschungsinstitute rechnen damit, dass das Bruttoinlandsprodukt 2026 nur noch um 0,6 Prozent zulegt, wie die Institute in Berlin mitteilten.
Vor rund einem halben Jahr hatten sie noch mit einem Wachstum von 1,3 Prozent gerechnet.

«Der Energiepreisschock im Zuge des Iran-Krieges trifft die Erholung hart, gleichzeitig stützt aber die expansive Fiskalpolitik die Binnenwirtschaft und verhindert ein stärkeres Abrutschen», sagt Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.
2027 erwarten die Institute ein Wachstum von 0,9 Prozent. Auch das ist deutlich pessimistischer: Zuvor hatten sie mit 1,4 Prozent gerechnet.
Katar: Öltanker von Rakete getroffen
10.20: Ein Öltanker ist in katarischen Hoheitsgewässern von einer Rakete getroffen worden. Es gebe keine Verletzten, teilte das Verteidigungsministerium von Katar auf X mit.

Drei Marschflugkörper seien aus dem Iran abgefeuert worden. Zwei davon konnten abgefangen werden, wie es in der Mitteilung weiter heiss. Das getroffene Schiff sei vom staatlichen Energiekonzern QatarEnergy gechartert gewesen. Massnahmen, um die Crew des Schiffs zu evakuieren, seien eingeleitet.
Über das Ausmass der Schäden am Schiff oder austretendes Öl wurde zunächst nichts bekannt.
Wieder Angriffe der Huthi-Miliz auf Israel
10.03: Die proiranische Huthi-Miliz im Jemen hat Israel wieder angegriffen. Israelische Streitkräfte hätten nach eigenen Angaben den Start einer Rakete vom Jemen aus in Richtung des Landes ausgemacht, hiess es am frühen Morgen. Luftverteidigungssysteme seien aktiv.
Ein Sprecher der Miliz sagte im Huthi-nahen TV-Sender Al-Masirah, dass die Huthi einen Raketenangriff auf Israel gestartet hätten.
Zu Beginn des Iran-Kriegs hatte sich die Huthi-Miliz noch zurückgehalten. Seit dem Wochenende griffen die vom Iran unterstützten militanten Islamisten Israel mehrfach an. Die Miliz kündigte «volle und unerschütterliche Solidarität» mit Teheran an.
Hoffnung im Iran-Krieg treibt SMI an
09.30: Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch nach Aussagen von Trump und dem iranischen Präsidenten zu einer kräftigen Erholungsbewegung angesetzt. Zum Start springt der SMI mit plus 1,9 Prozent auf 13'019 Punkte und damit wieder über die wichtige Marke von 13'000.
Schwere Bombardierungen am frühen Morgen in Teheran
9.12: Im Morgengrauen ist die iranische Hauptstadt Teheran wieder von schweren Bombardierungen erschüttert worden. Nutzer in den sozialen Medien teilten Fotos, auf denen dichte Rauchwolken zu sehen waren, die über den Dächern im Nordosten der Millionenmetropole aufstiegen.

Ein Luftangriff soll sich im Viertel Nobonjad ereignet haben, wo ein Komplex der Verteidigungsindustrie angesiedelt ist. Auch in anderen Stadtteilen Teherans, wo rund 15 Millionen Menschen leben, gab es Bombardierungen.
Im Stadtzentrum nahe dem Haft-e-Tir-Platz etwa meldeten Bewohner kurz vor 6.00 Uhr Teheraner Zeit eine neue Angriffswelle. «Ich bin wie eine erschrockene Katze hochgesprungen. Ich schreibe dir, weil es mir ein Gefühl gibt, am Leben zu sein», zitierte der bekannte Netzaktivist Vahid eine Nachricht, die er aus Teheran erhielt.
Diesel in der Schweiz seit Kriegsausbruch 22 Prozent teurer
08.37: Der Iran-Krieg hat die Treibstoffpreise in der Schweiz spürbar in die Höhe getrieben. In den über vier Wochen seit Kriegsausbruch verteuerte sich Diesel um 22 Prozent auf durchschnittlich 2,13 Franken pro Liter. Der Preis für Bleifrei 95 stieg im gleichen Zeitraum um 11 Prozent auf 1,82 Franken.
Das zeigt eine aktuelle Auswertung des TCS-Benzinpreisradars, die konkrete Zahlen zur Preisentwicklung an Schweizer Tankstellen seit Kriegsausbruch liefert, schrieb der Touring Club Schweiz am Mittwoch in einem Communiqué. Der stärkere Preisanstieg beim Diesel erklärt sich durch die höhere Nachfrage in der Industrie.

Der TCS Benzinpreisradar basiert auf Preisangaben aus der User-Community und wird vom TCS nicht kontrolliert. Dank breiter Abdeckung gelten die Daten laut TCS jedoch als realistischer Indikator für die aktuelle Preisentwicklung an Schweizer Tankstellen. Die Analyse stütze sich auf rund 3500 Tankstellen, deren Preise zwischen dem 28. Februar und 28. März aktualisiert wurden.
Parallel dazu publiziert der TCS eine eigene Schätzung der aktuellen Diesel- und Benzinpreise in der Schweiz. Diese wird von TCS-Experten aufgrund von Informationen aus verschiedenen Quellen und Stichproben erhoben.
In dieser Betrachtung hat sich der durchschnittliche Preis für einen Liter Diesel per 25. März gar auf 2,19 Franken erhöht, nach 1,79 Franken vor Kriegsausbruch. Und laut der TCS-Schätzung kostete der Liter Bleifrei 95 zuletzt 1,87 Franken.
Israels Armee: Bisher mehr als 800 Luftangriffe im Iran
07.02: Die israelische Luftwaffe hat seit Beginn des gemeinsam mit den USA geführten Krieges mehr als 800 Angriffe im Iran geflogen. Dabei seien rund 16'000 verschiedene Munitionstypen eingesetzt worden, teilte die Armee am frühen Morgen mit.

Gemeinsam mit den Geheimdiensten würden die «gezielten Angriffe» gegen das iranische «Terrorregime» fortgesetzt, hiess es. Derweil habe man weitere grossangelegte Angriffe gegen Infrastruktur des iranischen Machtapparats beendet. Der von Israel und den USA begonnene Krieg befindet sich bereits in der fünften Woche.
Kuwaits Flughafen von Drohnen angegriffen
05.03: Kuwait ist erneut unter Beschuss durch Drohnen geraten. Treibstofftanks am internationalen Flughafen seien getroffen worden, teilte die Zivilluftfahrtbehörde des Landes in der Nacht auf der Plattform X mit. Einsatzkräfte seien im Einsatz. Nach ersten Erkenntnissen sei durch den Beschuss nur Sachschaden entstanden. Berichte über Verletzte gebe es nicht.
Drohnenbeschuss in Kurdenregion im Nordirak
04.30: Im Norden des Iraks ist es zu Drohnenangriffen gekommen. In Erbil, der Hauptstadt der autonomen Region Kurdistan, habe es in der Nacht Attacken mit rund 20 Drohnen gegeben, teilte eine Quelle in der Regionalregierung Kurdistan der Deutschen Presse-Agentur mit. Es gebe erheblichen Schaden an zivilen Gebäuden in mehreren Stadtteilen aufgrund herabfallender Trümmerteile. Berichte über Tote oder Verletzte lagen zunächst nicht vor.
Auch war unklar, wer für die Angriffe verantwortlich war. Im Zuge des Iran-Kriegs waren zuvor iranisch-kurdische Gruppen im Irak zunehmend ins Visier Teherans geraten. Zum Teil wurden jüngste Angriffe im Irak mit dem Iran verbündeten Milizen zugeschrieben.
Behörde: Tanker vor Katar beschossen
03.12: Vor der Küste des Golfstaats Katar ist ein Tanker unter Beschuss geraten. Das Schiff sei rund 31 Kilometer nördlich der Hauptstadt Doha von einem nicht näher beschriebenen Projektil getroffen worden, teilte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) mit. Es sei ein Schaden im Rumpf oberhalb Wasseroberfläche entstanden. Die Besatzung sei in Sicherheit. Wer für den Angriff verantwortlich war, blieb zunächst unklar.

Trump kündigt «wichtige» Rede zum Iran-Krieg an
02.23: US-Präsident Donald Trump hat eine «wichtige» Rede zum Stand des Iran-Kriegs angekündigt. Er werde am Mittwoch um 21.00 Uhr Ortszeit (3.00 Uhr MESZ am Donnerstag) in einer Rede an die Nation ein «wichtiges Update» zum Iran geben, teilte seine Sprecherin Karoline Leavitt mit.
Israels Armee bombardiert erneut Ziele in Beirut
01.40: Die israelische Luftwaffe hat in der Nacht erneut schwere Luftangriffe auf Ziele in der libanesischen Hauptstadt Beirut ausgeführt. Es seien ein ranghoher Kommandeur der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz sowie ein weiterer «Terrorist» getroffen worden, teilte die israelische Armee auf Telegram mit. Nach vorläufigen Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden bei den Angriffen mindestens fünf Menschen getötet und 21 weitere verletzt.
Bewohner berichteten von lauten Explosionen und Bränden in der Nähe des internationalen Flughafens von Beirut. Die Hisbollah hatte zuvor erneut Raketen und Drohnen auf den Norden Israels gefeuert. Der israelische Rettungsdienst meldete mehrere Verletzte, darunter auch ein Kind, das leicht verletzt worden sei.
Israel: Fabrik für Irans Chemiewaffen-Entwicklung attackiert
01.15: Israels Armee hat nach eigenen Angaben im Iran einen Hauptlieferanten für die mutmassliche Entwicklung von Chemiewaffen bombardiert.
Das Werk, das sich als ziviles Unternehmen ausgegeben habe, habe dem Machtapparat chemische Substanzen, darunter Fentanyl, für die Forschung und Entwicklung chemischer Waffen geliefert, behauptete die Armee in der Nacht.
Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Es ist nicht bekannt, ob der Iran zuletzt tatsächlich an der Entwicklung von Chemiewaffen für den militärischen Einsatz arbeitete.
Trump über Hormus: «Wir haben damit nichts zu tun»
01.01: Bei seiner Ansprache im Weissen Haus erwähnte Trump auch die Strasse von Hormus. Er bekräftigte, dass es nach dem Ende der US-Militäraktion Sache anderer Länder sein werde, Öltanker durch die Strasse von Hormus zu bekommen – als Beispiel nannte er etwa Frankreich.
«Ich denke, es wird sehr sicher sein, aber wir haben damit nichts zu tun», sagte Trump. Chinesische Tanker etwa würden die Meerenge passieren und aufgefüllt werden und sich um sich selbst kümmern. «Wir haben keinen Grund, das zu tun.»
Trump: Wiederaufbau des Irans wird 15 bis 20 Jahre dauern
01.00: In seiner Ansprache im Weissen Haus, sprach Trump auch über die Zukunft des Iran und sagte, dass der Wiederaufbau nach den intensiven US-israelischen Angriffen «15 bis 20 Jahre» dauern würde.
«Wir wollen alles zerstören, was sie haben», sagte er zu Reportern. «Wir haben sie zurückgeworfen. Es wird 15 bis 20 Jahre dauern, bis sie das wieder aufgebaut haben, was wir ihnen angetan haben.»

Trump behauptete, dass der Iran keine Marine, kein Heer, keine Luftwaffe, keine Telekommunikation, keine Flugabwehrsysteme und auch «keine Anführer» mehr habe.
„Wenn sie an den Verhandlungstisch kommen, wäre das gut. Aber es spielt keine Rolle, ob sie an den Verhandlungstisch kommen oder nicht“, fügte Trump hinzu.
Trump erwartet Ende der Angriffe im Iran in wenigen Wochen
00.45: Die USA werden ihre Angriffe im Iran nach Angaben von US-Präsident Donald Trump in zwei bis drei Wochen beendet haben.
Nach seinem Interview mit «NBC» spricht Donald Trump nun noch im Weissen Haus über den Iran-Krieg. Dabei meinte er, dass die USA ihre Angriffe in zwei bis drei Wochen beendet haben werden.

Er denke, sein Land werde noch «vielleicht zwei Wochen, vielleicht ein paar Tage länger» brauchen, sagte der US-Präsident bei seiner Ansprache. Er betonte weiter, dass es keinen Deal mit dem Iran brauche, um die US-Angriffe auf Teheran zu beenden.
Ausserdem sagte Trump, das Ziel seiner Militäroperation gegen den Iran sei, dass sie «keine Atomwaffe» entwickeln könnten. «Dieses Ziel wurde erreicht. Sie besitzen keine Atomwaffen.» Ein Regimewechsel sei nicht das Ziel, so der US-Präsident.
Trump spricht von baldigem Kriegsende
23.30: In einem Interview mit «NBC» hat Trump gesagt, der Krieg im Iran komme «einem Ende» nahe. Der US-Präsident behauptete ausserdem, dass die USA «sehr gut dastehe» und dass er erwarte, dass die Kämpfe bald beendet würden. Ein Datum nannte er jedoch nicht.
Iran zögert bei Gesprächen mit den USA über Kriegsende
23.15: Der Iran hat laut Aussenminister Abbas Araghtschi noch keine Entscheidung über Verhandlungen mit den USA getroffen. Araghtschi sagte dem arabischen Sender Al Jazeera, sein Land habe Vorbehalte. «Wir haben keinerlei Vertrauen, dass Verhandlungen mit den USA zu Ergebnissen führen werden. Das Vertrauen liegt bei null», sagte der Chefdiplomat.
Ausserdem werde der Iran nur eine vollständige Einstellung der Feindseligkeiten in der Region akzeptieren, jedoch keine allein auf sein Land beschränkte Waffenruhe. Damit meint Araghtschi auch die Angriffe auf mit dem Iran verbündete Gruppen wie die libanesische Hisbollah.

Der Aussenminister äusserte sich auch erstmals zur Kommunikation mit der US-Regierung. Demnach steht er im Kontakt mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff. Nachrichten würden über das iranische Aussenministerium übermittelt oder dort empfangen.
Laut Araghtschi hat die Führung in Teheran weder auf die 15 amerikanischen Vorschläge geantwortet noch eigene Vorschläge oder Bedingungen formuliert.
Länder im UN-Sicherheitsrat verurteilen Tod von UN-Soldaten
22.01: Mehrere Mitgliedsländer des UN-Sicherheitsrats haben die tödlichen Zwischenfälle mit Blauhelmsoldaten im Libanon verurteilt. Unter anderem Frankreich, Grossbritannien, China und Russland missbilligten während einer Sitzung in New York die Vorfälle, bei denen drei indonesische UN-Soldaten durch Explosionen getötet worden waren.
Die Vereinten Nationen haben Ermittlungen aufgenommen, um die Hintergründe zu den Explosionen herauszufinden.












