Behörde darf Trumps alte Steuererklärungen nicht mehr prüfen
Die US-Steuerbehörde darf auf Betreiben der Regierung keine früheren Steuererklärungen von Präsident Donald Trump mehr prüfen.

Das Wichtigste in Kürze
- Künftig darf die US-Steuerbehörde keine früheren Steuererklärungen von Trump mehr prüfen.
- Der US-Präsident hatte die Steuerbehörde zuvor auf mindestens zehn Mrd. Dollar verklagt.
- Der Vergleich wurde von Trumps amtierenden Justizminister Todd Blanche unterzeichnet.
Die US-Steuerbehörde darf frühere Steuererklärungen von US-Präsident Donald Trump künftig nicht mehr prüfen.
Das geht aus dem zweiten Teil eines juristischen Vergleich mit dem US-Justizministerium hervor, der jetzt publik wurde.
Trump hatte die Steuerbehörde IRS auf mindestens zehn Milliarden Dollar Schadenersatz verklagt. Ein Mitarbeiter soll während Trumps erster Amtszeit (2017-2021) unrechtmässig Steuerdaten der Trump Organization verschafft haben. Diese soll er zudem an mehrere Medien weitergegeben haben.
Prüfverzicht «auf ewig» zugesichert
Der «auf ewig» zugesicherte Prüfverzicht der Behörde umfasst alle Kläger. Zu denen gehören neben Trump auch die Familienfirma Trump Organization. Auch die Söhne des Präsidenten, Eric Trump und Donald Trump Jr., sind gelistet.

Sie sind vor sämtlichen Forderungen in Bezug auf Steuererklärungen geschützt, die bis dato eingereicht wurden. Ebenso wie alle mit ihnen verwandten oder anderweitig verbundenen Personen, Unternehmen und Stiftungen.
Unterzeichnet ist der weitreichende Vergleich vom amtierenden Justizminister Todd Blanche. Ihn hatte Trump erst vor wenigen Wochen an die Spitze des Ministeriums gesetzt.
Parallelen mit dem Sturm auf das Kapitol
Den ersten Teil des Vergleichs, für den im Gegenzug die Klage fallengelassen wurde, hatte das Ministerium bereits am Montag veröffentlicht.
Demnach sollen rund 1,8 Milliarden US-Dollar (etwa 1,5 Mrd. Euro) in einen neuen Fonds fliessen. Mit diesem sollen angebliche Opfer von politisch oder ideologisch motiviertem Vorgehen des Staates entschädigt werden.
Mehreren US-Medien zufolge könnte der Fonds etwa Trump-Anhängern zugutekommen, die beim Kapitol-Sturm dabei gewesen waren und dafür angeklagt wurden. Der Republikaner sprach in diesem Zusammenhang immer wieder von politisch motivierter Strafverfolgung.
Trumps Steuern sind in den USA ein Dauerthema: Anders als frühere Präsidenten hatte er sich heftig gegen eine Veröffentlichung seiner Steuerklärung gewehrt. Er war bis vor den Obersten Gerichtshof gezogen.
Nach jahrelangen rechtlichen Auseinandersetzungen veröffentlichte ein Ausschuss des Repräsentantenhauses 2022 mehrere Tausend Seiten an Steuerdokumenten. Die Unterlagen zeigten unter anderem, dass Trump in mehreren Jahren kaum oder gar keine Einkommensteuer auf Bundesebene zahlte. Dies, obwohl er sich stets mit seinem Reichtum brüstete.












