Trump nannte ihn Versager: Republikaner Massie verliert Vorwahl
Trump bekam, was er forderte: Sein parteiinterner Kritiker Thomas Massie scheitert in Kentucky bereits an der republikanischen Vorwahl.

Der bei US-Präsident Donald Trump in Ungnade gefallene Republikaner Thomas Massie ist aus dem Rennen um die Zwischenwahlen im Bundesstaat Kentucky ausgeschieden.
Sein parteiinterner Kontrahent Ed Gallrein lag nach Auszählung fast aller Stimmen uneinholbar vorn, wie der Sender CNN berichtete. Damit ist klar, dass Massie bei der Wahl für das Repräsentantenhaus im November nicht für die Republikaner antreten wird.
Die Vorwahl stand besonders im Fokus, weil Massie immer wieder Stellung gegen Trumps Krieg im Iran bezog. Zudem war er es, der gemeinsam mit dem Demokraten Ro Khanna das Gesetz für die Veröffentlichung der Ermittlungsakten im Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein voranbrachte.
Trump schiesst scharf gegen Massie
Noch am Wahltag veröffentlichte Trump eine Kaskade an Posts, in denen er Massie wahlweise als schlechtesten Kongressabgeordneten der US-Geschichte oder als schlechtesten Abgeordneten seiner Partei bezeichnete. Trumps Appell: «Kentucky, schmeisst diesen VERSAGER bei der Wahl am Dienstag aus der Politik!»
Nach 14 Jahren im Kongress ist Massie in seiner Partei ein bekanntes Gesicht. Die Vorwahl galt deshalb auch als Test, wie gut Trump die republikanische Wählerbasis mobilisieren kann.
Im November stehen in den Vereinigten Staaten die Zwischenwahlen an, bei denen das Repräsentantenhaus und ein Teil des Senats neu gewählt werden. Verlieren die Republikaner auch nur in einer der beiden Kammern ihre aktuell sehr knappe Mehrheit, wird Trump keine grösseren Gesetzesinitiativen mehr durchsetzen können. Zudem müsste er sich möglicherweise auf ein weiteres Amtsenthebungsverfahren einstellen.
















