Wladimir Putin stellt sich am 30. Juni und damit wenige Monate vor der Parlamentswahl bei der Sendung «Der direkte Draht» wieder den Fragen seiner Landsleute.
Wladimir Putin Alexej Nawalny
Russlands Präsident Wladimir Putin. (Archivbild) - Keystone

Wie der Kreml am Sonntag mitteilte, können Bürger unter anderem telefonisch oder auf der Internetseite moskva-putinu.ru ihre Fragen einreichen. Bei der Bürgersprechstunde muss sich der 68 Jahre alte Putin, der seit mehr als 21 Jahren an der Macht ist, immer wieder auch scharfe Kritik anhören. In diesem Jahr dürfte sich die Sendung zudem um die Parlamentswahl drehen, die für den 19. September angesetzt ist. Mehrere Fernseh- und Radiosender übertragen die Fragerunde.

Die Medienshow hat in der Regel ein Millionenpublikum. Im vergangenen Jahr liess Putin den «direkten Draht» mit den Bürgern inmitten einer wachsenden Proteststimmung während der Corona-Pandemie absagen. 2019 hatte er in mehr als vier Stunden auf etwa 80 Fragen geantwortet. Dabei schlug ihm teils scharfe Kritik entgegen - etwa wegen sinkender Einkommen und Problemen im Gesundheitswesen. Die Unzufriedenheit der Bürger ist auch im Wahljahr gross, wie aus Umfragen hervorgeht.

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