Am 25. Dezember tötete ein Selbstmordattentäter in Kongo sich selbst und mindestens fünf weitere Menschen in einem Restaurant.
Polizisten inspizieren den Ort einer Bombenexplosion in Beni. Foto: Al-Hadji Kudra Maliro/AP/dpa
Polizisten inspizieren den Ort einer Bombenexplosion in Beni. Foto: Al-Hadji Kudra Maliro/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Al-Hadji Kudra Maliro

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei einem Selbstmordattentat im Osten Kongos wurden mindestens sechs Menschen getötet.
  • Der Anschlag ereignete sich in einem Restaurant in der Stadt Beni.
  • Die Regierung macht die Rebellengruppe ADF für das Attentat verantwortlich.

Ein Selbstmordattentäter hat im Osten der Demokratischen Republik Kongo mindestens fünf Menschen getötet und mehrere andere verletzt. «Er hat sich selbst und fünf andere getötet». Dies sagte Regierungssprecher Patrick Muyaya am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

Die Explosion hatte sich am ersten Weihnachtstag in einem belebten Restaurant der Stadt Beni ereignet. Unter den Opfern befanden sich laut Muyaya ein Militär-Offizier, seine beiden Töchter und ein Paar. Dieses wollte dort Weihnachten feiern. Augenzeugen hatten via Twitter Videos verbreitet, auf denen Menschen zwischen zerfetzten Stühlen und Tischen am Boden liegend zu sehen waren.

Rebellengruppe ADF wahrscheinlich verantwortlich

Obwohl sich offiziell bisher niemand zu der Tat bekannte, machte die Regierung die Rebellengruppe ADF dafür verantwortlich.

Kongo
Die Regierung verdächtigt die ADF, das Selbstmordattentat durchgeführt zu haben (Symbolbild). - AFP/Archiv

Beni liegt in der von Gewalt geplagten Krisenprovinz Nord-Kivu des zentralafrikanischen Staates, wo mehrere Rebellengruppen aktiv sind. Die Rebellengruppe ADF (Allied Democratic Forces) hat seit Beginn des Jahres mehr als 200 Menschen getötet. Sie hat ihre Wurzeln im benachbarten Uganda und ist seit 1995 in der Demokratischen Republik Kongo aktiv. Seit Ende November wird sie gemeinsam von kongolesischem und ugandischem Militär bekämpft.

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