Nach einem Selbstmordanschlag hat Uganda fünf Verdächtige getötet. Vier von ihnen wollten ins Nachbarland fliehen.
Uganda Explosions
Am 16. November kam es zu einer Explosion in Uganda, der IS bekannte sich dazu. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Ugandas Polizei hat fünf Verdächtige eines Selbstmordanschlages getötet.
  • Zudem wurden 21 Angehörige einer Rebellengruppe verhaftet.
  • Am Dienstag sprengten sich drei Attentäter in Ugandas Hauptstadt in die Luft.

Nach den beiden Selbstmordanschlägen in Ugandas Hauptstadt Kampala hat die Polizei des ostafrikanischen Landes fünf Verdächtige getötet. Vier der «Terroristen» seien bei der Rückkehr in die benachbarte Demokratische Republik Kongo getötet worden, erklärte die Polizei. Bei einer Razzia gegen die Rebellengruppe Allied Democratic Forces (ADF) habe es zudem 21 Festnahmen gegeben.

Kampala war am Dienstag binnen weniger Minuten von zwei heftigen Explosionen erschüttert worden. Nach Angaben der Polizei sprengten sich drei Selbstmordattentäter in der Nähe des Parlaments und an einem Kontrollpunkt in der Nähe des Polizeipräsidiums in die Luft. Vier Menschen wurden getötet.

uganda explosion
Anschlagsort in Ugandas Hauptstadt Kampala. - AFP

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Anschläge für sich. Ugandas Polizei machte «inländische Terroristen» mit Verbindungen zur ADF für die Anschläge verantwortlich.

Die ADF ist eine ursprünglich ugandische Rebellengruppe, die nach Einschätzung der USA mit der IS-Miliz verbunden ist. Sie ist im Osten der Demokratischen Republik Kongo aktiv und wurde bereits für eine Reihe von Anschlägen in Uganda verantwortlich gemacht.

Mehr zum Thema:

Islamischer Staat Razzia Staat