In Australien ist ein kleines nachtaktives Beuteltier vor dem Aussterben gerettet worden. Zucht- und Auswilderungsprogramm für Langnasenbeutler war erfolgreich.
Der Langnasenbeutler
Der Langnasenbeutler - Zoos Victoria/AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Über 30 Jahre wurde der Langnasenbeutler in Viktoria gezüchtet.
  • Nun leben wieder 1500 Tiere in freier Wildbahn.

Der Tasmanische Langnasenbeutler war früher nicht nur auf der Insel Tasmanien, sondern auch auf dem australischen Festland verbreitet. Nun wurde nach dem erfolgreichen Abschluss eines Zucht- und Auswilderungsprogramms von der Liste der in freier Wildbahn ausgestorbenen Tiere genommen. Dies berichtet Victorias Umweltministerin Lily D'Ambrosio am Mittwoch.

Der Langnasenbeutler war durch Füchse, Katzen und die Zerstörung seines Lebensraums in den weiten Grasflächen Victorias fast vollständig ausgerottet worden. 1989 gab es nur noch 150 Exemplare. Dann wurde zur Erhaltung der Art ein teures Zucht- und Auswilderungsprogramm gestartet. Dieses konnte nun nach mehr als 30 Jahren eingestellt werden.

1500 Tiere in freier Wildbahn

Nach Behördenangaben wird die Population in Victoria nun wieder auf 1500 Tiere geschätzt. Damit gilt die Art zwar immer noch als gefährdet – ebenso der Bestand auf Tasmanien.

Umweltministerin D'Ambrosio würdigte den Erhaltungserfolg trotzdem als «unglaubliche Premiere» in Australien. Die Biologin Amy Coetsee sagte, «dass wir mit Ausdauer, Entschlossenheit und Unterstützung der Regierung den Kampf gegen das Aussterben gewinnen».

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