Kenia macht sich auf Konsequenzen gefasst
Nach einem von Oppositionsprotesten geprägten Wahltag macht sich Kenia auf die Konsequenzen der umstrittenen Neuwahl gefasst.

Das Wichtigste in Kürze
- Nach einem gewalttätigen Wahltag macht sich Kenia auf die umstrittene Neuwahl gefasst.
- Am Freitag werden in Kenia erneut Proteste und Zusammenstösse mit der Polizei erwartet.
- Abgestimmt wird laut der Wahlkommission am Samstag.
Am Freitag werden in den Hochburgen der Opposition - etwa Kisumu im Westen und einigen Slums von Nairobi - erneut Proteste und Zusammenstösse mit der Polizei erwartet. Während der Abstimmung am Donnerstag starben einer medizinischen Leiterin eines Krankenhauses und der Polizei zufolge mindestens drei Menschen. Demonstranten warfen in einigen Teilen des Landes mit Steinen und blockierten Wahllokale, die Polizei ging gegen sie mit Tränengas vor.
Neuwahlen am Samstag
Wann das Ergebnis der Wiederholung der annullierten Präsidentenwahl feststeht, ist noch unklar. In vier Bezirken des Landes, in denen am Donnerstag aus Sicherheitsgründen nicht gewählt werden konnte, wurde die Abstimmung laut der Wahlkommission auf Samstag verschoben. Allerdings gilt mit dem Boykott von Oppositionsführer Raila Odinga der amtierende Präsident Uhuru Kenyatta als sicherer Sieger - den restlichen sechs Kandidaten wird keine wirkliche Chance eingeräumt.
Hilfe vor Ort
Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) behandelten zehn Verletzte, zwei von ihnen hatten Schusswunden.
In Kisumu, @MSF has treated 10 patients, 2 with gunshot wounds #ElectionsKe pic.twitter.com/OYmxROME9V
— MSF East Africa (@MSF_EastAfrica) October 26, 2017










