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Jemens Huthi-Rebellen verurteilen Journalisten zum Tode

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Jemen,

In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa wurden vier Journalisten zum Tode verurteilt. Sechs weiteren Medienschaffenden droht dieselbe Strafe.

Huthi-Rebellen zeigen während einer Versammlung ihre Waffen. Foto: Hani Al-Ansi/dpa
Huthi-Rebellen zeigen während einer Versammlung ihre Waffen. Foto: Hani Al-Ansi/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa wurden vier Medienschaffende zum Tode verurteilt.
  • Laut einer Menschenrechtsorganisation wird ihnen Spionage vorgeworfen.
  • Sechs weiteren Journalisten droht dasselbe Urteil.

Ein Gericht in der von den Huthi-Rebellen kontrollierten jemenitischen Hauptstadt Sanaa hat nach Angaben von Menschenrechtlern vier Journalisten zum Tode verurteilt.

Den Angeklagten sei Spionage vorgeworfen worden, teilte die in Genf ansässige jemenitische Menschenrechtsorganisation SAM am Samstag mit. Das Gericht habe zudem angeordnet, dass sechs weitere Journalisten wegen ähnlicher Anschuldigungen weiter in Haft bleiben müssten.

Der Leiter der Organisation, Taufik al-Humaidi, erklärte, die Urteile gehörten zu einer Serie von Massnahmen der Huthis, um jede Opposition zum Schweigen zu bringen.

150 Todesurteile

Ihm zufolge hatten die Rebellen bereits zuvor rund 150 Todesurteile wegen angeblicher Spionage verhängt, die bislang jedoch nicht vollstreckt worden seien. Von den Rebellen gab es zunächst keinen Kommentar zu den neuen Urteilen.

Die Huthis hatten 2014 grosse Teile des bettelarmen Landes im Süden der Arabischen Halbinsel überrannt, darunter die Hauptstadt Sanaa.

sanaa
Huthi-Rebellen in Sanaa. - AFP

Waffenruhe wird angeblich nicht eingehalten

Sie kämpfen gegen die international anerkannte Regierung, die mit einer von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition verbündet ist. Das sunnitische Saudi-Arabien sieht in den Huthis einen engen Verbündeten seines schiitischen Erzfeindes Iran.

Das Militärbündnis hatte in dieser Woche einseitig eine zweiwöchige Waffenruhe für das Bürgerkriegsland verkündet. Beide Seiten werfen sich jedoch gegenseitig vor, gegen diese zu verstossen.

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