Polizeieinsatz gegen Gaza-Aktivisten überrascht in Spanien

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Spanien,

In Spanien ist die Polizei auf dem Flughafen von Bilbao mit grosser Härte gegen sechs von Israel freigelassene Rückkehrer der Gaza-Hilfsflotte und Unterstützer vorgegangen. Auf Videobildern spanischer Medien war zu sehen, wie Beamte wiederholt mit Schlagstöcken auf bereits auf dem Boden liegende Menschen einschlugen, sie über den Boden schleiften und die Arme hinter dem Rücken mit Handschellen fixierten. Spanische Medien zeigten sich überrascht von den Bildern, da es in der Bevölkerung viel Sympathie mit der Gaza-Hilfsflotte und den Palästinensern gibt.

columbia
In Spanien ist die Polizei auf dem Flughafen von Bilbao mit grosser Härte gegen sechs von Israel freigelassene Rückkehrer der Gaza-Hilfsflotte und Unterstützer vorgegangen. (Symbolbild) - keystone

Was die Gewalt auslöste, war zunächst unklar. Die baskische Polizei Ertzaintza kündigte umgehend eine Untersuchung an, ob das Vorgehen der Beamten den geltenden Vorschriften entsprach. Zwei Rückkehrer und zwei Unterstützer wurden demnach wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt festgenommen, drei von ihnen wurden nach Polizeiangaben kurz darauf wieder freigelassen.

Israels Aussenministerium schrieb in einem Post auf X, man fordere eine Erklärung der spanischen Regierung zu dem harten Polizeieinsatz gegen die Aktivisten. Israel wurden zuvor durch Teilnehmer der Hilfsflotte selbst gewaltsame Übergriffe vorgeworfen.

Mehrere Mitglieder der Hilfsflotte, darunter auch Deutsche, haben von Misshandlungen, Prügel, Übergriffen und Folter durch israelische Sicherheitskräfte berichtet, nachdem sie in internationalen Gewässern von der israelischen Armee festgenommen worden waren. Das Auswärtige Amt hatte am Freitag bestätigt, dass Aktivisten aus Deutschland verletzt wurden. Ein Sprecher bekräftigte die Kritik der Bundesregierung an einer «erniedrigenden Behandlung» der Festgenommenen in Israel. Israel hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

Rund 430 Aktivisten mit mehr als 50 Booten wollten die Seeblockade des Gazastreifens durchbrechen, um nach eigenen Angaben Hilfsgüter für die Palästinenser in den Gazastreifen zu bringen. Das israelische Aussenministerium sprach von einer «PR-Aktion im Dienste der Hamas».

Kommentare

User #6030 (nicht angemeldet)

Ach so.. "Sympathien" für die Aktivisten ? Dann war die Grossdemo gegen die Regierung Sanchez also eine "Beifallsveranstaltung". Sanchez wird bald abgewählt werden.

User #6464 (nicht angemeldet)

Sind hier wieder Russische Trolle am Werk?

Weiterlesen

blatten
40 Interaktionen
Haus unbeschadet
Donald Trump Iran
16 Interaktionen
Iran-Krieg

MEHR IN NEWS

Hegseth
1 Interaktionen
New York
1 Interaktionen
Brüttisellen ZH
Kind
8 Interaktionen
Brüttisellen ZH
fgh
1 Interaktionen
Neu-Delhi/Washington

MEHR AUS SPANIEN

Champions League FC Barcelona
1 Interaktionen
4:0 über Lyon
Bad Bunny
8 Interaktionen
Beide in Madrid
Hitzewelle
16 Interaktionen
Bis zu 38 Grad
Pedro Sánchez Zapatero
2 Interaktionen
Ex-Premier