Gericht

    Israels Höchstes Gericht berät über Petitionen gegen Netanjahu

    DPA
    DPA

    Israel,

    Israels Höchstes Gericht hat heute Sonntag Beratungen zu Petitionen gegen Benjamin Netanjahu aufgenommen. Dem Ministerpräsidenten wird Korruption vorgeworfen.

    Benjamin Netanjahu
    In einer Videobotschaft an die Soldaten sprach Israels Regierungschef Netanjahu von einer entscheidenden Phase im Gaza-Krieg. (Symbolbild) - afp

    Das Wichtigste in Kürze

    • Israels Höchstes Gericht hat Beratungen über Petitionen gegen Netanjahu aufgenommen.
    • Der rechtskonservative Ministerpräsident wurde wegen Korruption angeklagt.
    • Nun werden Forderungen laut, dass der 70-Jährige nicht erneut Regierungschef werden darf.

    Israels Höchstes Gericht hat am Sonntag Beratungen über Petitionen gegen den rechtskonservativen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu aufgenommen. Wegen einer Korruptionsanklage gegen den 70-Jährigen fordert unter anderem die Bewegung für Qualitätsregierung, Netanjahu dürfe nicht erneut Regierungschef werden.

    Die Petitionen richten sich grundsätzlich dagegen, dass ein Abgeordneter unter Anklage den Auftrag zur Regierungsbildung bekommen soll. Elf Richter versammelten sich in dem Jerusalemer Gericht und trugen dabei zum Schutz vor dem Coronavirus Masken. Wann eine Entscheidung getroffen wird, war zunächst unklar.

    Coronavirus Demonstration in Israel
    Blick auf Demonstranten während eines Protestes gegen Israels Präsidenten Netanjahu, der von der «Black Flag»-Bewegung auf dem Rabin-Platz organisiert wurde. - dpa

    Nach der Parlamentswahl am 2. März hatte sich Netanjahu mit seinem Herausforderer Benny Gantz vom Mitte-Bündnis Blau-Weiss darauf geeinigt, eine Koalition zu bilden. Israel hat binnen eines Jahres bereits drei Mal gewählt. Danach hatte eine Pattsituation zwischen dem rechts-religiösen und dem Mitte-Links-Block lange eine Regierungsbildung verhindert.

    Israel droht vierte Parlamentswahl seit einem Jahr

    Es bestehe trotz Schwierigkeiten keinen Grund für eine Einmischung des Gerichts in der Frage. Dies sagte Israels Generalstaatsanwalt Avichai Mandelblit vergangene Woche. Sollte das Gericht entscheiden, dass Netanjahu nicht Ministerpräsident werden kann, droht Israel die vierte Parlamentswahl seit April 2019.

    Netanjahu gantz
    Benny Gantz (l.) und Benjamin Netanjahu - AFP/Archiv

    Am Montag berät das Höchste Gericht zudem über Petitionen, die sich gegen die Koalitionsvereinbarung von Gantz und Netanjahu richten. Derzeit liegt das Mandat zur Regierungsbildung bei der Knesset (Parlament). Bis Donnerstagabend muss das Parlament einen Abgeordneten für die Regierungsbildung benennen. Dieser hätte dann zwei Wochen Zeit, eine Koalition zu schmieden.

    Die Generalstaatsanwaltschaft wirft Netanjahu Betrug und Untreue sowie Bestechlichkeit vor. Der Regierungschef hat alle Vorwürfe zurückgewiesen.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    9 Interaktionen
    Gegen Netanjahu
    Coronavirus - Demonstration in Israel
    16 Interaktionen
    Mit Corona-Abstand
    Alles beim Altem

    MEHR IN NEWS

    Strasse von Hormus
    Laut Iran
    polizei frankreich jagt
    Polizeiaufgebot

    MEHR GERICHT

    transport
    5 Interaktionen
    Blausee-Fischsterben
    sdf
    Dielsdorf (D)
    5 Interaktionen
    Trimmis GR
    katze
    1 Interaktionen
    Santiago de Chile

    MEHR AUS ISRAEL

    netanjahu
    3 Interaktionen
    Tel Aviv
    netanjahu
    3 Interaktionen
    Streit geht weiter
    a<f
    5 Interaktionen
    Tel Aviv
    boy george
    Jerusalem