Israel will Einsatz von Ärzte ohne Grenzen in Gaza stoppen
Israel fordert Ärzte ohne Grenzen im Gazastreifen zum Abzug auf. Grund: Die verweigerte Übergabe von Mitarbeiterlisten.

Das Wichtigste in Kürze
- Israel fordert Ärzte ohne Grenzen zum Verlassen des Gazastreifens auf.
- Grund: MSF verweigerte die Übergabe von Mitarbeiterlisten.
- Ziel: Den Missbrauch humanitärer Strukturen für feindliche Aktivitäten verhindern.
Israel will Einsätze von Ärzte ohne Grenze (MSF) im Gazastreifen unterbinden. Das Diaspora-Ministerium teilte mit, man habe «Schritte zur Beendigung der Tätigkeit von Ärzte ohne Grenzen im Gazastreifen» eingeleitet.
Anlass sei der Verstoss gegen ein neues Registrierungsverfahren: MSF habe keine Listen palästinensischer Ortskräfte vorgelegt. Die Organisation müsse den Gazastreifen deshalb bis zum 28. Februar verlassen, heisst es in der Mitteilung.
Israel will angeblich Missbrauch verhindern
Das Registrierungsverfahren ziele darauf ab, «legitime humanitäre Arbeit zu ermöglichen und zugleich den Missbrauch humanitärer Strukturen für feindliche Aktivitäten und Terrorismus zu verhindern». Diese Vorschrift gelte für alle in der Region tätigen humanitären Organisationen.
Ärzte ohne Grenzen hatte am Freitag mitgeteilt, entschieden zu haben, keine Liste seiner palästinensischen und internationalen Mitarbeitenden an die israelischen Behörden weiterzugeben. Vorangegangen seien monatelange erfolglose Versuche, mit den israelischen Behörden in einen Dialog zu treten, um die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten.
















