Israel lässt palästinensischen Journalisten Ali Samoudi frei
Der wegen Terrorvorwürfen vor einem Jahr von Israel festgenommene, im Westjordanland bekannte palästinensische Journalist Ali Samoudi ist wieder frei. Das sagte der Reporter in einem Interview. Auch die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete über seine Entlassung aus der sogenannten israelischen Verwaltungshaft, bei der Palästinenser für sechs Monate und länger ohne Anklageerhebung aus Sicherheitsgründen festgehalten werden können.

Der 59-Jährige arbeitete vor seiner Festnahme unter anderem für die palästinensische Zeitung «Al-Kuds» und den US-Sender CNN. Das israelische Militär warf Samoudi nach dessen Festnahme vor einem Jahr in der Stadt Dschenin vor, Verbindungen zum Palästinensischen Islamischen Dschihad (PIJ) zu haben. Er werde verdächtigt, Geld an die Terrororganisation übermittelt zu haben, hiess es. Beweise legte die Armee damals nicht vor.
Es war zunächst unklar, ob die Vorwürfe gegen den Palästinenser nun fallengelassen wurden.
Samoudi sagte dem palästinensischen Journalisten Omar Nassal nach seiner Freilassung, dass die Bedingungen seiner Haft schlimm gewesen seien. Er habe stark an Körpergewicht verloren. Es habe nur sehr wenig und schlechtes Essen gegeben. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Die zuständige israelische Polizei äusserte sich zunächst nicht auf Anfrage.










