Israel fordert von London mehr Einsatz gegen Antisemitismus
Israels Aussenministerium hat nach dem Messerangriff auf Juden in London ein entschlosseneres Vorgehen Grossbritanniens gegen Antisemitismus gefordert.

«Nach Angriffen auf Synagogen, jüdische Einrichtungen, Gemeindekrankenwagen und nun auch gezielten Attacken auf Juden in Golders Green kann die britische Regierung nicht länger behaupten, die Lage sei unter Kontrolle», hiess es in einem Post des Ministeriums auf der Plattform X.
Einem BBC-Bericht zufolge wurden bei dem Messerangriff in London zwei Menschen jüdischen Glauben schwer verletzt. Die Attacke passierte im stark jüdisch geprägten Stadtviertel Golders Green.
Premierminister Keir Starmer teilte dazu mit: «Der antisemitische Angriff in Golders Green ist zutiefst entsetzlich. Angriffe auf unsere jüdische Gemeinschaft sind Angriffe auf Grossbritannien.»
Das Aussenministerium in Jerusalem schrieb dazu, Starmers Äusserungen seien «kein Ersatz dafür, sich den Ursachen des Antisemitismus zu stellen, der sich im gesamten Vereinigten Königreich ausbreitet». Jüdinnen und Juden in Grossbritannien sollten keine Sicherheitspatrouillen benötigen, um offen als Juden leben zu können, forderte das Ministerium. «Genug der Worte», hiess es in der Mitteilung. London müsse nun «entschlossen und dringend handeln».










