Israel droht: Angriffe auf Iran werden «eskalieren»
Im Nahen Osten tobt der Krieg weiter. Die USA haben einen Friedensplan vorgelegt, den der Iran abgelehnt und mit einem eigenen Vorschlag gekontert hat.

Das Wichtigste in Kürze
- Seit über einem Monat tobt im Nahen Osten ein Krieg.
- Die USA haben einen Friedensplan vorgelegt, den Teheran gekontert hat.
- Im Ticker erfährst du alle neuen Entwicklungen.
Seit über einem Monat bekriegen sich die USA zusammen mit Israel und der Iran. Mehrere hohe Militärs und Politiker in Teheran wurden getötet. Der Iran greift auch die Golfstaaten an und blockiert die Strasse von Hormus. Das hat zu höheren Ölpreisen geführt.
Donald Trump hat zuletzt von einer Waffenruhe, Gesprächen und einem vorgelegten Friedensplan gesprochen. Doch der US-Präsident droht dem Iran auch mit Angriffen auf Energieanlagen, sollte die Strasse von Hormus nicht freigegeben werden. Das Ultimatum wurde aber verlängert.
Teheran dementiert, dass es Gespräche gibt. Der 15-Punkte-Plan für ein Kriegsende wurde zurückgewiesen, dafür ein eigener 5-Punkte-Plan vorgelegt.
Im Ticker von Nau.ch verpasst du nichts Neues.
Israel droht mit Ausweitung der Angriffe im Iran
13.00: Während es aus den USA Signale für eine mögliche Verständigung mit dem Iran gibt, kündigt Israels Verteidigungsminister eine Ausweitung der israelischen Angriffe im Iran an. Grund seien der andauernde Raketenbeschuss aus dem Land auf Israel, teilte Israel Katz nach Angaben seines Büros mit.
Israels Armee werde deshalb ihre Angriffe «eskalieren» und mehr Ziele und Gebiete im Iran ins Visier nehmen. Im Fokus sollen demnach Ziele in Verbindung mit iranischen Waffen stehen.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und er hätten Teheran dazu aufgefordert, Raketenangriffe auf Israels Zivilbevölkerung einzustellen, sagte Katz. Aber trotz der Warnungen gehe der Beschuss weiter.
Iranische Miliz stoppt drei Schiffe in der Strasse von Hormus
12.02: Die paramilitärische Basidsch-Miliz im Iran hat drei Containerschiffen die Fahrt durch die Strasse von Hormus verwehrt.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim begründete die Miliz ihr Vorgehen mit angeblichen Äusserungen von US-Präsident Donald Trump, wonach die Meerenge für die Schifffahrt offen sei.

Die Miliz wies auf die offizielle iranische Haltung hin, dass für Schiffe mit Verbindungen zu Israel, den USA und deren Verbündete die Passage verboten sei.
Wadephul: Direkte Gespräche zwischen USA und Iran geplant
10.20: In den Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs gibt es nach Aussage des deutschen Aussenministers Johann Wadephul Vorbereitungen für ein direktes Treffen zwischen Vertretern der USA und Irans.
«Das soll wohl in der nächsten Zeit recht kurzfristig in Pakistan stattfinden», sagte er im Deutschlandfunk. Es habe nach seinen Informationen indirekte Kontakte gegeben. Er bezeichnete das als «erste Zeichen der Hoffnung, der Zuversicht».

«Man hat offensichtlich schon erste Positionen schriftlich ausgetauscht über Dritte.» Weiter sagte Wadephul, er wisse nicht genau, «wer das alles fazilitiert hat». US-Aussenminister Marco Rubio werde das «vielleicht heute auch noch etwas genauer darstellen». Es helfe aber auch gar nicht, so etwas allzu öffentlich zu diskutieren.
Wadephul trifft sich heute im französischen Vaux-de-Cernay mit den G7-Aussenministern, um über einen Weg aus dem Iran-Krieg zu beraten. Auch Rubio nimmt an diesem zweiten Tag der Beratungen teil.
Kinder ab zwölf Jahren sollen in Teheran patrouillieren
09.15: Die iranischen Behörden haben das Mindestalter für freiwillige Sicherheitskräfte in der Hauptstadt auf zwölf Jahre gesenkt.
Grund dafür ist der seit einem Monat andauernde Krieg, wie Rahim Nadali, ein Vertreter der Revolutionsgarden, am Donnerstag in einer Fernsehansprache bekanntgab.

Nadali betonte, es gebe «eine sehr grosse Anzahl an Freiwilligen» unter den Jugendlichen, die zur «Widerstandsfront gegen den grossen Tyrannen» beitragen wollen. Mit «grossen Tyrannen» sind die USA gemeint. Die Minderjährigen sollen Informationen sammeln und Patrouillen übernehmen.
Die Massnahme ist Teil einer Verschärfung der Sicherheitskontrollen in der Hauptstadt. Seit Kriegsbeginn haben die Behörden zahlreiche Kontrollposten eingerichtet, um mögliche Proteste gegen die Regierung zu unterbinden.
Die Einsätze werden überwiegend von den Bassidsch-Milizen durchgeführt, einer paramilitärischen Organisation mit rund 600'000 Mitgliedern.
Pentagon soll 10'000 weitere Soldaten senden
07.20: Das Pentagon erwägt laut Medienberichten, bis zu 10'000 weitere Soldaten in den Nahen Osten zu entsenden. Dies würde US-Präsident Donald Trump mehr Flexibilität in den Gesprächen mit Teheran verschaffen, berichtete das «Wall Street Journal» unter Berufung auf Insider.
Die Truppen sollen aus anderen Einheiten als den bereits vor Ort eingesetzten Soldaten stammen. Laut dem Portal «Axios», unter Berufung auf einen ranghohen Verteidigungsbeamten, soll die Entscheidung nächste Woche getroffen werden.

Die Truppen sollen aus anderen Einheiten als den bereits vor Ort eingesetzten Soldaten stammen. Laut «WSJ» könnten Infanteristen zu den rund 5'000 Soldaten und den Fallschirmjägern der 82. Luftlandedivision hinzukommen. Sie dürften in der Nähe des Iran und der für den Ölhandel strategisch wichtigen Insel Charg stationiert werden.
«Axios» berichtet, dass das Pentagon militärische Optionen für einen möglichen «endgültigen Schlag» gegen den Iran prüft. einschliesslich Bodentruppen und massiver Bombardierungen. Trump habe jedoch noch keine Entscheidung getroffen, sei aber bereit zu eskalieren, falls die Gespräche scheitern.
Hegseth betet für «überwältigende Gewalt»
03.10: Am Mittwoch wurde im Pentagon ein Gottesdienst für Militärangehörige und zivile Angestellte abgehalten. Äusserungen von «Kriegsminister» Pete Hegseth sorgen für Aufsehen. Laut der Nachrichtenagentur AP bat er Gott um «überwältigende Gewalt» gegen die Feinde der USA.

«Möge jede Kugel ihr Ziel gegen die Feinde der Gerechtigkeit und unserer grossen Nation treffen», sagte Hegseth. «Gib ihnen Weisheit in jeder Entscheidung, Ausdauer für die bevorstehende Prüfung, unzerbrechliche Einheit und überwältigende Gewalt im Kampf gegen jene, die keine Gnade verdienen.»
Bereits vor diesen Äusserungen wurde Hegseth für seinen Einbezug der Religion in die Armee von Veteranen kritisiert. Gegenüber dem «Guardian» sagte ein ehemaliger Soldat, er fürchte, dass viele christliche Nationalisten zur Armee gehen würden.
G7-Treffen: Ringen mit Rubio um gemeinsame Iran-Linie
02.40: Die G7-Partner wirtschaftsstarker Demokratien ringen heute mit ihrem US-Kollegen Marco Rubio um eine gemeinsame Linie für ein Ende des Iran-Krieges. Bundesaussenminister Johann Wadephul (CDU) forderte vor den Beratungen in Frankreich von den USA, Europa in ihre Planungen einzubeziehen. Rubio stellte sich vor seinem Abflug hinter die Kritik von US-Präsident Donald Trump, die Nato-Verbündeten hätten im Krieg mit Iran nicht geholfen, als die USA sie darum gebeten hätten.
Trump habe festgestellt, dass die USA ständig um Hilfe in Kriegen gebeten worden seien und geholfen hätten, sagte Rubio. Doch als man selbst um Unterstützung gebeten habe, habe man von der Nato keine positive Antwort bekommen.
Die Bedrohungen der globalen Schifffahrt durch den Iran seien ein Verstoss gegen das Völkerrecht. All jene Länder, denen das Völkerrecht am Herzen liege, sollten etwas dagegen unternehmen.











