Iran fordert vollständige Kontrolle der Strasse von Hormus
Der Iran beharrt auf Kontrolle über die Schifffahrt in der Strasse von Hormus. Ein Militärsprecher sagt: «Es wird geschehen, was wir wollen.»

Der Iran beharrt auf einer vollständigen Kontrolle über die Schifffahrt in der Strasse von Hormus, schreibt «swissinfo.ch».
Laut eines Sprechers des Zentralkommandos der Streitkräfte werde die Lage in der Meerenge nicht zum vorherigen Zustand zurückkehren. «Es wird geschehen, was wir wollen.»
Das Regime in Teheran will faktisch Gebühren für die Passage erheben, berichtet die «Jüdische Allgemeine». Nach Experten-Einschätzung etabliert der Iran dort eine inoffizielle Kontroll- und Abgabestation für durchfahrende Schiffe.
Iran führt neues Kontrollsystem in Strasse von Hormus
Die iranischen Revolutionsgarden führten eine Art Mautstellen-System ein, bei dem Schiffe vollständige Unterlagen vorlegen müssten.
Sie benötigen Freigabecodes und akzeptieren eine begleitete Durchfahrt durch einen kontrollierten Korridor, berichtet der «Tagesspiegel».
Nach Berichten besteht das System aus mehreren Stufen. Mindestens zwei Schiffe hätten dabei eine direkte Gebühr in chinesischem Yuan gezahlt, berichtet die «Verkehrsrundschau».
Blockade gefährdet den Welthandel
Durch die Strasse von Hormus verlaufen in Friedenszeiten rund 20 Prozent der weltweiten Öl- und Flüssigerdgastransporte.

Hunderte Tanker, Containerschiffe und Frachter hängen in der Region fest, wie die «Swissinfo» berichtet.
Der emiratische Energiemanager Sultan al-Jaber warnte vor gravierenden Konsequenzen für die Weltwirtschaft. Die internationale Staatengemeinschaft dürfte diese unilaterale Kontrolle ablehnen.












