Israel hat eine Reihe von Erleichterungen für den Gazastreifen beschlossen: Die Fischereizone wurde ausgeweitet und der Warenübergang Kerem Schalom geöffnet.
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Zwei palästinensische Sicherheitskräfte stehen am Grenzübergang Kerem Schalom im südlichen Gazastreifen, dem einzigen Grenzübergang für Waren und kommerzielle Güter bei Rafah, und beobachten einen LKW mit Lebensmitteln. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Zwischen Israel und den Hamas herrscht seit dem 21. Mai eine Waffenruhe.
  • Nun hat Israel einige Erleichterungen für den Gazastreifen beschlossen.
  • Ziel ist offenbar eine Beruhigung der Lage in dem Küstenstreifen.

Israel hat die Fischereizone vor dem palästinensischen Gazastreifen auf 15 Seemeilen (knapp 28 Kilometer) ausgeweitet. Ausserdem sei der Warenübergang Kerem Schalom in das blockierte Gebiet vollständig geöffnet worden, teilte die zuständige Cogat-Behörde am Mittwoch mit.

Die Wasserversorgung des Gazastreifens solle zudem um fünf Millionen Kubikmeter vergrössert werden. Ein Kubikmeter entspricht 1000 Liter. Israel will laut der Mitteilung ausserdem die Zahl der Einreisegenehmigungen für Geschäftsleute aus dem Gazastreifen um 5000 auf 7000 erhöhen.

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Ein israelischer Soldat auf Patrouille. - Keystone

Ziel der Erleichterungen ist offenbar eine Beruhigung der Lage in dem Küstenstreifen. Zuletzt war es am Grenzzaun immer wieder zu gewaltsamen Protesten mit Toten und Verletzten gekommen. Israels Armee hatte daraufhin Ziele im Gazastreifen beschossen.

Bedingung für die Lockerungen und mögliche weitere Schritte sei es, dass in der Region längerfristig die Ruhe eingehalten werde. Dies hiess es in der Cogat-Mitteilung.

Waffenruhe seit 21. Mai

Israels Streitkräfte hatten sich im Mai einen elftägigen militärischen Schlagabtausch mit militanten Palästinensern im Gazastreifen geliefert. Dabei wurden in Israel nach offiziellen Angaben 13 Menschen getötet, in Gaza starben nach Angaben des Gesundheitsministeriums 255 Menschen. Ägypten vermittelte schliesslich eine Waffenruhe zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden Hamas, die am 21. Mai in Kraft trat.

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Ein palästinensischer Mann sitzt vor seinem zerstörten Haus nach israelischen Luftangriffen im Flüchtlingslager Jabaliya. Foto: Ahmed Zakot/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa - dpa-infocom GmbH

Die Fischerei gilt als wichtige Nahrungsquelle und wirtschaftlicher Wachstumsmotor für die Bevölkerung im Gazastreifen. In dem Küstengebiet leben etwa zwei Millionen Menschen unter sehr schlechten Bedingungen.

Israel hatte 2007 eine Blockade des Gazastreifens verschärft, die inzwischen von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen die Massnahme mit Sicherheitserwägungen. Die Hamas wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft.

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