Iran-Ticker – Medien: Russland liefert Iran Infos über US-Militär

Die Angriffe von Israel, den USA und dem Iran dauern an. Derweil sitzen weiterhin Tausende Ausländer in der Golfregion fest. Im Ticker verpasst du nichts.

iran krieg ticker
Im Iran-Krieg sind auch die Vereinigten Arabischen Emirate Ziel von Angriffen. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit Samstagmorgen greifen Israel und die USA den Iran an.
  • Das Land schiesst Raketen und Drohnen auf zahlreiche Länder in der Golfregion.
  • Im Nau.ch-Ticker bleibst du auf dem Laufenden.

Am Samstagmorgen eskalierte die Lage im Nahen Osten: Israel und die USA griffen den Iran an. Dabei töteten sie den Obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei sowie zahlreiche Mitglieder der Führungsriege. Die Angriffe dauern an.

Glaubst du, dass sich die Lage im Nahen Osten bald wieder beruhigen wird?

Der Iran beschiesst seither Israel und mehrere Golfstaaten, auf deren Territorium US-Militärstützpunkte stehen. Er macht dabei auch vor Touristen-Destinationen wie Dubai nicht Halt. Deshalb sitzen Tausende Auswanderer und Reisende fest.

Mit dem Ticker von Nau.ch bleibst du auf dem Laufenden.

Israel setzt Angriffe im Libanon fort – mehrere Tote

21.44: Bei israelischen Angriffen im Libanon auf Stellungen der Hisbollah-Miliz sind nach libanesischen Angaben am Freitag erneut mehrere Menschen getötet worden. Das Gesundheitsministerium meldete, dass bei einem Angriff in Nabi Sheet im Osten des Landes neun Menschen getötet wurden. 17 weitere seien verletzt worden.

israel libanon
Israel greift Hisbollah-Stellungen im Libanon an. - keystone

Bei weiteren Angriffen in der Hauptstadt Beirut wurden nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet. Drei weitere seien verletzt worden.

Baku wirft Teheran geplante Terroranschläge vor

21.40: Der Geheimdienst der Südkaukasusrepublik Aserbaidschan hat nach eigenen Angaben mehrere iranische Terroranschläge verhindert. Zur Destabilisierung der Lage seien Angriffe auf die Ölpipeline Baku – Tiflis – Ceyhan, die Botschaft Israels in Aserbaidschan, eine Synagoge und einen hohen jüdischen Geistlichen im Land vorbereitet worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Azertag unter Berufung auf eine Mitteilung des Geheimdienstes.

Demnach schmuggelten iranische Staatsbürger mehrere Sprengsätze ins Land, darunter auch einen Container mit knapp acht Kilogramm des Militärsprengstoffs C4. Baku macht dafür die iranischen Revolutionsgarden verantwortlich.

Italien schickt Marineschiff nach Zypern

21.13: Italien hat angesichts der jüngsten Drohnenangriffe auf Zypern ein Marineschiff in Richtung der Mittelmeerinsel geschickt. Die Fregatte habe den Hafen der süditalienischen Hafenstadt Tarent verlassen und solle in wenigen Tagen das Gebiet von Zypern erreichen, meldete die Nachrichtenagentur Ansa. An Bord befinden sich etwa 160 Besatzungsmitglieder.

US-Botschaft: Iranische Milizen könnten Hotels im Irak angreifen

20.35: Die US-Botschaft im Irak warnt davor, dass iranische Terrormilizen bei Ausländern beliebte Hotels in der irakischen Region Kurdistan angreifen könnten. Amerikanische Bürger wurden dazu aufgerufen, das Land so bald wie möglich zu verlassen. US-Bürger, die das Land nicht verlassen können, sollten sich «für längere Zeit an einem sicheren Ort aufhalten».

Medien: Russland liefert Iran Infos über US-Militär

19.55: Russland liefert dem Iran Medienberichten zufolge Informationen über US-Streitkräfte und mögliche Ziele im Nahen Osten. Dabei versorge der Kreml Teheran mit Standortangaben und Bewegungsdaten von amerikanischen Truppen, Schiffen und Flugzeugen, berichteten der US-Sender CNN und die «Washington Post» unter Berufung Personen, die mit US-Geheimdienstberichten vertraut seien.

russland
Laut Medienberichten liefert Russland Informationen über das US-Militär an Iran. - keystone

«Es scheint sich um eine ziemlich umfassende Massnahme zu handeln», zitierte die «Washington Post» eine der befragten Personen. CNN zufolge sind die meisten weitergegebenen Informationen Bilder, die mit modernen Satelliten Moskaus angefertigt wurden.

Die Sprecherin des Weissen Hauses, Karoline Leavitt, sagte in Washington, auch wenn die Russen Informationen weitergäben, mache das mit Blick auf den Krieg keinen Unterschied. Die US-Streitkräfte hätten den Iran bereits erheblich geschwächt, etwa im Bereich der Marine.

Israel: Kommandozentrale der Revolutionsgarden im Libanon angegriffen

19.42: Israels Militär hat nach eigenen Angaben eine Kommandozentrale der iranischen Revolutionsgarden in den südlichen Vorstädten Beiruts angegriffen. Diese sei von der proiranischen Hisbollah-Miliz genutzt worden, teilte die Armee mit. In den als Dahija bezeichneten südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt seien auch drei Kommandozentralen der Schiitenmiliz angegriffen worden, hiess es weiter.

Frankreich verlegt Hubschrauberträger in Krisenregion

19.28: Angesichts des Iran-Kriegs verlegt Frankreich neben dem Flugzeugträger «Charles de Gaulle» auch einen Hubschrauberträger Richtung Mittelmeer. Dieser solle die von Paris bereits entsandten militärischen Kräfte verstärken, teilte der Generalstab der Streitkräfte mit.

«Rechtswidrige Angriffe»: UN-Chef fordert Ende des Iran-Kriegs

19.20: UN-Generalsekretär António Guterres fordert ein sofortiges Ende des Iran-Kriegs. «Es ist Zeit, die Kämpfe zu beenden und zu ernsthaften Verhandlungen zurückzukehren», sagte Guterres laut Mitteilung in New York.

guterres
António Guterres fordert ein Ende des Iran-Krieges. - keystone

Die Angriffe seien «rechtswidrig», führten zu «enormem Leid» bei der Bevölkerung in der Region und stellten eine grosse Gefahr für die Weltwirtschaft dar. «Die Situation könnte ausser Kontrolle geraten», warnte der UN-Chef. «Das Risiko könnte gar nicht höher sein.»

Rubio geht von mehreren Wochen Krieg aus

18.19: US-Aussenminister Marco Rubio geht laut einem Medienbericht davon aus, dass der Krieg im Iran noch mehrere Wochen dauern wird. Das teilte er arabischen Aussenministern in einer Reihe von Telefonaten mit, wie das Portal «Axios» unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtete.

Rubio sagte demnach, der derzeitige Fokus der Angriffe liege auf den Raketenwerfern, Lagerbeständen und Fabriken des Irans.

US-Präsident Donald Trump hatte vergangenen Sonntag gesagt, er gehe von einem etwa vierwöchigen Krieg aus. Der Iran sei ein grosses Land. «Es wird vier Wochen dauern – oder weniger.»

Rubio
US-Aussenminister Marco Rubio geht offenbar davon aus, dass der Krieg mehr als vier Wochen dauern wird. - keystone

Das Pentagon betont derweil immer wieder, dass es auch für einen längeren Krieg gewappnet sei. «Wir haben keinen Mangel an Munition», sagte Verteidigungsminister Pete Hegseth. Die Vorräte an offensiven und defensiven Waffen ermöglichten es, die Kampagne «so lange aufrechtzuerhalten, wie es nötig ist». Er trat damit Befürchtungen einiger Demokraten entgegen, die sich besorgt über die grosse Menge Munition gezeigt hatten, die die USA in dem Krieg einsetzten.

Laut einem «Politico»-Bericht trifft das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) bereits Vorkehrungen für einen deutlich längeren Kriegsverlauf. Centcom forderte das Pentagon auf, mehr Geheimdienstoffiziere in sein Hauptquartier in Tampa zu entsenden, wie das Portal unter Verweis auf eine interne Mitteilung berichtete. Ziel sei es, Operationen gegen den Iran für mindestens 100 Tage, wahrscheinlich jedoch bis September zu unterstützen.

Netanjahu stellt stärkere Angriffe gegen Israels Gegner in Aussicht

17.42: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat eine weitere Intensivierung der Angriffe seines Landes gegen dessen Gegner in Aussicht gestellt.

Für das militärische Vorgehen brauche es vor allem drei Dinge: «erstens Entschlossenheit, zweitens Initiative und drittens List», sagte Netanjahu. Davon habe Israel «reichlich», und der Feind habe dies bereits festgestellt.

Netanjahu
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. - keystone

Dieser werde diese Fähigkeiten «noch viel stärker» zu spüren bekommen, sagte der Regierungschef weiter. Israel sei zudem auf dem Weg, alle seine Missionen zu vollenden.

Weitere Details zu möglichen nächsten Schritten nannte Netanjahu allerdings nicht. Er äusserte sich bei einem Besuch der Wüstenstadt Beerscheva. Israels Angriffe richten sich gegen Ziele im Iran und dem Libanon.

Russland versorgt Iran mit USA-Informationen

17.26: Russland versorgt den Iran mit Zielinformationen, darunter Standorte von US-Kriegsschiffen und Flugzeugen im Nahen Osten. Das berichtete die «Washington Post» am Freitag unter Berufung auf drei mit den Geheimdienstinformationen vertraute Beamte.

Eine Sprecherin des Weissen Hauses äusserte sich nicht direkt zu der angeblichen russischen Unterstützung für den Iran.

Russland stehe im Dialog mit Vertretern der iranischen Führung, teilte der Kreml am Freitag mit. Zur Frage von Reportern, ob Moskau Teheran unterstütze, wollte sich der Kreml nicht äussern.

Libanon: 217 Tote seit Montag

16.05: 217 Menschen sind seit Montag bei israelischen Angriffen auf den Libanon ums Lebens gekommen. Das gab das libanesische Gesundheitsministerium bekannt.

Angriffe Beirut
Angriffe auf die Hauptstadt Beirut am Freitag, 6. März. - keystone

Am Donnerstag lag die Zahl noch bei 102 Menschen. Dabei wird nicht zwischen Militär und Zivilisten unterschieden.

Hisbollah: «Werden das Schlachtfeld nicht verlassen»

15.59: Inmitten stetiger Angriffe Israels hat die Hisbollah im Libanon erneut ihre Kampfbereitschaft betont.

«Wir werden die Waffen nicht niederlegen und das Schlachtfeld nicht verlassen», hiess es in einer jüngsten Erklärung. «Unser Gelöbnis gilt dem reinen Blut des Märtyrers Imam Ali Chamenei», erklärte die Schiitenorganisation.

Iran nimmt nicht an Paralympischen Winterspielen teil

15.40: Der Iran wird nicht an den Paralympischen Winterspielen 2026 in Milano Cortina teilnehmen. Das gab das Internationale Paralympische Komitee (IPC) am Freitag bekannt.

«Wir wurden vom Nationalen Paralympischen Komitee des Iran darüber informiert, dass eine sichere Anreise nach Milano Cortina 2026 nicht möglich ist und sie daher nicht an den Spielen teilnehmen können», heisst es in einer Stellungnahme.

Trump fordert «bedingungslose Kapitulation»

15.26: Im Krieg mit dem Iran will US-Präsident Donald Trump nach eigener Darstellung kein Abkommen mit dem Land abschliessen.

Stattdessen müsse es auf eine «bedingungslose Kapitulation» hinauslaufen, forderte er auf seiner Plattform Truth Social.

Kapitulation
Trump fordert eine bedingungslose Kapitulation des Irans. - Truth Social / @realDonaldTrump

Erst nach der Kapitulation und der Auswahl eines «grossartigen und akzeptablen» Führers werde man «unermüdlich daran arbeiten», der Iran «vom Rand der Zerstörung» zurückzuholen.

«Make Iran great again», schreibt Trump.

USA wollen wohl ihre schwersten Bomber losschicken

13.15: Die USA betreiben immensen materiellen und finanziellen Aufwand für den Iran-Krieg. Amerikanische Flugzeugträger, Kampfjets und Raketen sind im Kriegsgebiet im Einsatz.

Und wie die «Daily Mail» berichtet, will die US-Luftwaffe bald ihre schwersten Bomber einsetzen. Demnach bereitet sich die Regierung von Donald Trump auf einen grossen Angriff vor.

B-2
Die B-2-Bomber sind die teuersten Kampfflugzeuge der Welt. - keystone

Neben den teuersten Kampfflugzeugen der Welt, den B-2-Bombern, sollen auch B-1- und B-52-Bomber verlegt worden sein. Die B-2-Bomber können die mehr als 13 Tonnen schweren bunkerbrechenden Bomben vom Typ GBU-57 Massive Ordnance Penetrator transportieren.

Die «Daily Mail» schreibt weiter unter Berufung auf Quellen, dass die Operation bereits morgen Samstag stattfinden könnte.

Iran meldet Angriff auf Öltanker «in US-Besitz» vor Kuwait

13.02: Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge einen Öltanker angegriffen.

Das Schiff «in US-Besitz» sei vor der Küste Kuwaits attackiert worden und stehe in Flammen, berichtete der staatliche Rundfunk unter Berufung auf das zentrale Hauptquartier «Chatam Al-Anbija», das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt.

Ausserdem seien wieder Ziele in Israel und US-Stellungen in den Golfstaaten mit fortschrittlichen Raketen angegriffen worden, hiess es in einem Bericht des Rundfunks. Dabei sei auch die Rakete vom Typ «Chorramshahr 4» mit einem Zwei-Tonnen-Gefechtskopf zum Einsatz gekommen.

Bodentruppen im Iran? Trump spricht von «Zeitverschwendung»

12.55: US-Präsident Donald Trump hat sich mit Blick auf einen möglichen Einsatz von Bodentruppen im Iran zurückhaltend geäussert.

In einem Telefoninterview mit NBC News habe er zu verstehen gegeben, dass eine Invasion des Irans nichts sei, worüber er derzeit nachdenke, berichtete der TV-Sender mit Sitz in New York.

«Es ist Zeitverschwendung. Sie haben alles verloren. Sie haben ihre Marine verloren. Sie haben alles verloren, was sie verlieren konnten», sagte Trump demnach. Tempo und Intensität der Angriffe hielten an.

Konkret sei Trump zu einem Kommentar von Irans Aussenminister Abbas Araghtschi befragt worden, der gesagt habe, sein Land sei «bereit für eine Invasion US-amerikanischer und israelischer Truppen». Dies habe Trump als «überflüssigen Kommentar» bezeichnet.

GPS-Störungen im Flugverkehr

12.30: Der Flugtracker «Flightradar24» macht auf seiner Webseite auf GPS-Störungen im Nahen Osten aufmerksam.

GPS-Signale würden aktuell von Regierungen gestört, damit Raketen und Drohnen nicht navigieren und die geplanten Ziele treffen könnten.

GPS-Störungen
Keine Kunstflugmanöver, sondern GPS-Störungen. - X / @flightradar24

«Wie die meisten von Ihnen bereits wissen, erfreut Emirates Flug EK242 seine Passagiere natürlich nicht mit kostenlosen, fortgeschrittenen Kunstflugmanövern im Endanflug auf Dubai», schreibt das Unternehmen auf X.

Israelische Streitkräfte greifen Chameneis Bunker an

12.19: Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge den unterirdischen Militärbunker des getöteten Staatsoberhaupts und Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei angegriffen.

Der unterirdische Komplex befinde sich unter iranischen Regierungsgebäuden im Zentrum der Hauptstadt Teheran, teilte das israelische Militär mit.

Der Bunker soll sich den Angaben zufolge unterhalb mehrerer Strassen erstreckt und zahlreiche Eingänge gehabt haben. Der Angriff auf den Komplex schwäche «die Führungs- und Kontrollfähigkeiten des Regimes» weiter, erklärte das israelische Militär.

WHO setzt nun auf Luftfracht aus dem Materiallager in Dubai

12.10: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will wichtiges medizinisches Material aus einem ihrer grössten Logistikzentren in Dubai nun per Luftfracht verteilen.

Die Aktivitäten liefen nach einer Schliessung nun wieder an, örtliche Behörden hätten die Nutzung des Luftraums zugesagt, sagte die WHO-Direktorin für die Region, Hanan Balkhy, Reportern in Genf.

Da der Schiffsweg ausgeschlossen ist, will die Weltgesundheitsorganisation ihre medizinischen Hilfsgüter nun per Luftfracht verteilen. (Archivbild) - keystone

Tags zuvor hatte sie Alarm geschlagen, weil das Lager wegen der Sicherheitslage nicht mehr zugänglich war. Die WHO habe 50 dringende Anfragen für medizinisches Material aus dem Lager. Damit soll 1,5 Millionen Menschen geholfen werden, unter andere in Somalia, im Libanon und im Gazastreifen. Verschiffungen seien weiter nicht möglich, sagte Balkhy. Die Strasse von Hormus sei nicht passierbar.

Spionage für Iran? Mehrere Festnahmen in England

10.35: Wegen des Verdachts der Unterstützung des iranischen Geheimdienstes sind vier Männer in England festgenommen worden.

Ein Iraner und drei britisch-iranische Staatsbürger sollen im Auftrag des Geheimdienstes Personen und Orte mit Verbindungen zur jüdischen Gemeinde in London ausgespäht haben, wie die Metropolitan Police mitteilte. Sie sind weiter in Haft.

Ermittler der Anti-Terror-Polizei nahmen die Männer demnach an mehreren Adressen in und um die britische Hauptstadt fest. In Harrow im Nordwesten Londons wurden zudem sechs weitere Männer wegen des Verdachts der Beihilfe zu einer Straftat aufgespürt.

Der Iran sei der weltweit «grösste staatliche Förderer des Terrorismus, und leider wirkt sich das auch auf unsere eigene Gesellschaft aus», sagte der britische Vize-Premierminister David Lammy dem Sender ITV. Nähere Angaben zu den Festnahmen wollte er mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht machen.

Mehr als 1600 Verletzte gemeldet

10.15: Seit Beginn des Iran-Kriegs sind laut Israels Gesundheitsministerium im Land mehr als 1600 Verletzte in Spitälern behandelt worden.

Berichten zufolge sind darunter neben durch Raketenangriffe Verletzte auch viele Menschen, die sich auf dem Weg in Schutzräume verletzt haben. Zudem werden demnach auch Personen gezählt, die wegen Angstzuständen, ausgelöst durch die Angriffe, behandelt wurden.

Israel
Wegen des Iran-Krieges sind bisher mehr als 1600 Verletzte in israelischen Spitälern behandelt worden. - keystone

In den vergangenen 24 Stunden seien nach Raketenbeschuss 140 Menschen in Kliniken eingeliefert worden, darunter eine schwer verletzte Person, teilte das Gesundheitsministerium weiter mit.

Insgesamt wurden in Israel im Zuge des Kriegs bislang elf Menschen getötet. Im Iran sollen seit Samstag bereits mehr als 1.200 Menschen ums Leben gekommen sein, wie iranische Medien unter Berufung auf eine staatliche Stiftung berichteten. Auch in den Golfstaaten gab es bei iranischen Angriffen bereits mehrere Tote.

Universitäten im Iran stellen Betrieb ein

10.07: Im Iran sind die Universitäten wegen des Kriegs bis auf weiteres geschlossen worden.

Der Betrieb sei vollständig eingestellt worden, berichtete das Onlineportal «Eslahat-News», das der Reformbewegung nahesteht, unter Berufung auf das Wissenschaftsministerium. Weder Unterricht in Präsenz noch Online-Lehre werde stattfinden, hiess es.

Neue Raketen auf Israel gefeuert

09.52: Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge eine neue Welle an Raketen auf Israel gefeuert. Das berichteten der staatliche iranische Rundfunk und die Nachrichtenagentur Tasnim, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht. In Israel wurde Raketenalarm ausgelöst.

Bei mutmasslich iranischen Angriffen auf Bahrain sind mehrere zivile Gebäude beschädigt worden. Wie das Innenministerium des Golfstaats mitteilte, wurden zwei Wohnhäuser und ein Hotel in der Hauptstadt Manama zum Ziel «iranischer Aggression».

In einem der Gebäude sei ein Wohnungsbrand gelöscht worden. Tote oder Verletzte habe es keine gegeben.

Zypern strebt Nato-Beitritt an

09.40: Angesichts des Drohnenangriffs auf Zypern wird auf der EU-Inselrepublik ein Beitritt zur Nato diskutiert. «Wenn es möglich wäre, würden wir sogar morgen einen Antrag einreichen», sagte Präsident Nikos Christodoulidis dem griechischen Sender Skai.

Er erklärte zugleich, dass Zypern bereits Vorbereitungen für einen möglichen Nato-Beitritt treffe. Auf militärischer, operativer und administrativer Ebene werde daran gearbeitet, damit das Land handeln könne, «sobald die politischen Bedingungen dies zuliessen».

Nikos Christodoulidis
Der Präsident von Zypern, Nikos Christodoulidis, strebt ein Nato-Beitritt an. (Archivbild) - keystone

Christodoulidis betonte jedoch, dass ein solcher Schritt derzeit nicht umgesetzt werden könne. Grund sei die langjährige Haltung der Türkei, die als Nato-Mitglied einen Beitritt Zyperns ablehnt. Über neue Mitglieder entscheidet das Bündnis einstimmig.

Auslöser der aktuellen Diskussion über einen zyprischen Antrag zum Nato-Beitritt ist ein Drohnenangriff auf den britischen Militärstützpunkt nahe der zyprischen Hafenstadt Limassol in der Nacht zum Montag.

Hisbollah-Stellungen in Vororten Beiruts bombardiert

08.20: Bei ihren jüngsten Angriffen auf Ziele in mehreren Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut hat Israels Luftwaffe Armeeangaben zufolge in der Nacht unter anderem eine Kommandozentrale der Hisbollah ins Visier genommen.

Ausserdem seien zehn Hochhäuser angegriffen worden, in denen sich militärische Infrastruktur der Miliz befunden habe, teilte Israels Militär am Morgen mit. Ein weiteres Ziel sei ein Drohnenlager gewesen. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht.

Beirut
In der Nacht auf Freitag gab es Angriffe auf mehrere Vororte von Beirut. - keystone

Laut Augenzeugen dauerten die israelischen Angriffe in der Nacht mehrere Stunden an. Das israelische Militär sprach von einer «grossangelegten Angriffswelle». Auch Einwohner bestätigten, dass mehrere Gebäude dem Erdboden gleichgemacht worden seien. In den Strassen lägen Trümmer. Einige Menschen kehrten am Morgen in die Viertel zurück, um nach ihren Häusern zu sehen, wie ein Augenzeuge der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Laut Israels Armee soll die angegriffene Kommandozentrale dem Exekutivrat der Miliz gehört haben. Dieser leitet die vom Iran unterstützte Schiitenorganisation in politischen, organisatorischen und sozialen Bereichen.

Iran kündigt Ausweitung der Gegenangriffe an

07.50: Irans Streitkräfte haben knapp eine Woche nach Kriegsbeginn eine Ausweitung ihrer Gegenangriffe angekündigt.

Iran
Iran hat eine Ausweitung der Gegenangriffe angekündigt. - keystone

In den kommenden Tagen werde der Feind intensiver und umfangreicher angegriffen, berichtete der staatliche Rundfunk unter Berufung auf das zentrale Hauptquartier «Chatam Al-Anbija», das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt.

Etihad kündigt weitere Flüge nach Europa an

06.05: Nach den zahlreichen Flugausfällen wegen des Iran-Kriegs hat die Fluggesellschaft Etihad Airways ab heute eine begrenzte Zahl Flüge von Abu Dhabi auch nach Europa angekündigt.

Man werde unter anderem Frankfurt, London, Madrid, Mailand, Paris, Rom und Zürich anfliegen, hiess es auf der Webseite der Airline mit Sitz in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Fluggäste mit bestehenden Buchungen würden schnellstmöglich untergebracht.

Deutschland bittet Evakuierte zur Kasse

03.00: Am Donnerstagmorgen landete eine Lufthansa-Maschine im Auftrag der deutschen Regierung in Frankfurt. An Bord waren 250 evakuierte Deutsche, die zuvor wegen des Krieges gestrandet waren.

Wie unter anderem «t-online» berichtet, war die Rückholaktion der Regierung aber nicht gratis: So müssen die Rückkehrer für den Flug je 500 Euro bezahlen. Das Auswärtige Amt teilt mit, dass das ungefähr dem üblichen Economy-Tarif entspricht.

iran
Deutschland hat über 200 Staatsbürger aus der Golfregion zurückgeholt und bittet sie jetzt zur Kasse. - keystone

Die Schweiz hat noch keine Rückholaktion gestartet oder geplant. Dabei stecken rund 5000 Schweizer in der Golfregion fest. Die Swiss führte aber einen Sonderflug durch und holte so 221 Schweizer zurück.

Saudi-Arabien: Beschuss von Luftwaffen-Basis abgewehrt

02.20: Ein Luftwaffenstützpunkt in Saudi-Arabien ist Ziel eines Raketenangriffs geworden. Die Luftabwehr habe drei ballistische Raketen, die in Richtung der Prince Sultan-Basis abgefeuert worden seien, abgefangen und zerstört, teilte das saudische Verteidigungsministerium in der Nacht auf X mit.

Irans Streitkräfte attackieren neben Israel auch Stellungen in den Golfstaaten, darunter neben Saudi-Arabien in Bahrain, Katar, Kuwait, den Vereinigten Arabischen Emiraten und im Irak. In diesen Staaten haben die USA Stützpunkte.

Hegseth: «Wir haben keinen Mangel an Munition»

01.15: Im Krieg gegen den Iran sehen sich die USA haushoch überlegen und für einen längeren Einsatz gewappnet. «Wir haben keinen Mangel an Munition», sagte Verteidigungsminister Pete Hegseth bei einer Pressekonferenz.

Die Vorräte an offensiven und defensiven Waffen ermöglichten es, die Kampagne «so lange aufrechtzuerhalten, wie es nötig ist». Er trat damit Befürchtungen einiger Demokraten entgegen, die sich zuletzt besorgt über die grosse Menge Munition gezeigt hatten, die die USA in dem Krieg einsetzen.

Kommentare

User #4192 (nicht angemeldet)

Aha und woher wollt ihr das wissen? Wart ihr wieder mal dabei?

User #1871 (nicht angemeldet)

Hihi, jetzt sind sich Butin und Trömp Fans nicht mehr einig. 🥳🥳🥳

Weiterlesen

a
574 Interaktionen
«Raketenregen»
donald trump
660 Interaktionen
Iran
257 Interaktionen
Endlich in Sicherheit
Symbolbild Rechtsschutz
81 Interaktionen
Krank an freiem Tag

MEHR IN NEWS

dietlikon
Dietlikon ZH
Gletscher
3 Interaktionen
Nach Rekordjahren
Appenzell

MEHR AUS IRAN

WM 2026
Flucht aus Iran
minab
Iran-Konflikt
Teheran Krieg
12 Interaktionen
Auf Ziele im Iran
Iran Internet
3 Interaktionen
Kein Zugang