Iran richtet Ringer (19) öffentlich hin

Etienne Sticher
Etienne Sticher, Keystone-SDA

Iran,

Der Iran-Krieg dauert bereits seit bald drei Wochen. Mehrere hochrangige Politiker und Militärs wurden von Israel und den USA getötet.

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Das iranische Regime schlug die Proteste im Januar brutal nieder. Jetzt wurden drei Teilnehmer öffentlich hingerichtet. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Am 28. Februar griffen Israel und die USA den Iran an und starteten den Krieg.
  • Der Iran schlägt grossflächig zurück und attackiert auch Ziele in den Golfstaaten.
  • Im Ticker von Nau.ch verpasst du keine Entwicklung im Nahen Osten.

Am 28. Februar griffen die USA und Israel den Iran an. Seither wurden mehrere hochrangige Militärs und Politiker, darunter der Oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei, getötet. Zudem greift Israel wieder Stellungen der Hisbollah im Libanon an.

Der Iran schlägt grossflächig zurück und attackiert auch die Golfstaaten sowie deren Energieinfrastruktur. Zudem blockiert das Land die für den Ölhandel wichtige Strasse von Hormus, was zu starken Preisanstiegen und grossen Unsicherheiten führt.

Bereitet dir der Krieg im Nahen Osten Sorgen?

Wie lange der Krieg noch dauern wird, ist unklar. Donald Trump hat angetönt, dass er nach wenigen Wochen beendet sein werde. Doch die politischen Ziele der USA und auch Israels sind weiterhin nicht bekannt.

Im Ticker von Nau.ch bleibst du auf dem Laufenden:

Iran richtete drei Personen öffentlich hin

03.00: Während der Proteste im Januar hat das iranische Regime Tausende Menschen getötet und unzählige festgenommen. Jetzt wurden drei Teilnehmer der Proteste, darunter der 19-jährige Ringer Saleh Mohammadi, öffentlich hingerichtet. Dies berichten verschiedene Menschenrechtsorganisationen.

Nach der Festnahme wurde Mohammadi im Gefängnis gefoltert, bis er ein Geständnis ablegte. Er gab zu, zusammen mit den beiden anderen Männern zwei Polizisten getötet zu haben. Auch wurde ihnen «Kriegsführung gegen Gott» vorgeworfen. Deswegen wurden sie zum Tode verurteilt.

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Der Iran hat drei Teilnehmer der Proteste im Januar öffentlich hingerichtet. - Screenshot X

Menschenrechtler Nima Far sprach gegenüber «Fox» von einem «offenen politischen Mord». Der Iran nehme Athleten bewusst ins Visier, um die Gesellschaft zu terrorisieren.

Amnesty International bezeichnet den Prozess gegen Mohammadi und die beiden anderen Männer als Farce. Das Schnellverfahren weise «keinerlei Ähnlichkeiten mit einem sinnvollen Prozess» auf.

EU-Staaten wollen auf Migrationskrise vorbereitet sein

02.50: Die Europäischen Staats- und Regierungschefs wollen sich angesichts der eskalierenden Lage im Nahen Osten nicht von einer möglichen Migrationskrise überraschen lassen. «Wir werden nicht zulassen, dass sich 2015 wiederholt», sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach dem EU-Gipfel in Brüssel. Bisher beobachte man wegen der Situation keine Migrationsbewegungen in Richtung Europa, aber die EU müsse vorbereitet sein.

In den Abschlusserklärungen der Staats- und Regierungschefs heisst es, die EU sei bereit, ihre diplomatischen, rechtlichen, operativen und finanziellen Instrumente zu nutzen, um «unkontrollierte Migrationsbewegungen» zu verhindern. «Die Sicherheit und die Kontrolle der Aussengrenzen der Europäischen Union werden weiter gestärkt.»

Israels Luftwaffe fliegt weitere Angriffswelle im Iran

02.30: Israels Luftwaffe greift weiter im Iran an. Die Streitkräfte hätten eine neue «Welle» an Attacken im ganzen Land begonnen, teilte die israelische Armee in der Nacht mit. Ziel sei «Infrastruktur des iranischen Terrorregimes», hiess es in einer kurzen Mitteilung auf Telegram ohne nähere Einzelheiten.

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Israel fliegt eine neue Angriffswelle gegen den Iran. - keystone

Kurz zuvor hatte der Iran gleich mehrere Raketensalven auf Israel abgefeuert. Berichte über Verletzte oder grössere Schäden gab es nicht.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte zuvor noch laut der Zeitung «Times of Israel» gesagt: «Der Iran ist schwächer denn je.» Nach knapp drei Wochen Krieg könne der Iran kein Uran mehr anreichern und auch keine ballistischen Raketen mehr herstellen.

EU-Staaten fordern Aussetzen von Angriffen auf Energie

01.50: Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union fordern im Iran-Krieg ein Aussetzen der Angriffe auf Anlagen des Energie- und Wasser-Sektors. Darauf verständigten sie sich bei einem Gipfel in Brüssel. Sie riefen zudem alle Parteien «zur Deeskalation und zu grösstmöglicher Zurückhaltung, zum Schutz der Zivilbevölkerung und der zivilen Infrastruktur sowie zur uneingeschränkten Achtung des Völkerrechts» auf.

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