Iran: Reaktivierung von UN-Sanktionen «null und nichtig»

    Keystone-SDA
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    Der Iran wehrt sich gegen die Reaktiverung der UN-Sanktionen. Der iranische Aussenminister kritisiert, die Sanktionen seien in keiner Weise zu rechtfertigen.

    Frau vor Plakat
    Laut staatlichen Medien hat der Iran seine Botschafter in Grossbritannien, Frankreich und Deutschland zu Konsultationen zurückgerufen, nachdem die drei europäischen Länder den Iran vor dem UN-Sicherheitsrat angezeigt hatten, was zur Wiedereinführung von Sanktionen führte. (Symbolbild) - keystone

    Der Iran hat die Reaktivierung der UN-Sanktionen wegen seines Atomprogramms durch Deutschland, Frankreich und Grossbritannien als rechtswidrig kritisiert.

    Aussenminister Abbas Araghtschi schrieb an UN-Generalsekretär António Guterres: «Die Massnahme der drei europäischen Länder ist aus rechtlicher und verfahrenstechnischer Sicht fehlerhaft und daher null und nichtig.»

    Sanktionen seien nicht zu rechtfertigen

    Das Inkrafttreten der UN-Sanktionen stelle einen «eindeutigen Missbrauch» des Wiener Atomabkommens von 2015 dar. Es sei weder politisch noch moralisch zu rechtfertigen, kritisierte der Minister.

    Er erwarte von Guterres, dass er die drei europäischen Staaten und die USA davon abhalte, die UN für ihre politischen Zwecke zu instrumentalisieren.

    Snapback-Mechanismus in Gang gesetzt

    Die Sanktionen waren in der Nacht wieder in Kraft getreten. Deutschland, Frankreich und Grossbritannien hatten Ende August den sogenannten Snapback-Mechanismus zur Wiedereinführung der Sanktionen in Gang gesetzt, weil der Iran ihrer Ansicht nach gegen das Atomabkommen von 2015 verstösst.

    Wie der Iran konkret auf die UN-Sanktionen reagieren wird, ist noch unklar. Teheran hatte bereits seine Botschafter aus Berlin, Paris und London zu Beratungen zurückgerufen.

    Aussetzung der Zusammenarbeit in Aussicht gestellt

    Araghtschi und Präsident Massud Peseschkian haben zudem eine Aussetzung der Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde in Aussicht gestellt. Hardliner im Parlament fordern als Gegenmassnahme Irans Austritt aus dem Atomwaffensperrvertrag.

    In Teheran wächst die Sorge, dass die Reaktivierung der UN-Sanktionen die ohnehin desolate Wirtschaftslage weiter verschärfen könnte.

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