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    Grammy-Preisträger widmet Song toten Demonstranten im Iran

    Keystone-SDA
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    Iran,

    Der berühmte iranische Sänger und Grammy-Preisträger Scherwin Hadschipur hat einen neuen Song den vielen getöteten Demonstranten in seinem Land gewidmet. «Gewidmet denjenigen, die ihr Leben verloren haben, und den trauernden Herzen der Hinterbliebenen», schrieb der 28 Jahre alte Singer-Songwriter zu seinem neuen Song «Iranam» (mein Iran) auf der Plattform Youtube.

    ARCHIV - Im Jahr 2023 nahm die damalige First Lady der USA, Jill Biden, bei der Verleihung der 65. Grammy Awards im Namen von Scherwin Hadschipur den Preis für den besten Song für soz...
    ARCHIV - Im Jahr 2023 nahm die damalige First Lady der USA, Jill Biden, bei der Verleihung der 65. Grammy Awards im Namen von Scherwin Hadschipur den Preis für den besten Song für soz... - Keystone/Invision/AP/Chris Pizzello

    In seinem neuesten Werk gibt er den jungen Menschen eine Stimme, die bei den Repressionen Anfang Januar ums Leben gekommen waren. «Die Stiefel an meinem Hals, das Seil um meinen Nacken, Abdrücke an meinen Füssen, aber ich rede trotzdem», singt er zu Beginn des Songs. «Nimm mir meinen Boden, mein Blut, sogar meine Leiche – alles spricht für sich. Denn ich bin Iran.»

    Nach einer kurzen Gesangseinlage werden in einem Teil des rund zweiminütigen Videos Porträtfotos junger Menschen in Schwarz-Weiss eingeblendet, wohl von Opfern der jüngsten staatlichen Gewalt. «Keine Person ausser mir selbst trägt in irgendeiner Form Verantwortung für die Veröffentlichung dieses Werkes», schreibt der Sänger dazu auf YouTube.

    Hadschipur war Ende vergangenen Jahres, noch vor Beginn der Massenproteste, in die Kritik geraten. Anlass war ein neues Album, das er mit Genehmigung des Kultusministeriums veröffentlichte. Fans, die ihn für seine kritische Haltung geschätzt hatten, warfen ihm vor, sich den Zensurvorgaben der Behörden zu beugen. Im Iran benötigen Künstler im kommerziellen Bereich eine staatliche Erlaubnis für ihre Veröffentlichungen.

    Hadschipur hatte vor drei Jahren mit seiner Ballade «Baraye» («Für») internationale Bekanntheit erlangt. Darin gab der Künstler den Menschen, die damals im Iran gegen die repressive Politik auf die Strasse gingen, eine Stimme. Kurz nach Veröffentlichung wurde der Sänger festgenommen und musste sich – wahrscheinlich unter massiver Einschüchterung – dafür entschuldigen. Später kam er auf Kaution frei. Das Lied wurde mit einem Grammy ausgezeichnet.

    Irans Justiz verurteilte den Musiker später zu fast vier Jahren Haft. Ihm wurde vorgeworfen, «Musik gegen das System» geschaffen und sich mit «gegnerischen und antirevolutionären Gruppen» zusammengeschlossen zu haben. Erst im September 2024 wurde das Urteil durch eine Begnadigung aufgehoben.

    Kommentare

    User #4632 (nicht angemeldet)

    Diesmal habe ich 28 Taschentücher gebraucht vor lauter Rührung.....😂

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