Wegen Doku: Bauunternehmer gibt 100'000.- für Halbierungsinitiative
Balz Halter vertritt in einer SRF-Doku zur Wohnungsnot die Baubranche. Der Film sei einseitig, weshalb er 100'000 Franken für die Halbierungsinitiative spendet.
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Das Wichtigste in Kürze
- Der Bauunternehmer Balz Halter spendet 100'000 Franken für die Halbierungsinitiative.
- Dies, nachdem er in einem SRF-Dokfilm als Vertreter der Baubranche aufgetreten war.
- Laut Halter ist die Berichterstattung befangen.
Noch vor kurzem stand Balz Halter dem SRF in einem Dokfilm Red und Antwort. Nun spendet er den Befürwortern der Halbierungsinitiative 100'000 Franken.
Was ist passiert?
Halters Immobiliengrosskonzern spielt besonders im Raum Zürich eine grosse Rolle im Immobiliengeschäft. Der SRF-Dokfilm handelte vom Schweizer Wohnungsmarkt, explodierenden Mietpreisen, Leerkündigungen und Profitgier.
Balz Halter, der Verwaltungsratspräsident der Halter Gruppe, war der einzige Vertreter der Immobilienindustrie in diesem Film. Seiner Meinung nach kamen er und die Immobilienbranche dabei nicht gut weg – das ist der Auslöser für seine Spende, wie die «Schweiz am Wochenende» berichtet.
Balz Halter sagt, er habe bereits während der Aufnahmen gemerkt, dass der Beitrag wohl unausgewogen ausfallen werde. Er habe noch versucht, vor der Ausstrahlung zu intervenieren – vergeblich.
«Das hat tatsächlich den Ausschlag gegeben», sagt Balz Halter zu CH Media. Die «einseitige» Färbung der Sendung habe ihn zum Entschluss gebracht, die SRG-Initiative mit einem Beitrag von 100'000 Franken zu unterstützen.
Als «liberaler Geist» sei er schon vorher Befürworter der Initiative gewesen.
«Es muss sich etwas ändern»
Dennoch betont er gemäss der Zeitung mehrfach, dass er den Service Public der SRG grundsätzlich schätze und als wichtig erachte. Es müsse sich aber etwas ändern: «Vielleicht ist der einzige Weg, wie beim SRF wieder ausgewogenere Beiträge erscheinen, eine Reduktion der Mittel.»
Das SRF weist die Vorwürfe einer befangenen Berichterstattung zurück: «Die Ausgewogenheit ergibt sich aus der Gesamtschau der vertretenen Positionen», schreibt SRF auf Anfrage der Zeitung.
Deshalb stehe man weiterhin hinter dem Film. Zudem sei das SRF nach der Ausstrahlung mit Halter in Kontakt gewesen.
















