Iran-Ticker: Trump erwägt Truppenreduzierung in Deutschland

    Im Iran-Krieg zeichnet sich kein schnelles Ende ab. US-Präsident Donald Trump weist seine Berater an, sich auf eine monatelange Seeblockade einzustellen.

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    Donald Trump stellt sich auf eine längere Blockade der Strasse von Hormus ein. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Zwischen den USA und dem Iran herrscht eine Waffenruhe, die Verhandlungen stocken.
    • Die Strasse von Hormus bleibt blockiert, die Weltwirtschaft bangt.
    • Im Ticker von Nau.ch bleibst du auf dem Laufenden.

    Seit Wochen hält der Krieg zwischen den USA und dem Iran die Welt in Atem. Derzeit gilt zwar eine Waffenruhe, aber die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran sind ins Stocken geraten.

    Streitpunkt Nummer eins: die Strasse von Hormus. Die USA blockieren iranische Schiffe und Häfen, der Iran wiederum hält die Meerenge weitgehend dicht.

    Glaubst du, dass sich die Lage im Nahen Osten bald entspannen wird?

    Auch zwischen dem Libanon und Israel gilt eine Waffenruhe, Verhandlungen sind geplant. Beide Seiten werfen sich derweil Verstösse gegen die Feuerpause vor.

    Im Nau.ch-Ticker erfährst du alles rund um den Iran-Krieg:

    Geräusche der Flugabwehr in Teheran zu hören

    23.05: In der iranischen Hauptstadt Teheran sind wieder Geräusche der Flugabwehr zu hören gewesen. Der staatliche Rundfunk Irib berichtete, die Flugabwehr habe sich in den frühen Abendstunden gegen Kleinstflugkörper gerichtet, deren Herkunft unklar sei.

    Trump: US-Truppenabzug auch aus Italien und Spanien vorstellbar

    21.48: Einen Tag nach seiner Drohung eines US-Truppenabzugs aus Deutschland legt Präsident Donald Trump nach. Auf die Frage, ob er sich einen solchen Schritt auch in Italien und Spanien vorstellen könne, sagte er: «Ja, wahrscheinlich. Wahrscheinlich werde ich das.»

    Italien habe sich nicht als Hilfe für die Vereinigten Staaten erwiesen, sagte Trump weiter ohne Nennung weiterer Details. Über Spanien, mit dem der Republikaner seit geraumer Zeit im Clinch liegt, sagte er: «Furchtbar, absolut furchtbar.»

    Libanon: Soldat bei israelischem Angriff getötet

    21.05: Bei einem israelischen Luftangriff im Südlibanon sind nach Armeeangaben ein Soldat und Angehörige von ihm getötet worden. Der Angriff habe das Wohnhaus der Familie in der Region Nabatija getroffen, teilten die libanesischen Streitkräfte mit. Israels Militär äusserte sich auf Anfrage nicht zu den Vorwürfen.

    Hegseth: 60-Tage-Frist für Krieg gilt nicht bei Waffenruhe

    20.35: Die US-Regierung darf nach Ansicht von Verteidigungsminister Pete Hegseth den Krieg gegen den Iran noch Wochen ohne Zustimmung des Kongresses fortsetzen. «Wir befinden uns derzeit in einer Waffenruhe, was nach unserem Verständnis bedeutet, dass die 60-Tage-Frist (...) pausiert oder stoppt», sagte er vor einem Ausschuss des Senats.

    Der demokratische Senator Tim Kaine hatte Hegseth damit konfrontiert, dass in den kommenden Tagen eine Frist abläuft, in der ein Präsident ohne Einwilligung des Parlaments Krieg führen darf. Auf die Frage, ob Donald Trump um eine Verlängerung von 30 Tagen bitten werde, ging Hegseth nicht ein.

    Irans Führung zeigt sich entschlossen

    17.10: Die iranische Führung legt im Konflikt mit den USA rhetorisch nach. Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf schrieb auf X, Irans Kontrolle über die Strasse von Hormus ermögliche nicht nur dem Iran, sondern auch Nachbarländern eine «unabhängige Zukunft frei von der Präsenz und Einmischung der USA».

    Modschtaba Chamenei
    Der Iran gibt im Krieg gegen die USA nicht nach. - keystone

    Auch Irans Präsident Massud Peseschkian äusserte sich nach Angaben des Staatsenders Irib in einem Telefonat mit Japans Premierministerin Sanae Takaichi. Der Iran sei bereit, den diplomatischen Prozess fortzusetzen und eine faire Lösung sowie regionalen Frieden zu erreichen. Dies setze ein Ende der «überzogenen Forderungen und provokativen Massnahmen der USA» voraus.

    Zuvor war eine Rede, die Irans oberstem Führer Modschtaba Chamenei zugeschrieben wird, im staatlichen Fernsehen verlesen worden. Anlässlich des Tags des Persischen Golfs hiess es darin unter anderem: «Aussenstehende, die aus Tausenden Kilometern Entfernung kommen und dort Unruhe stiften, haben keinen Platz unter uns – ausser auf dem Grund seiner Gewässer.»

    Beamter: Trump sucht im Iran-Krieg neuen Ansatz mit Partnern

    16.38: Inmitten festgefahrener Gespräche zwischen Washington und Teheran versucht die US-Regierung unter Präsident Donald Trump Kreisen zufolge einen neuen Ansatz.

    Ein neues Koordinierungsgremium solle die «Zusammenarbeit zwischen den Vereinigten Staaten und unseren Verbündeten in der Strasse von Hormus erleichtern», teilte ein ranghoher Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur mit.

    Donald Trump
    Hat die Strasse von Hormus noch nicht freigebracht: US-Präsident Donald Trump. - keystone

    Konkret soll das «Maritime Freedom Construct» den Informationsaustausch unter den noch nicht genannten Alliierten ermöglichen und «diplomatische sowie wirtschaftliche Massnahmen abzustimmen», um den Iran im Falle einer weiteren Blockade der Meerenge zu sanktionieren.

    Welche Länder genau teilnehmen sollen und ob etwa Deutschland angefragt wurde, war zunächst unklar. Das US-Militär solle unterdessen die Seeblockade von Schiffen, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen, aufrechterhalten.

    Irans Führung: Amerikaner gehören auf den Meeresboden

    13.56: Die Führung des Irans hat angekündigt, seine Atom- und Raketenkapazitäten zu schützen und zugleich den USA gedroht.

    «Neunzig Millionen iranische Bürger im In- und Ausland betrachten alle Atom- und Raketenfähigkeiten als nationales Gut und werden sie wie ihre See-, Land- und Luftgrenzen verteidigen», hiess es in einer Rede des obersten Führers Modschtaba Chamenei, die im staatlichen Fernsehen verlesen wurde.

    Zugleich wurden erneute Drohungen gegen die Präsenz der US-Streitkräfte in der Region ausgesprochen.

    Modschtaba Chamenei iran krieg
    Die Rede des obersten Führers Modschtaba Chamenei wurde im staatlichen Fernsehen verlesen. - keystone

    Zwei Monate nach dem «grössten Militärangriff und der Aggression der Weltbullys» in der Region sowie «nach dem beschämenden Scheitern Amerikas mit seinem Plan» werde ein neues Kapitel für den Persischen Golf und die Strasse von Hormus geschrieben, sagte Chamenei demnach weiter.

    Die Islamische Republik teile das gleiche Schicksal mit den Nachbarn in den Gewässern des Persischen Golfs und des Golfs von Oman.

    «Aussenstehende, die aus Tausenden Kilometern Entfernung kommen und dort Unruhe stiften, haben keinen Platz unter uns – ausser auf dem Grund seiner Gewässer.» Die verlesene Ansprache erfolgte anlässlich des Tags des Persischen Golfs, der jährlich im Iran am 30. April begangen wird.

    Preis für Brent-Öl steigt auf höchsten Stand seit Anfang 2022

    08.03: Der Preis für Öl der Nordseesorte Brent ist wegen der andauernden Blockade der Strasse von Hormus auf den höchsten Stand seit mehr als vier Jahren gestiegen. Ein Fass (159 Liter) mit Lieferung zum Juni kostete 126,41 US-Dollar.

    Das sind sieben Prozent mehr als am Vortag. So teuer war Brent zuletzt Anfang 2022.

    Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar hat sich Öl der weltweiten Referenzsorte Brent um etwas mehr als 70 Prozent verteuert. Auch andere Ölpreise, wie derjenige für die US-Sorte WTI, legten in einem ähnlichen Ausmass zu.

    Händler führten den kräftigen Anstieg in der Nacht auf die nach wie vor stockenden Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA zurück.

    Medien: Grösster US-Flugzeugträger soll Nahen Osten verlassen

    02.45: Der grösste Flugzeugträger der US-Marine, die «USS Gerald R. Ford», soll Medienberichten zufolge bald den Nahen Osten verlassen. In den kommenden Tagen werde er in Richtung USA aufbrechen, berichtete unter anderem die «Washington Post» unter Berufung auf mehrere US-Beamte.

    donald trump
    Die «USS Gerald R. Ford» soll aus dem Nahen Osten abgezogen werden. - keystone

    Der monatelange Einsatz auf See habe seine Spuren hinterlassen – zurück im Hafen werde das Schiff voraussichtlich umfangreiche Reparaturen und Wartungsarbeiten durchlaufen, schrieb die Zeitung.

    Der Schritt würde die militärische Schlagkraft der USA im Krieg mit dem Iran schwächen – zu einem Zeitpunkt, zu dem zwar eine Waffenruhe gilt, eine baldige Verhandlungslösung aber nicht in Sicht ist.

    Irans Marine-Chef droht US-Militär wegen Seeblockade

    02.30: Angesichts der von den Vereinigten Staaten gegen den Iran verhängten Seeblockade hat der Kommandeur der iranischen Marine den US-Truppen in der Region gedroht. Der Iran habe die Strasse von Hormus geschlossen, zitierte der regierungstreue iranische Fernsehsender Press TV den Marine-Chef Scharam Irani.

    «Sollten sie sich weiter nähern, werden wir unverzüglich operative Massnahmen ergreifen», sagte er über die US-Marine, die Schiffe derzeit daran hindert, iranische Häfen anzusteuern oder aus ihnen auszulaufen.

    Das iranische Militär werde den Feind bald mit einer Waffe angreifen, «vor der er grosse Angst hat», kündigte Irani an. Um welche Art von Waffe es sich dabei handeln soll, sagte er nicht. Derzeit gilt zwischen dem Iran und den USA eine Waffenruhe.

    Trump: USA erwägen Truppenreduzierung in Deutschland

    00.30: Die USA prüfen nach Aussage von Präsident Donald Trump eine mögliche Truppenreduzierung in Deutschland. Eine Entscheidung solle in Kürze getroffen werden, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.

    Zuletzt entbrannte ein Streit zwischen Friedrich Merz, der die US-Offensive im Iran kritisierte, und Donald Trump. Es sei kein Wunder, «dass es Deutschland so schlecht geht, sowohl wirtschaftlich als auch in anderer Hinsicht». Er warf dem Kanzler vor, damit einverstanden zu sein, dass der Iran über Atomwaffen verfüge.

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    Donald Trump erwägt, die Truppenstärke in Deutschland zu reduzieren. - keystone

    Trump hatte bereits in seiner ersten Amtszeit von 2017 bis 2021 mit einer Reduzierung des Truppenkontingents in Deutschland gedroht. Aktuell sind nach Angaben des US-Militärs von Mitte April 86'000 Soldaten in Europa stationiert – davon rund 39'000 in Deutschland. Die Zahl verändert sich regelmässig, auch wegen Rotationen und Übungen.

    Trump: Iran-Gespräche laufen telefonisch

    00.05: Donald Trump hat erklärt, dass die Verhandlungen mit dem Iran derzeit telefonisch geführt werden. Man verzichte auf zeitaufwendige persönliche Treffen, auch wenn er diese bevorzuge, sagte Trump am Mittwoch im Weissen Haus. Es sei «lächerlich» 18 Stunden zu fliegen, um am Ende absehbar unbefriedigende Ergebnisse zu erhalten.

    Zwar habe es Fortschritte gegeben, ein Durchbruch sei aber noch nicht erreicht, sagte er. Eine Einigung werde es nur geben, wenn Teheran vollständig auf Atomwaffen verzichte. Auf die Frage, ob dafür aus seiner Sicht zusätzlicher militärischer Druck nötig werden könnte, zeigte sich Trump unentschieden. «Ich weiss es nicht», sagte er.

    Kommentare

    User #5532 (nicht angemeldet)

    Grossisreal mit König Netanjahu ist am entstehen - mit Trump als nützlichen Idiot fürs Grobe. Naja, allzu lang wird das kaum halten. Auch wenn er es schafft.

    User #3801 (nicht angemeldet)

    Bitte Starbucks mitnehmen. Dankew

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