Iran greift Israel an: Sorge vor weiterer Eskalation wächst

    Nikolaus Führmann
    Nikolaus Führmann

    Israel,

    Der Iran greift Israel an und verstärkt die Angst vor einer maximalen Eskalation in Nahost. Die Weltgemeinschaft ruft zu Gesprächen auf.

    Iran greift Israel an
    Der Iran greift Israel an und trifft mit seinen Raketen auch Schulen, wie hier in der Stadt Gedera. - Keystone

    Der Iran hat in der Nacht zum Sonntag einen massiven Angriff auf Israel gestartet; laut israelischen Angaben wurden über 200 Drohnen und Raketen abgefeuert. Die Attacke markiert eine dramatische Eskalation im Nahen Osten.

    Iran greift Israel an
    Irans oberster Führer Ali Chamenei macht Israel und seine Verbündeten für die Eskalation in Nahost verantwortlich. - Keystone

    Laut «Reuters» habe der Iran den Angriff als Vergeltung für einen israelischen Luftschlag auf das iranische Konsulat in Damaskus bezeichnet. Hierbei waren Anfang April mehrere hochrangige iranische Militärs getötet worden.

    Israels Militär erklärte derweil, die meisten Geschosse abgefangen zu haben. Premierminister Benjamin Netanyahu kündigte eine «entschlossene Reaktion» an.

    Iran greift Israel an: Weltgemeinschaft alarmiert

    Die USA verurteilten den iranischen Angriff scharf: Präsident Joe Biden sicherte Israel die volle Unterstützung zu. Laut «CNN» ordnete er an, dass das US-Militär iranische Raketen abfangen solle.

    USA Präsident Joe Biden
    US-Präsident Biden verurteilte den iranischen Angriff auf Israel scharf. - Keystone

    Auch europäische Staaten stellten sich hinter Israel. Der britische Premierminister Rishi Sunak nannte den Angriff «rücksichtslos», Frankreichs Präsident Emmanuel Macron warnte vor einer regionalen Eskalation.

    Die Vereinten Nationen zeigten sich äusserst besorgt. Generalsekretär António Guterres rief alle Seiten zur Zurückhaltung auf.

    Raketenalarm auch im Irak und Jordanien

    In Israel heulten vielerorts die Sirenen. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, Schutzräume aufzusuchen; der Luftraum wurde gesperrt.

    Iran greift Israel an
    Auch in Jordanien und im Irak löste der Angriff des Irans Alarm aus. - Open Street Map

    «Al Jazeera» meldet, dass auch in Jordanien und im Irak Raketenalarm ausgelöst wurde. Beide Länder schlossen vorübergehend ihren Luftraum.

    Im Libanon begrüsste die Hisbollah-Miliz den iranischen Angriff. Sie drohte Israel mit weiteren Vergeltungsschlägen.

    Allgemeine Unsicherheit

    Experten warnen vor einer noch gefährlicheren Zuspitzung des Konflikts. «Die Situation könnte schnell ausser Kontrolle geraten», zitiert die «BBC» einen Nahost-Analysten.

    Die internationale Gemeinschaft bemüht sich um Deeskalation. Mehrere Staaten riefen zu direkten Gesprächen zwischen Iran und Israel auf.

    An den Finanzmärkten sorgte der Angriff für Nervosität. Der Ölpreis stieg deutlich an.

    Glaubst du, dass eine weitere Eskalation im Nahen Osten grössere Auswirkungen auf die Weltmärkte mit sich bringt?

    Kommentare

    User #5366 (nicht angemeldet)

    Irgendwann bald mal kommt die Rüstungsindustrie nicht mehr nach, Bomben und Raketen zu produzieren.

    User #3131 (nicht angemeldet)

    Bin nun inzwischen 60 Jahre alt und kann mich nicht an eine friedliche Zeit im nahen Osten erinnern. Das traurige an der ganzen Sache ist dass man mit der Zeit immer mehr abstumpft wenn man solche Nachrichten zu hören und sehen bekommt. Das erste das bei einem Krieg verloren geht ist die Wahrheit. Man kann die Bücher der Geschichte zurück blättern soviel man will, es war und ist noch heute ein einziger Kampf um Macht und Territoriale Ansprüche. Durch die Unfähigkeit der Selbst Reflektion der meisten Menschen und durch ständige Indoktrinierung der Generationen werden diese Probleme erst geboren. Niemand hat das Recht auf eine eigene Wahrheit, die gehört nämlich allen Lebewesen auf dieser Erde. Wenn der Tag meines Endes auch kommen mag, bis zum Schluss meines Lebens werde ich Ungerechtigkeit anprangern und meine Hoffnung nicht aufgeben dass irgendwann die Menschen zur Vernunft kommen und sich gegenseitig Respektieren. Das wärs für heute, bitte bleibt euch gewogen. Ein nicht angemeldeter.

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