Botschafter

US-Botschafter erzürnt arabische Welt mit Israel-These

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Israel,

Äusserungen des US-Botschafters in Israel über ein «biblisches Recht» des jüdischen Staates auf weite Teile des Nahen Ostens haben scharfe Kritik ausgelöst.

trump
Donald Trump mit dem US-Botschafter für Israel Mike Huckabee. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Mike Huckabee sorgt mit Aussagen über «biblisches Recht» Israels für Empörung.
  • Arabische und muslimische Staaten verurteilen die Äusserungen scharf.
  • Kritik verweist auf Völkerrecht und ungelöste Gebietsfragen im Nahostkonflikt.

Arabische und muslimische Staaten haben empört auf Aussagen des US-Botschafters in Israel, Mike Huckabee, reagiert, wonach der jüdische Staat ein biblisches Recht auf weite Teile des Nahen Ostens habe.

In einem Interview hatte ihn der rechte Online-Kommentator Tucker Carlson gefragt, ob Israel gemäss wörtlicher Auslegung der Bibel das Recht habe, grosse Teile des heutigen Nahen Ostens zu beanspruchen.

Wie beurteilst du die Aussagen des US-Botschafters zum «biblischen Recht» Israels?

Huckabee antwortete: «Es wäre in Ordnung, wenn sie alles nähmen.» Kurz darauf ruderte er zurück und sagte, Carlsons Frage sei irrelevant, da Israel keine solchen Absichten habe. Israel habe das Recht, in dem Land zu leben, das es derzeit besitze, sagte er.

«Gefährliche und hetzerische Äusserungen»

In einer vom saudischen Aussenministerium auf der Plattform X veröffentlichten gemeinsamen Stellungnahme verurteilten die Aussenministerien mehrerer arabischer und muslimischer Staaten zusammen mit der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC), der Arabischen Liga und dem Golf-Kooperationsrat die Äusserungen des US-Botschafters «auf das Schärfste».

Sie äusserten ihre «tiefe Besorgnis» darüber. Huckabees «gefährliche und hetzerische Äusserungen» stellten einen «eklatanten Verstoss» gegen die Grundsätze des Völkerrechts und die Charta der Vereinten Nationen dar.

Der Erklärung schlossen sich neben Saudi-Arabien auch Ägypten, Jordanien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Indonesien, Pakistan, Katar, die Türkei, Kuwait, Bahrain, der Oman, der Libanon sowie Syrien und Palästina an.

Israel hat keine vollständig anerkannten Grenzen

Israel hat seit der Staatsgründung 1948 keine vollständig anerkannten Grenzen. Im Sechstagekrieg 1967 hatte es unter anderem das Westjordanland und Ost-Jerusalem erobert. Dort leben heute inmitten von drei Millionen Palästinensern rund 700'000 israelische Siedler.

Flash
Benjamin Netanjahu und seine Regierung stehen unter Druck. - keystone

Die Palästinenser beanspruchen die Gebiete für einen eigenen Staat mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt. Kürzlich hatte Israels Regierung laut Medien einen Vorschlag gebilligt, der israelischen Siedlern den Erwerb von Land im Westjordanland erleichtern soll. Deutschland und andere Staaten kritisierten dies.

Kommentare

Ohalätz

Soweit kommt es noch! Dann haben plötzlich die Habsburger, die Hohenzollern, die Preussen etc. etc. das Recht auf historische Ländereien und die Deutschen, Spanier, Portugiesen, Engländer, Italiener etc. das Recht auf ehemalige Kolonien!

User #6314 (nicht angemeldet)

Wie gross wäre Italien, wenn Pelosi auf das Römische Recht pochen würde? Die Botschafter sind auch nicht mehr das was sie früher waren.

Weiterlesen

Bnei Menasche Israel Indien
14 Interaktionen
Einwanderung
Aussenminister Israel Katz
7 Interaktionen
Warnung
Jerusalem
55 Interaktionen
Anwältin verrät

MEHR IN NEWS

Guy Parmelin
39 Interaktionen
Keine Kehrtwende
lwiw ukraine-krieg
«Terroranschlag»
IS
5 Interaktionen
Taliban & IS
Donald Trump Grönland
10 Interaktionen
Neue Spannungen?

MEHR BOTSCHAFTER

Teheran
2 Interaktionen
London
Keir Starmer
2 Interaktionen
London
Peter Mandelson
5 Interaktionen
Epstein-Affäre

MEHR AUS ISRAEL

Ramadan
4 Interaktionen
Jerusalem
Hamas
3 Interaktionen
Tel Aviv
Friedensplan für Gaza
7 Interaktionen
Tel Aviv
5 Interaktionen
Jerusalem