Taliban

    Internationales Rotes Kreuz hat Draht zu Taliban

    Keystone-SDA
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    Afghanistan,

    Seit der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan ist die Zukunft des Landes ungewiss wie nie. Das Rote Kreuz wird dennoch seine Arbeit fortsetzen dürfen.

    Fahne des Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK)
    Das Rote Kreuz in Israel soll keine inhaftierten Palästinenser mehr besuchen dürfen. (Archivbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Aufgrund der Machtübernahme der Taliban ist die Grundversorgung der Menschen in Gefahr.
    • Das Internationale Rote Kreuz und seine 1800 Mitarbeiter dürfen trotzdem weiterarbeiten.
    • Grund dafür sind ihre guten Verbindungen zu den Taliban.

    Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) kann in Afghanistan mit seinen rund 1800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weiter tätig sein. Zustande kommt das, weil das Hilfswerk seine Kontakte zu den Taliban nie abreissen liess und diese Kanäle weiterhin benutzt.

    Die Lage in Afghanistan sei ruhig, erklärte Stillhart am Montag im Schweizer Radio SRF. Vor allem in Norden und in Kabul, wo die Taliban keinen grossen Rückhalt haben, sei die Situation indessen angespannter.

    Grundversorgung in Gefahr

    Die humanitäre Lage sei nach vier Jahrzehnten Krieg, Gewalt, Misswirtschaft sowie der aktuellen Dürre und der Covid-19-Pandemie katastrophal.

    Stillhart fürchtet um die Grundversorgung, welche die gestürzte Regierung wenigstens in den grösseren Städten einigermassen im Griff hatte. Zudem gehe wahrscheinlich bald das Geld aus.

    Afghanistan Machtübernahme Taliban
    Wie geht es mit der jungen Demokratie Afghanistan nach der Machtübernahme durch die Taliban weiter? - dpa

    Zwar sei im Moment unklar, wer wofür verantwortlich sei. Das IKRK wisse aber nach jahrelanger Arbeit vor Ort, wen von den Taliban es kontaktieren könne. Unter den Kanälen seien auch hochrangige Taliban. Diese hätten zugesichert, dass die rund 1800 Mitarbeitenden weitermachen können und sollen, sagte Stillhart.

    IKRK-Mitarbeiterinnen dürfen noch arbeiten

    Grosse Sorgen macht die Operationsdirektor um die Frauen. Die IKRK-Mitarbeiterinnen dürften aber arbeiten. Gerade in Spitälern seien sie fundamental wichtig.

    Die Situation am Flughafen Kabul sei nicht repräsentativ für das ganze Land, sagte Stillhart. Er verstehe, dass viele Angestellte der Militärkoalition und anderer Organisationen das Land verlassen wollten. Eine Massenflucht wie 2016 befürchte er nicht.

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