Zuerst wurden Laien von Amerika ins All geschickt und jetzt fliegt erstmals ein russisches Filmteam zur internationalen Raumstation ISS.
Der Start der Rakete verlief planmässig
Der Start der Rakete verlief planmässig - (NASA/Bill Ingalls)/AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Erstmals fliegt ein russisches Filmteam ins All zur internationalen Raumstation.
  • Der Dreh soll unmittelbar nach dem Andocken beginnen.
  • Nach nur 3 Stunden und 17 Minuten soll das Team und der Kosmonaut die ISS erreichen.

Erstmals in der Geschichte der Raumfahrt ist ein Filmteam zur Internationalen Raumstation ISS aufgebrochen. Die russische Schauspielerin Julia Peressild und der Regisseur Klim Schipenko fliegen ins All. Am Dienstag starteten die Beiden planmässig vom Weltraumbahnhof Baikonur in der Steppe von Kasachstan in Zentralasien.

Live-Bilder der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos und des Staatsfernsehens zeigten, wie die Sojus-Rakete bei Sonnenschein in den wolkenlosen Himmel aufstieg. «Alles läuft normal», hiess es aus der Flugleitzentrale. Nach mehr als drei Minuten erreichte die Rakete die Erdumlaufbahn.

Zu sehen war zudem die Besatzung in der Raumkapsel. Am Boden verfolgten Schaulustige und Roskosmos-Mitarbeiter den Start.

Für den Dreh fliegt das Filmteam in die echte Internationale Raumstation

Das Raumschiff mit dem Filmteam und dem Kosmonauten Anton Schkaplerow sollte die ISS nach 3 Stunden und 17 Minuten erreichen. Unmittelbar nach dem Andocken sollten die Dreharbeiten beginnen, wie Peressild vor dem Start sagte.

Für den Dreh auf dem Aussenposten der Menschheit sind Roskosmos zufolge zwölf Tage vorgesehen. Der Streifen erzählt von einer Ärztin, die zur ISS fliegen muss, um dort einem erkrankten Kosmonauten das Leben zu retten. Die Medizinerin wird von Peressild gespielt.

Erster Filmdreh in 400 Kilometern Höhe

Es ist nach russischen Angaben der erste Spielfilm, der im Kosmos gedreht wird und nicht vor Studiokulissen auf der Erde. Die USA planen ebenfalls einen Filmdreh auf dem Aussenposten der Menschheit. Die Internationale Raumstation liegt in 400 Kilometern Höhe.

Das russische Filmprojekt ist zugleich eine Dokumentation über die Raumfahrtindustrie und den Beruf des Kosmonauten. Das Filmteam hatte wochenlang ein Raumfahrt-Training zur Vorbereitung durchlaufen.

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