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    Intel will mit neuen Chips die Zukunft im PC-Markt sichern

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    Als Microsoft die neuen KI-PCs einführte, liefen sie nur mit Chips von Qualcomm. Jetzt schlägt der Platzhirsch Intel zurück.

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    Die Lunar-Lake-Chips sollen Intel wieder einen festen Platz in PCs sichern. (Archivbild) - Andrej Sokolow/dpa

    Intel will mit einer neuen Chip-Generation verlorenen Boden im PC-Markt zurückgewinnen. Das Prozessor-System mit dem Namen Core Ultra 200V sei leistungsstärker und effizienter als Chips der Rivalen Qualcomm und AMD, betonte der Konzern am Rande der Technik-Messe IFA in Berlin. Zudem setzt Intel darauf, dass die Prozessoren automatisch mit jeglicher Software für Windows-PC kompatibel sein sollen, da sie auf der eingespielten X86-Architektur basieren.

    Erste Verbraucher-PC mit dem neuen Chip, der bisher vor allem unter dem Code-Namen Lunar Lake bekannt war, werden am 24. September in den Handel kommen und sind ab sofort vorbestellbar. Computer für Unternehmen sollen Anfang kommenden Jahres folgen.

    Halbleiter-Pionier unter Druck

    Intel war zuletzt verstärkt im PC-Geschäft unter Druck geraten. Erst stieg Apple bei seinen Macs von Intel-Prozessoren auf Chip-Systeme aus eigener Entwicklung um, die auf der Architektur des britischen Halbleiter-Designers Arm basieren. Die Macbooks bekamen danach deutlich längere Batterielaufzeiten und wurden schneller. Zudem profitiert Apple jetzt davon, dass alle Geräte auf derselben Chip-Architektur laufen.

    Und als Microsoft in diesem Sommer eine besonders auf KI-Anwendungen ausgerichtete neue Computer-Kategorie mit dem Namen Copilot+PC auf den Markt brachte, kamen in den Geräten zunächst nur Chips vom Intel-Konkurrenten Qualcomm zum Einsatz. Lunar Lake war da noch nicht fertig. Auch Qualcomm setzt auf Arm-Architekturen und will schon lange Intel den Platz in Windows-Computern streitig machen.

    Kompatibilität als Kaufargument

    Der einstige Halbleiter-Pionier holt nun zum Gegenschlag aus. So verwies Intel nicht nur darauf, dass Lunar-Lake-Chips beim Gaming eine bessere Leistung als die Konkurrenz von Qualcomm böten. In einem Seitenhieb hiess es auch, dass 23 PC-Spiele gar nicht mit Qualcomm-Chips funktioniert hätten. Angesichts der anderen Architektur muss Windows-Software für Arm-Computer entweder umgeschrieben werden oder mit Hilfe einer Übertragungssoftware laufen.

    Zugleich werden neue KI-Funktionen von Copilot+PC für Käufer der neuen Computer mit Intel-Chips erst im November durch Updates des Windows-Betriebssystems verfügbar werden.

    Lunar Lake könnte ein Schlüssel-Produkt für die Zukunft von Intel werden. Der Konzern musste jüngst angesichts fortlaufender Verluste ein Sparprogramm mit dem Abbau von rund 15'000 Arbeitsplätzen auflegen. Laut einem Medienbericht werden auch noch drastischere Schritte wie die Aufgabe von Fabrikprojekten erwogen. Intel will unter anderem ein rund 30 Milliarden Euro (etwa 28 Mia. Franken) teures Werk in Magdeburg bauen.

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