Ein indischer Bahnarbeiter hat einen Sechsjährigen vor einem heraneilenden Schnellzug gerettet. Der Sohn einer sehbehinderten Frau war ins Gleisbett gefallen.
indien zug
Zwei Züge in Indien. - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • In Indien rettet ein Weichensteller einen Sechsjährigen vor einem Zug.
  • Der Sohn einer sehbehinderten Frau fiel ins Gleisbett.
  • Im Netz wird Mayru Shelke für seine Aktion gefeiert.

Bilder einer Überwachungskamera zeigen den indischen Weichensteller Mayru Shelke, wie er am Samstag 30 Meter auf einen rasenden Zug zurannte. Zuvor hatte er den Sturz eines Sechsjährigen ins Gleisbett gesehen. Er packte den Jungen und warf ihn zurück auf den Bahnsteig. Nur Augenblicke vor dem Eintreffen des Schnellzugs brachte er sich selber in Sicherheit.

Die Zeitung «Mid-Day» zitiert Shelke nach seinem heldenhaften Sprint: «Ich sah den Jungen fallen und den Zug auf ihn zurasen. Es gab keine Chance, dass er überlebt hätte, wenn ich nicht eingegriffen hätte.»

«Entschlossen, ihn zu retten»

Die Hilfeschreie der sehbehinderten Mutter des Kindes hatten den 30-Jährigen alarmiert. Sie stand am Bahnhof von Vangani, als ihr sechsjähriger Sohn von der Bahnsteigkante auf die Gleise fiel. Der Udyan-Expresszug raste da bereits heran.

Shelke sagte, er habe trotz seiner Furcht vor dem Zug «überhaupt keine Zeit zum Nachdenken» gehabt. «Ich war entschlossen, ihn zu retten.»

Auf den «Superheld» wartet Belohnung

Shelke wurde in den Online-Netzwerken als «Superheld» gefeiert. Der indische Eisenbahnminister Piyush Goval sagte, der Weichensteller werde für seinen Einsatz belohnt. Auf Indiens baufälligem Bahnstrecken kommt es immer wieder zu tödlichen Unfällen.

Mehr zum Thema:

Mutter Auge Bahn