In australischen Überschwemmungsgebieten breitet sich Krankheit aus

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    Im Osten Australiens sind grosse Gebiete überschwemmt. In diesen breitet sich jetzt eine Infektionskrankheit aus, die durch Mücken verbreitet wird.

    Hochwasser in Australien
    Hochwasser in Australien - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Australien breitet sich in den überschwemmten Gebieten eine Infektionskrankheit aus.
    • Die Regierung kauft jetzt Impfstoff, um die Japanische Enzephalitis einzudämmen.
    • Die Krankheit wird durch Stechmücken verbreitet.

    In den Überschwemmungsgebieten im Osten Australiens breitet sich eine von Mücken übertragene Infektionskrankheit aus. Die Regierung gab am Freitag den Kauf zehntausender zusätzlicher Impfstoffdosen bekannt, um die Ausbreitung der Japanischen Enzephalitis einzudämmen.

    Die Japanische Enzephalitis, eine Virusinfektion des Gehirns, kommt normalerweise in asiatischen Ländern und im tropischen Norden Australiens vor. Nun ist die Krankheit erstmals auch in den südaustralischen Bundesstaaten New South Wales, Victoria und South Australia aufgetreten. Auch das nordöstliche Queensland ist betroffen. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden wurden bisher insgesamt 17 Infektions- und zwei Todesfälle bestätigt.

    Schwere Folgen sind nur selten

    Die Japanische Enzephalitis wird durch das Japanische-Enzephalitis-Virus ausgelöst, das von Stechmücken übertragen wird. Eine gezielte Therapie gegen die Krankheit gibt es nicht. Schwere Verläufe mit Symptomen wie Nackensteife und starken Kopfschmerzen bis zum Koma sind der australischen Gesundheitsbehörden zufolge sehr selten. Noch seltener sind bleibende Folgeschäden oder ein tödlicher Verlauf.

    Australien Überschwemmungen
    Überschwemmung in Australien: In den Küstenregionen mussten tausende Menschen ihre Häuser wegen den Fluten verlassen. - Keystone

    Die australische Regierung stellt nach Angaben des Gesundheits- und Landwirtschaftsministeriums nun 69 Millionen Australische Dollar (knapp 46 Millionen Euro) bereit. Dies, für Kontrollmassnahmen wie den Kauf von 130'000 zusätzlichen Impfdosen und eine verbesserte Überwachung. Die Impfdosen sind vor allem für Menschen bestimmt, die bei der Arbeit mit Mücken und Schweinen in Kontakt kommen. Neben Menschen infizieren sich vor allem Schweine und Vögel mit der Japanischen Enzephalitis.

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